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Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

The most frequently asked questions about neural therapy and treatment methods, with answers.

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Wie ist die Neuraltherapie entstanden?
Bei Migräne kann die Neuraltherapie über mehrere zusammenwirkende Mechanismen wirksam sein, um den Schmerz zu lindern und die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren.

Bei Migräne kann die Neuraltherapie über mehrere zusammenwirkende Mechanismen wirksam sein, um den Schmerz zu lindern und die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Im Folgenden einige Mechanismen, wie die Neuraltherapie bei Migräne wirksam sein kann:

1. Lokalanästhetische Wirkung:

Die Injektion von Lokalanästhetika wie Procain in bestimmte Triggerpunkte oder Schmerzregionen kann eine sofortige schmerzlindernde Wirkung zeigen. Das Lokalanästhetikum blockiert die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Nervensystem, was zu einer Verringerung der Schmerzwahrnehmung führt.

2. Störfeldtherapie:

Die Neuraltherapie beruht zum Teil auf der Störfeldtheorie. Störfelder sind Bereiche im Körper, die durch Verletzungen, Narben oder chronische Entzündungen gestört sind und Schmerzen in entfernten Körperregionen verursachen können. Durch die Injektion von Lokalanästhetika in diese Störfelder können abnorme Signale unterbrochen und der Schmerz gelindert werden.

3. Modulation des autonomen Nervensystems:

Die Injektionen können das autonome Nervensystem beeinflussen, das für die Regulation der Blutgefäße und der Schmerzwahrnehmung verantwortlich ist. Durch diese Beeinflussung des autonomen Nervensystems kann die Neuraltherapie die Durchblutung im Kopfbereich normalisieren und so die Migränesymptome lindern.

4. Verbesserung der Durchblutung:

Die Neuraltherapie kann die Durchblutung in den behandelten Bereichen verbessern, wodurch das Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und Entzündungen zurückgehen. Dies kann besonders bei Durchblutungsproblemen nützlich sein, die bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen können.

5. Entzündungshemmende Wirkungen:

Lokalanästhetika wie Procain besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Die Injektion kann Entzündungen an der Injektionsstelle verringern, was wiederum zur Linderung des Schmerzes beiträgt.

6. Psychologische Wirkungen:

Die sofortige schmerzlindernde Wirkung und das Gefühl der Kontrolle über den Schmerzzustand können auch positive psychologische Effekte hervorrufen, die dazu beitragen können, den bei chronischen Schmerzpatienten häufig vorhandenen Angst-Schmerz-Kreislauf zu durchbrechen.

Praktische Anwendung:

Wird die Neuraltherapie zur Behandlung von Migräne eingesetzt, werden in der Regel bestimmte mit den Migräneattacken verbundene Triggerpunkte, Narben oder Störfelder aufgespürt und behandelt. Der Therapeut injiziert Lokalanästhetika in diese Bereiche. Die Anzahl der Behandlungen kann je nach Schwere und Häufigkeit der Migräne variieren.

Wichtig ist zu beachten, dass die Neuraltherapie nicht bei allen Patienten in gleichem Maße wirksam ist und die Ergebnisse variieren können. Es wird empfohlen, dass die Behandlung von einem erfahrenen und qualifizierten Therapeuten durchgeführt wird. Vor Beginn der Behandlung sollte stets eine umfassende ärztliche Beratung erfolgen, bei der Eignung und potenzielle Risiken abgewogen werden.

Weitere Informationen zur Neuraltherapie und zu anderen Behandlungsmethoden von Hüseyin Nazlıkul finden Sie hier.

Dr. Hüseyin NAZLIKUL
IFMANT = Präsident der International Federation of Medical Associations for Neural Therapy
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin 

Wie sollte der Behandlungsverlauf aussehen?

Die Behandlung erfolgt in Sitzungen, die entweder 2–3 Mal pro Woche oder in größeren Abständen stattfinden können. Mitunter erstrecken sich die Behandlungen über mehrere Monate. Die Behandlungsdauer variiert je nach Patient und übersteigt 10 Sitzungen nicht. Neuraltherapeutische Behandlungen, die in der Regel innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden, können bei einem längerfristigen Wiederauftreten der Beschwerden dort fortgesetzt werden, wo sie unterbrochen wurden.

Was ist Neuraltherapie?

