Denken Sie nicht gleich an Medikamente... Natürliches Hausantibiotikum: 5 Lebensmittel
Die Hagebutte zeichnet sich durch ihren Vitamin-C-Gehalt aus; auch nach dem Kochen findet sie in der Natur kaum ihresgleichen. Ihre Gehalte an Kalium, Kupfer, Fluorid, Karotinoiden und Niacin, die im Immunsystem wichtige Aufgaben übernehmen und teilweise sogar direkt antibiotisch wirken, liegen über dem Durchschnitt. Grundlage vieler Hagebutten-Zubereitungen ist das Hagebuttenmus. Es wird nach folgendem Rezept zubereitet:
• Die frischen Früchte (die Erntezeit beginnt im Oktober) von Stielen und Blütenresten befreien; in der Mitte halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel entfernen. Anschließend gründlich waschen, um die feinen Härchen im Inneren der Fruchthaut zu entfernen.
• Die entkernten Früchte mit so viel Wasser bedecken, dass sie gerade bedeckt sind, und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Hagebutten 30 Minuten im Einweichwasser (um die Vitamine zu erhalten) kochen. Nach kurzem Abkühlen durch ein Sieb streichen. Das Hagebuttenmus kann im Tiefkühler monatelang aufbewahrt werden.
Isotonische Getränke zum Ausgleich
Bei fieberhaften Erkrankungen wird stark geschwitzt, und der Flüssigkeitsverlust muss rasch ausgeglichen werden. Hierfür eignen sich Saft-Wasser-Mischungen sowie isotonische Getränke, die aufgrund ihres Geschmacks und ihrer Verpackung auch von Kindern gerne getrunken werden.
Das Hagebuttenmus eignet sich für die Zubereitung von Suppen (zum Beispiel mit Apfelmus und Rotwein) und Marmelade. Außerdem können die Früchte als Beilage (zu Wildgerichten und Pürees) sowie als Soße (für Fondues) zubereitet werden.
EMPFEHLUNGEN FÜR IHREN SPEISEPLAN
Zwiebel: Die Zwiebel enthält reichlich Vitamin C sowie schwefelhaltige Stoffe (Methylcystein-Sulfoxide), deren Wirkung den seit langem in der Medizin verwendeten Sulfonamid-Antibiotika ähnelt. Daher ist eine Zwiebelkur bei der Behandlung fieberhafter Erkrankungen hervorragend geeignet. Natürlich müsste man dafür durchschnittlich ein Dutzend rohe Zwiebeln pro Tag essen – und nur wenige Menschen sind dazu in der Lage. Alternativ kann man an Zwiebelsirup denken. Dazu werden mehrere Zwiebeln in Scheiben geschnitten und mit Honig vermischt. Die Mischung 12 Stunden ziehen lassen. Den entstandenen Saft anschließend über den Tag verteilt löffelweise mehrmals einnehmen.
Rote Johannisbeere: Im Gegensatz zur schwarzen Johannisbeere ist der Geschmack und Geruch der roten weniger intensiv, und Kinder essen sie recht gerne. Der ernährungsphysiologische Vorteil der roten Johannisbeere liegt in ihrem hohen Wassergehalt, dem geringen Anteil an Eiweiß, Fett und Kalorien sowie ihrem sehr hohen Vitamin-C-Gehalt. Zudem deckt sie den erhöhten Flüssigkeitsbedarf bei Fieber, belastet die Verdauungsorgane nicht und verfügt schließlich über die wichtigsten biologischen Stoffe zur Stärkung des Immunsystems. Ist keine frische Frucht verfügbar, kann auch Johannisbeersaft verwendet werden.
Blätter und Früchte der Heidelbeere: Aufgrund ihres Gehalts an Arbutin und Methylarbutin (entzündungshemmende und fiebersenkende Stoffe) wird der Tee aus Heidelbeerblättern als fiebersenkendes Mittel bevorzugt. Dazu übergießt man die Blätter mit 1/2 Liter kochendem Wasser, lässt 10 Minuten ziehen und seiht ab. Der Tee sollte dreimal täglich vor den Mahlzeiten in einer Menge von einem Esslöffel getrunken werden. Geschmack und fiebersenkende Wirkung können durch Zugabe eines Teelöffels Naturhonig pro Tasse verstärkt werden. Die Früchte der Heidelbeere enthalten reichlich Vitamin C, Kalium und Magnesium, wobei Konserven in Bezug auf diese wichtigen biologischen Stoffe keinen Wert haben. Sanddorn und Aroniabeeren: Sanddorn und Aroniabeeren enthalten viel Vitamin C und zahlreiche antibiotisch wirksame Phenolsäuren. Besonders wirksam ist der aus der Apotheke bezogene Aroniabeerensaft.
Es lohnt sich manchmal, Kaffee zu versuchen: Kaffeesäure ist natürlich auch im Kaffee enthalten, und zwar in sehr hoher Konzentration (7 ml pro Tasse Kaffee). Dieses beliebte Frühstücksgetränk enthält ansonsten keinen weiteren Wirkstoff, der bei fieberhaften Infektionen helfen könnte; allerdings kann das enthaltene Koffein durch seine herzfrequenzsteigernde Wirkung in manchen Fällen bei einer empfindlichen fiebernden Person die Genesung fördern. Es wurden auch Fälle berichtet, in denen Kaffee überraschenderweise das Fieber gesenkt hat, besonders wenn der Patient normalerweise keinen Kaffee trinkt.
Lindenblütentee: Dieser Tee gehört zweifellos zu den fiebersenkenden Klassikern. Lindenblütentee wirkt schweißtreibend und kühlt so den Körper über die Haut. Seine Schleimstoffe wirken reizlindernd und schleimlösend, etwa bei fieberhaften Erkältungen und Entzündungen der oberen Atemwege. Bereiten Sie sich nach folgendem Rezept einen Tee zu: 1 Esslöffel Lindenblüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, mindestens 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Trinken Sie täglich 3 Tassen; besonders wichtig ist die letzte Tasse vor dem Schlafengehen.
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