Zur Beachtung von Eltern: Fieber ist keine Krankheit... Alte, aber vollkommen falsche Methoden: Tun…
Ursachen von Fieber: Fieber ist an sich keine Krankheit, sondern ein Symptom. Als Abwehrmechanismus hilft es dem Körper, mit Infektionen fertigzuwerden. Deshalb muss Fieber, sofern es nicht zu stark ansteigt, nicht mit allen Mitteln bekämpft werden; das Ziel ist vielmehr, gegen die Ursachen des Fiebers – in der Regel in den Körper eingedrungene Mikroorganismen – anzukämpfen und sie schließlich zu beseitigen. Hierfür ist eine Ernährung erforderlich, die möglichst ein breites Spektrum antibiotisch wirksamer Stoffe abdeckt.
GEGEN FIEBER WIRKSAME BIOLOGISCHE STOFFE
Vitamin C: Stärkt das Immunsystem und unterstützt so den Körper im Kampf gegen eindringende Fremdstoffe. Es findet sich vor allem in Zitrusfrüchten, Paprika, Tomaten und Petersilie.
Vitamin E: Regt das Immunsystem an. Das Vitamin kommt vor allem in Pflanzenölen, Vollkornprodukten, Kürbis, Spargel, Grünkohl und Avocado vor, wird jedoch durch Hitze und Sonnenlicht großteils zersetzt.
Phenolsäuren: Diese Stoffe hemmen im Körper das Wachstum von Viren und Bakterien. Besonders wirksam sind die Phenolsäuren der Heidelbeere.
Kaffeesäure: Bereits in den sechziger Jahren wurde vermutet, dass Kaffeesäure eine antibiotische und fiebersenkende Wirkung besitzt. Leider wurde die Forschung auf diesem Gebiet jedoch nicht vertieft. Heute weiß man, dass Kaffeesäure zusammen mit Ferulasäure und Karotinoiden tatsächlich eine starke antibiotische und fiebersenkende Wirkung hat. In der Natur findet sich diese Kombination von Wirkstoffen überwiegend in der Karotte.
VIEL FLÜSSIGKEIT, WENIG ESSEN
Der fiebernde Körper benötigt mehr Flüssigkeit als üblich, um die durch das Schwitzen entstehenden Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Zudem arbeitet das Immunsystem besser, wenn es ausreichend „verdünnt“ ist. Der Appetit hingegen wird vom Hypothalamus – als Teil des Zwischenhirns zugleich Appetit- und Fieberkontrollzentrum – reduziert, damit der Körper seine Kraft nicht mit unnötiger Verdauungstätigkeit vergeudet.
APPETITLOSE KINDER
Bei Kindern funktioniert der Mechanismus „viel trinken, wenig essen“ recht gut; fieberhafte Erkrankungen gehen bei ihnen automatisch mit Appetitverlust einher. Viele Eltern jedoch ignorieren diese Anzeichen und versuchen, ihren kleinen Patienten – getreu der alten, aber vollkommen falschen Überzeugung, dass das Kind seine Kraft bewahren müsse – Snacks zu füttern. Empfehlung: Geben Sie Ihrem kranken Kind nur dann etwas zu essen, wenn es von sich aus danach verlangt! Denn der kindliche Körper weiß im Krankheitsfall selbst, was er braucht. Die geeignetsten Getränke sind Kräutertees und Fruchtsäfte beziehungsweise Mischungen aus einem Drittel Fruchtsaft und Wasser.