Im Körper eines gesunden Menschen fließt die Energie frei. Verletzungen, Krankheiten, Ernährungsstörungen, Stress und sogar Narben stören diesen freien Fluss und führen zur Entstehung sogenannter Störfelder, also Bereiche energetischer Dysregulation. Deutsche Forscher haben festgestellt, dass 40 % der Krankheiten und chronischen Schmerzen auf Störfelder im Körper zurückzuführen sind.

Ziel der Neuraltherapie ist es, diese Störung zu beheben und die Krankheit oder das Symptom zu behandeln. Sie bedeutet, zur Heilung auf das Nervensystem einzuwirken. Das autonome Nervensystem ist ein sehr weitreichendes elektrisches Netzwerk in unserem Körper. Dieses Nervensystem ist ein bioelektrisches Netz, das jede einzelne Zelle erreicht und ihre Funktion steuert. (Es umhüllt wie ein Netz unseren gesamten Körper und hat eine Länge von 500.000 km.) Es ist das außerhalb unseres Willens arbeitende Nervensystem, das die Funktion sämtlicher innerer Organe wie Herz, Atmung und Verdauungssystem, unsere Hormone, die Körpertemperatur, den pH-Wert, den Stoffwechsel und unsere Gefühle steuert – also das innere Gleichgewicht des Körpers bewahrt und so das Fortbestehen des Lebens sichert. Störungen in diesem Netzwerk bilden die Grundlage all unserer Krankheiten. Da die Neuraltherapie diese Störungen behebt, bietet sie bei allen Krankheiten eine wirksame Behandlung. Mit dieser durch medikamentöse Therapie nicht erreichbaren Wirkung ist es möglich, die Krankheit an ihrer Wurzel zu behandeln. Die Neuraltherapie wird zwar sehr häufig zur Beseitigung chronischer Schmerzen eingesetzt, wirkt aber ebenso heilend bei Allergien, Heuschnupfen, Kopfschmerzen, Asthma, Arthrose, rheumatischen Erkrankungen, Hormonstörungen, Sport- oder Muskelverletzungen, Erkrankungen der Gallenblase, des Herzens und der Leber, Depressionen, Schwindel, Menstruationsschmerzen und -krämpfen sowie bei Haut- und Durchblutungsproblemen.

Sie sollte nicht mit den von manchen Ärzten durchgeführten Nadelbehandlungen verwechselt werden (Dry Needling, Akupunktur usw.).

Die Neuraltherapie ist eine Methode zur Behandlung von Schmerzen und organischen Funktionsstörungen mittels eines 1%igen Lokalanästhetikums.

Die Neuraltherapie bewirkt durch einen völlig anderen biophysikalischen Effekt eine dauerhafte Regulation im Körper. Als natürliche Behandlungsmethode kann die Neuraltherapie problemlos auch bei Schwangeren und stillenden Müttern angewendet werden. Sie hat keinerlei Nebenwirkungen, und ihre Wirkung ist vollständig dauerhaft.

Wie erreicht man einen auf Neuraltherapie spezialisierten Facharzt?

Auf den Websites von Fachgesellschaften wie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin (www.noralterapi.com, www.ifmant.com, www.ignh.de, www.santh.ch, www.neuraltherapie.at, www.dgfan.de) finden Sie Ärzte, die Neuraltherapie anwenden. 

Diese Fachgesellschaften bieten zudem international anerkannte Ausbildungen in Neuraltherapie an.

Die Neuraltherapie ist eine Regulationsbehandlung, die eine korrekte Diagnose erfordert. Damit die Lokalanästhetika bei der Neuraltherapie an der richtigen Stelle injiziert werden können, müssen die Ärzte mit Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, dem Grundsystem und dem Bindegewebe sowie mit der Biochemie sehr vertraut sein.

Alle Neuraltherapeuten haben die Ausbildungsstufen der Neuraltherapie absolviert und erhalten darüber hinaus spezielle Schulungen zu den jeweiligen Körperregionen. Diese Ausbildung dauert mindestens 2 Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss einer schriftlichen und mündlichen Prüfung erwerben die Ärzte das Recht, das Diplom der Fachgesellschaft, bei der sie ausgebildet wurden, sowie das Diplom der IFMANT zu erhalten.

Wer darf Neuraltherapie anwenden?

