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Wie entstehen allergische Reaktionen

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 26.01.2020 3 min read

Saisonale Allergien sind im Volksmund auch als Frühjahrsallergie bekannt. Der Grund für die Bezeichnung saisonale Allergie liegt darin, dass sie besonders in den Frühlingsmonaten durch die von Pflanzen freigesetzten Pollen entsteht.

Sie beginnt in der Regel Anfang Frühling und hält bis Ende Herbst an. Diese variieren je nach Pflanzenvielfalt. Vom Sommeranfang bis zum Sommerende treten Gräser- oder Wiesenpollen auf, während vom Sommerende bis zum Herbstende Pollen von Wildkräutern auftreten. Patienten zeigen in der jeweiligen Saison allergische Reaktionen, je nachdem, gegen welche dieser Pollenarten eine allergische Empfindlichkeit besteht.

Allergische Reaktionen können sich bei Patienten als allergisches Asthma zeigen. Dieser Zustand äußert sich in Form von Atemnot, Husten, Engegefühl in der Brust und Giemen. Außerhalb dieser Jahreszeiten fühlen sich Asthmapatienten in der Regel wohler. Neben Asthma tritt eine Allergieform auf, die als allergischer Schnupfen bezeichnet und im Volksmund auch Heuschnupfen genannt wird. Auch bei Patienten mit dieser Allergie treten, das heißt in der Saison, in der sie gegen den jeweiligen Pollen allergisch sind, häufig Beschwerden wie Schnupfen, Niesen, Niesreiz, wässriger Nasenausfluss, manchmal verstopfte Nase, Juckreiz in der Nase, Juckreiz und Rötung der Augen, Juckreiz am Gaumen und im Rachen, Juckreiz im Ohr und manchmal auch Husten auf.

Diese Beschwerden können so ausgeprägt sein, dass sie den Patienten das Leben schwer machen. Darüber hinaus können bei Patienten im Volksmund als Nesselsucht bezeichnete Hautallergien, Urtikaria und Angioödem-Beschwerden auftreten.

Heutzutage sind viele Menschen genetisch für Allergien veranlagt. Diese Zustände, die uns in Form von Ekzemen, Asthma oder allergischer Rhinitis begegnen, bezeichnen wir als Atopie. In letzter Zeit begegnen uns zudem häufiger atopische Zustände, bei denen wir den auslösenden Faktor nicht eindeutig feststellen können. Ein Hinweis, der dies nahelegt, ist folgender: Viele Kinder im Wachstumsalter erkranken in ähnlicher Weise wiederholt an Infektionskrankheiten. Denn das Immunsystem kann diese Zustände nicht ausreichend bekämpfen und keine ausreichende Immunantwort gegen Allergene bilden.

Ein weiterer möglicher Faktor ist neben Umweltverschmutzung in der Atmosphäre sowie Chemikalien in Lebensmitteln, Medikamenten und Haushaltspflegeprodukten auch die Zunahme von Kaiserschnittgeburten. Für das Immunsystem ist die Bildung einer gesunden Darmflora unerlässlich. Bei per Kaiserschnitt geborenen Kindern stellt dies jedoch ein ernsthaftes Problem dar. Zudem wird angenommen, dass der zunehmende Antibiotikakonsum im Kindesalter die Entstehung von Allergien begünstigt. Unabhängig von der Ursache sind heute mehr Menschen davon betroffen und suchen mit allergiebezogenen Symptomen Ärzte auf.

WAS IST EINE ALLERGIE

Eine Allergie ist eine gesteigerte oder veränderte Reaktion auf für den Körper fremde Substanzen. Ekzem, allergisches Asthma, Urtikaria, allergische Rhinitis oder ähnliche Zustände sind die Folgen eines externen Auslösers. Die am häufigsten auftretenden Allergene sind Hausstaub, Pollen, Tierhaare von Haustieren wie Katzen und Hunden sowie Lebensmittel wie Milch und Eier.

Bei allergischen Körpern glaubt das Immunsystem fälschlicherweise, dass das Allergen Schaden anrichten wird, und produziert gegen das in den Körper eindringende Allergen spezielle Substanzen, sogenannte Antikörper (IgE). Diese verursachen die Freisetzung von Histamin und vielen anderen Substanzen aus anderen Blutzellen, wodurch die allergische Reaktion mit ihren Symptomen entsteht. Diese Reaktion kann auftreten, wenn das Allergen über die Atemwege, das Verdauungssystem oder den Blutweg aufgenommen wird oder mit der Haut, den Augen oder den Atemwegen in Kontakt kommt. Bei moderaten Reaktionen können Juckreiz oder Rötung auftreten, während bei schweren Reaktionen ernste Zustände einschließlich Anaphylaxie entstehen können.

In meinem nächsten Artikel werde ich weiter über „die Symptome der Allergie“ berichten.

Hüseyin Nazlıkul

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