Eigenbluttherapie
09.06.2019
Die Eigenbluttherapie beruht darauf, dass dem Patienten aus der eigenen Vene entnommenes Blut erneut injiziert wird. Die Rückinjektion kann sowohl venös als auch i.m., s.c., i.d. und sogar direkt in die Wunde erfolgen. In manchen Fällen wird das entnommene Blut nach einer Aufbereitung dem Patienten injiziert, in anderen Fällen wird es mit weiteren Substanzen vermischt verabreicht.
Die Eigenbluttherapie ist eine Anwendungsform mit sehr alten Wurzeln. Diese schon in früheren Zeiten angewandte Methode rückte zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut in den Fokus der Ärzte. Nach zahlreichen dazu durchgeführten Studien wurde sie wieder in die Praxis eingeführt.
ARTEN DER EIGENBLUTTHERAPIE
In den letzten 50 Jahren wurden zahlreiche Methoden entwickelt. Die am weitesten verbreiteten Arten bzw. Formen lassen sich wie folgt aufführen:
- Nativ (= ohne jegliche Veränderung des entnommenen Blutes) angewandte Methode. Dabei wird das dem Patienten entnommene Blut demselben Patienten erneut injiziert.
- Potenziert: Das entnommene Blut wird nach homöopathischem Verfahren verdünnt. Danach wird es dem Patienten in bestimmten Abständen verabreicht. Die erneute Verabreichung kann sowohl per Injektion als auch in Tropfenform erfolgen. Besonders bei Kindern wird dieser Weg gewählt. Es liegen zahlreiche Publikationen über ihre Wirkung auf das Immunsystem vor.
- Hämolysiertes Blut. Das dem Patienten entnommene Blut wird mit destilliertem Wasser aufgelöst, wodurch eine Hämolyse erreicht wird. Es wird angenommen, dass diese Art der Blutbehandlung wirksamer ist.
- Aktiviertes Blut. Das dem Patienten entnommene Blut wird mittels UV-Licht oder Ozon aktiviert und anschließend verabreicht. Diese Methode gilt als sicherer und wirksamer.
ANWENDUNGSGEBIETE DER EIGENBLUTTHERAPIE:
- Akute und chronische Infektionen
- Degenerative Erkrankungen, insbesondere rheumatische Erkrankungen
- Hauterkrankungen, insbesondere Beschwerden wie Ekzeme
- Störungen des Immunsystems
- Allergiebedingte Erkrankungen
- Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen
„Regenerative und Rejuvenations-Autolog“-Behandlung: Ein Behandlungsverfahren mit dem eigenen Blut des Patienten, entwickelt nach der Formulierung von Prof. Dr. Herget von der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und von Prof. Dr. Hüseyin Nazlıkul.
Rejuvenation: Steigerung der körpereigenen Fähigkeiten zur Heilung.
Regeneration (Erneuerung): Eine Behandlung, bei der die körpereigenen Zellen des Patienten im Labor bestimmten Prozessen unterzogen und dem Patienten erneut zugeführt werden, mit dem Ziel, erkranktes Gewebe zu erneuern.
- Chronisch-degenerative Erkrankungen (Schmerzen durch Knie, Hüfte, Schulter und Gelenke)
- Bewegungseinschränkungen der Gelenke
- Rheumatische Gelenkschmerzen
- Sportverletzungen
- Anhaltende Schmerzen nach Operationen
- Schmerzen ausgehend von den Wirbelgelenken (Facettengelenken)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen
- Nicht heilende chronische Wunden
- Knorpeldegenerationen