Die Neuraltherapie ist in vielen Ländern eine Zusatzbezeichnung, in manchen Ländern eine Facharztausbildung und in anderen Ländern eine Regulationsmethode, deren Erlernen nach dem Medizinstudium eine zweijährige Ausbildung umfasst.

In der Türkei ist die „Wissenschaftliche Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin“ die einzige Einrichtung, die diese Ausbildung anbietet und deren Ausbildung international anerkannt ist.

Eine vollständige Liste aller Ärzte in der Türkei, die eine entsprechende qualifizierte Ausbildung absolviert haben, finden Sie auf der Website www.noralterapi.com.

Prüfen Sie unbedingt, ob die Ausbildung des Ärztin oder Arztes, der Neuraltherapie anwendet oder anzuwenden versucht, von der BNR, der IGNH und der IFMANT anerkannt ist, und lassen Sie sich nur von einer qualifizierten Person behandeln.

Was ist die erweiterte Segmenttherapie und wann sollte sie in die Behandlung einbezogen werden?

Zeigt die Segmenttherapie nicht die gewünschte Wirkung, kann die erweiterte Segmenttherapie angebracht sein. Der Neuraltherapeut injiziert das Betäubungsmittel im Bereich der Nervenknoten, der Ganglien, des vegetativen Nervensystems. Das autonome Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus.

Der Sympathikus aktiviert Flucht oder Angriff, führt zu einem erhöhten Energieverbrauch und setzt Entzündung und Schmerz in Gang.

Das parasympathische Nervensystem dient der Entspannung, der Regeneration und den Entgiftungsfunktionen.

In Fällen, in denen die Segmenttherapie erfolglos bleibt, beschleunigt die erweiterte Segmenttherapie mit tieferen Injektionen den Behandlungsverlauf deutlich.

Was ist ein Störfeld nach der Neuraltherapie?

Chronische Stressfaktoren, die nicht auffällig sind und keine unmittelbaren Beschwerden verursachen, aber völlig andere Körperbereiche beeinflussen, werden als ‘’Störfeld’’ bezeichnet. 

Das Störfeld reizt die Körperfunktionen dauerhaft und schwächt unsere natürliche Abwehr. Aus diesem Grund führen selbst kleinere Reize zu klinischen Beschwerden, die in keinem Verhältnis zum auslösenden Reiz stehen.

Typische Störfelder im Rahmen der Neuraltherapie sind die Mandeln (Tonsillen), die Nasennebenhöhlen, der Zahn- und Kieferbereich, Operationsnarben, Impfstellen, die Prostata, der gynäkologische Bereich sowie jegliche Narben, und auch erkrankte Organe selbst können ein Störfeld darstellen.

Störfelder aktivieren im Körper zwei Stressachsen:

  • Eine schnell wirkende Achse über das Nervensystem
  • Eine langsamer wirkende Achse über das Hormonsystem

Durch die dauerhafte Aktivierung des sympathischen Systems kann sich der Körper nicht mehr erholen und wird krank. Die Symptome treten dann an einer natürlichen Schwachstelle des Körpers auf. Zum Beispiel kann ein toter Zahn Asthma, Bluthochdruck oder Knie- bzw. Schulterschmerzen hervorrufen.  

Ziel der Neuraltherapie ist es, die mit diesem Ansatz identifizierten Störfelder mit Procain zu injizieren, um die von dieser Quelle ausgehenden negativen Reize zu stoppen, den Teufelskreis zu durchbrechen und diese Reize zunächst zu verringern und schließlich zu beseitigen.

Der Neuraltherapeut injiziert ein Lokalanästhetikum in das Störfeld bzw. den Störherd sowie in dessen Umgebung, um dort zu wirken und auf diese Weise die schädlichen Reize zu stoppen.

Wann wird die Störfeldbehandlung in die Neuraltherapie einbezogen?

Wenn bei der Segment- und erweiterten Segmenttherapie nicht die gewünschte Wirkung erzielt wird, wird mit der Störfeldbehandlung begonnen. Nach dem Ansatz der Neuraltherapie können frühere im Körper durchgemachte Erkrankungen eine dauerhafte, chronisch stille Entzündung verursachen. Dieser Bereich kann, auch wenn er selbst symptomlos ist, die Quelle klinischer Beschwerden sein. Sobald dieser Bereich identifiziert und die entsprechende Neuraltherapie angewendet wird, verschwinden auch die nicht mit dem Segment zusammenhängenden Beschwerden des Patienten. Durch die peripher verabreichten Injektionen ist der Patient mindestens 20 Stunden lang vollständig beschwerdefrei. Danach können die Beschwerden erneut auftreten, sind jedoch nicht mehr so stark wie zu Beginn. Die Behandlungen werden wiederholt, bis eine vollständige Genesung erreicht ist. Es hat sich gezeigt, dass in der Regel mit 2-3 Injektionssitzungen am Störfeld eine vollständige Genesung erzielt wird.

