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Richtige Ernährung bei Alzheimer und Demenz

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 02.07.2023 2 min read

Es gibt keine Wundermethode, die das Alzheimer-Risiko vollständig beseitigt. Dennoch ist bei Menschen mit gesunder Ernährung die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, deutlich geringer. Da die Ernährung sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Gesundheit wirkt, ist sie auch für die Vorbeugung von Alzheimer von Bedeutung. Gesunde Ernährung schützt nicht nur das Gehirn, sondern wirkt sich auch positiv auf alle Erkrankungen aus, die im Verdacht stehen, Demenz auszulösen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohe Cholesterinwerte und Diabetes.

Was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Gehirn. Unser Gehirn benötigt Sauerstoff und Nährstoffe, um zu funktionieren. Das Herz pumpt diese Stoffe über den Blutkreislauf zum Gehirn. Deshalb erhöhen auch gesundheitliche Probleme, die die Blutgefäße betreffen, das Alzheimer-Risiko.

Achten Sie besonders auf Symptome von Gefäßerkrankungen. Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und hohe Cholesterinwerte sollten überwacht werden. Vermeiden Sie zudem Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum und Übergewicht.

Depressionen und Schlafmangel, Kopfverletzungen sowie im Alter auftretender Hörverlust können das Alzheimer-Risiko erhöhen. Zudem haben auch genetische Faktoren Einfluss auf Alzheimer.

Zur Vorbeugung von Alzheimer sollte ein gesunder Lebensstil angenommen werden. Geistige Aktivität, ausreichende Bewegung, soziale Beziehungen und die Mittelmeerdiät sind unverzichtbare Bestandteile eines gesunden Lebens.

ENERGIEBEDARF UND NÄHRSTOFFE

Damit das menschliche Gehirn optimal funktioniert, benötigt es sehr viel Energie. Das Gehirn nutzt für Energie überwiegend Glukose (Zucker), und Ihre Ernährung sollte ausreichend Kalorien enthalten.

Das Gehirn benötigt zudem Protein und langkettige Omega-3-Fettsäuren. Auch Antioxidantien, die freie Radikale aus dem Körper entfernen, sollten Teil Ihrer Ernährung sein.

Die Mittelmeerdiät liefert die für das Gehirn wichtigen Nährstoffe und stärkt die Abwehrkräfte des Gehirns. Essen Sie reichlich Obst, Gemüse, Olivenöl, Nüsse und Fisch, schränken Sie jedoch den Verzehr von rotem Fleisch ein. Bevorzugen Sie als Fisch fettreiche Meeresfische mit Omega-3-Fettsäuren wie Lachs, Kabeljau oder Makrele. Trinken Sie täglich 2-3 Liter Wasser, ohne zu vergessen, dass Kaffee und Tee das Wasser nicht ersetzen.

Achten Sie beim Einkaufen auf den Zucker- und Fettgehalt der Lebensmittel, die Sie kaufen. Ihre Ernährungsgewohnheiten zu kontrollieren und sicherzustellen, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, unterstützt eine ausgewogene Ernährung. Vermeiden Sie eine einseitige Ernährung, die sich nur auf wenige Lebensmittel konzentriert. Vergessen Sie nicht, dass vorbeugende Maßnahmen wie Bewegung und geistige Fitness ebenfalls dauerhafter Bestandteil eines gesundheitsfördernden Lebensstils sind.

Tipps zur Verringerung des Alzheimer-Risikos im Alltag

  • Essen Sie frisches Gemüse und Obst mit Antioxidantien.
  • Die in Olivenöl, Heidelbeeren und rotem Traubensaft enthaltenen Polyphenole schützen die Zellen.
  • Omega-3-Fettsäuren finden sich in fettreichen Meeresfischen sowie in kaltgepresstem Rapsöl, Olivenöl und Leinsamenöl. Es ist gesund, sie unerhitzt zu verzehren – fügen Sie sie unbedingt Ihren Salaten hinzu.
  • Verzehren Sie Nüsse, da sie Proteinbausteine, Spurenelemente und gesunde Fette enthalten.
  • Wechseln Sie von schwarzem Tee zu grünem Tee, der eine höhere antioxidative Kapazität besitzt.
  • Trinken Sie täglich mindestens 2-3 Liter Wasser.
  • Essen Sie weniger rotes Fleisch, bevorzugen Sie weißes Fleisch.

Um mehr über dieses und ähnliche Themen zu erfahren, können Sie mein Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“ nutzen.

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