Wie wirkt die Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie umfasst Injektionen von Lokalanästhetika – sogenanntem Procain oder Lidocain – in Reflexzonen, Narben, Störherde und Störfelder oder in den schmerzhaften Bereich. Diese Injektionen können in Form von Quaddeln unter die Haut verabreicht werden, ebenso wie Injektionen in Triggerpunkte, Gelenke, Bänder, Sehnen, Spinalnerven sowie in die Ganglien des Sympathikus und des Parasympathikus. Durch diese Injektionen wird die Heilung und Regeneration der Zellen ermöglicht, die Normalisierung der Nervenreize und Schmerzsignale erreicht und eine geregelte Durchblutung des betroffenen Gewebes sichergestellt. Ziel ist es, die Regulationsfähigkeit des Körpers zu unterstützen.

Nach der Neuraltherapie kann sich Ihre Beschwerdesymptomatik vorübergehend verstärken!

Wenn zum Beispiel ein rheumatisches Entzündungsproblem vorliegt und eine Neuraltherapie durchgeführt wurde, kann dies innerhalb von 12-24 Stunden zu vorübergehend stärkeren Schmerzen führen. Auch wenn dies unangenehm ist, ist es ein gutes Zeichen. Eine anfängliche Verstärkung der vorhandenen klinischen Beschwerden des Körpers kann zwar bedeuten, dass die verabreichte Dosis zu hoch war, sie kann aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass der Körper über die notwendige Grundlage verfügt, um sich selbst zu regulieren.

Wie lange dauert eine Neuraltherapie-Sitzung?

Die Dauer einer Neuraltherapie-Sitzung beträgt in der Regel zwischen 15 und 60 Minuten. Die Wirkung der Neuraltherapie reicht jedoch weit über die Wirkung der Anästhesie hinaus. Wie bei vielen anderen komplementärmedizinischen Verfahren können anfängliche Verschlechterungssymptome ein bis zwei Tage lang anhalten.

Ist die Neuraltherapie gefährlich? Hat die Neuraltherapie Nebenwirkungen?

Die Neuraltherapie ist eine Methode, die zur Regulation und Ordnung der Körperfunktionen eingesetzt wird, und hat daher keine Nebenwirkungen.

Die in der Neuraltherapie hauptsächlich verwendeten Lokalanästhetika sind Procain oder Lidocain. Allergien gegen diese Lokalanästhetika sind selten. Da eine falsche Anwendung von Lokalanästhetika jedoch zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen kann, sollte die Behandlung ausschließlich von dafür ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden.

Was ist eine Quaddel auf der Haut?

Quaddelinjektionen (Orangenhaut- oder Bläschenbild): Die durch die auf die Haut und Unterhaut angewendeten Neuraltherapie-Injektionen entstehenden Bläschen werden als ‘’Quaddel’’ bezeichnet. Diese Injektionen bezeichnen eine Technik, bei der Lokalanästhetika unter die Haut injiziert werden.

Vor allem durch die in Deutschland verbreitete und im Jahr 2004 gegründete Wissenschaftliche Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin angebotenen Fortbildungen hat sich diese Methode auch in der Türkei zunehmend verbreitet. Viele Ärzte setzen diese Behandlung bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich ein.

Ist die Neuraltherapie eine schmerzhafte Behandlung?

Da die Neuraltherapie mit sehr feinen Nadeln durchgeführt wird, verursacht sie wenig Schmerzen und wird von den Patienten gut vertragen. Sie ist keine schmerzhafte Behandlung. Es sollte jedoch bekannt sein, dass eine Injektion erfolgt.

Wird die Neuraltherapie von den Krankenversicherungen übernommen? Was kostet die Neuraltherapie?

Je nach den behandelten Injektionsbereichen und in Abhängigkeit von tiefen Injektionsblockaden kostet jede Neuraltherapie-Sitzung etwa zwischen 200 und 700 ₺.

In der Türkei übernehmen die Krankenversicherungen in der Regel keine Kosten für die Neuraltherapie. In unserem Land sind die Kosten der Neuraltherapie weder von privaten noch von staatlichen Krankenversicherungen gedeckt.

In der Schweiz sind sämtliche neuraltherapeutischen Maßnahmen von der Sozialversicherung gedeckt. Im Jahr 2005 hat ein Vergleich der von Hausärzten in der Schweiz unter der Führung von Prof. Dr. Lorenz Fischer durchgeführten Behandlungen – insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates – gezeigt, dass die Kosten für den Staat und die Versicherung bei Patienten, die eine Neuraltherapie erhielten, signifikant niedriger waren.

In Deutschland sind Segment-, erweiterte Segment- und systematische Anwendungen kostenerstattungsfähig, während die bei therapieresistenten Fällen angewendete Störfeldbehandlung davon ausgenommen ist.

In Österreich ist ein Großteil der Behandlungskosten von der Versicherung gedeckt. In allen drei Ländern werden die Behandlungen von Ärzten übernommen, die entweder ein Diplom der jeweiligen nationalen Neuraltherapie-Gesellschaft oder ein IFMANT-Diplom besitzen.

Wir hoffen, dass diese Behandlungen eines Tages auch in unserem Land übernommen werden. Denn die Neuraltherapie ist langfristig eine Behandlung, die die Gesundheitskosten senkt und die Chronifizierung von Krankheiten verhindert.

Bei welchen Krankheiten wird die Neuraltherapie eingesetzt?

1- Bei der Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen
2- Bei der Behandlung von muskulär bedingten Schmerzen wie Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen
3- Bei der Schmerzlinderung bei Bandscheibenvorfällen im Lenden- und Halswirbelbereich
4- Gelenkerkrankungen (Meniskusriss, Verminderung der Gelenkflüssigkeit, Sportverletzungen)
5- Bei der Behandlung von durch Nervenkompression verursachten Schmerzen
6- Bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen
7- Bei der Behandlung allergisch bedingter Erkrankungen wie allergischem Asthma und allergischer Rhinitis (Dysbalance im Immunsystem)
8- Bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms und des Tennisellenbogens
9- Bei der Linderung von Wechseljahresbeschwerden
10- Bei der Behandlung von Menstruationsstörungen und starken Regelschmerzen
11- Bei hormonell bedingten Fortpflanzungsstörungen
12- Bei der Behandlung der chronischen Tonsillitis (anhaltende Mandelentzündung)
13- Bei der Behandlung der chronischen Sinusitis
14- Bei der Behandlung von Fibromyalgie (weitverbreitete Muskelschmerzen), anhaltendem Müdigkeitsgefühl und Erschöpfung
15- Bei der Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depression und Panikattacken
16- Bei der Behandlung chronischer Verstopfung
17- Bei der Behandlung von Darmerkrankungen (Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
18- Bei der Behandlung der Fazialisparese
19- Bei der Behandlung der Trigeminusneuralgie
20- Bei Sportverletzungen
21- Detox
22- Anti-Aging (Vorbeugung des Alterns)
23- Restless-Legs-Syndrom
24- Vor einer Strahlentherapie

Wie wird die Neuraltherapie durchgeführt?

Die Neuraltherapie ist eine Injektionsbehandlung. Sie wird an der Haut, am Zahnfleisch, an sämtlichen Narben und Operationsstellen sowie an Impfstellen im Körper angewendet. Bei den Anwendungen werden in der Regel feine, kleine Insulinnadelspitzen verwendet. Ziel ist nicht das Setzen der Injektion an sich, sondern die Erzeugung einer bioelektrischen Wirkung im Nervensystem. Die Bereiche, in denen die Injektion gesetzt wird, können je nach Patient und Beschwerde variieren. Die Injektionen werden sowohl an den Nerv als auch entlang der Gefäßbahn gesetzt.

Bei wem kann die Neuraltherapie angewendet werden?

Die Neuraltherapie kann bei jeder Altersgruppe angewendet werden, einschließlich Kindern und älteren Menschen. Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen usw. sowie die dabei eingenommenen Medikamente stellen kein Hindernis für die Behandlung dar. Lediglich bei Patienten, die Kortison einnehmen, kann die Wirksamkeit der Behandlung vermindert sein, da der Körper dadurch insgesamt unterdrückt wird.