Antientzündliche Pflanzen
Um Entzündungen im Körper zu bekämpfen, arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren. Ausreichender Schlaf und Nährstoffquellen sind notwendig, damit das Immunsystem effizient arbeiten kann.
Antientzündliche Pflanzen können im Kampf gegen Entzündungen eingesetzt werden. Sie können Entzündungen vorbeugen und den Heilungsprozess beschleunigen.
Brennnessel gegen Schmerzen: Dass Brennnessel einen hohen Eisengehalt hat, ist den meisten Menschen bekannt. Zudem hat sie eine antientzündliche Wirkung.
Sie lässt sich leicht sammeln und verarbeiten. Sie wächst besonders an Orten mit feuchtem, nährstoffarmem Boden.
- Brennnessel wirkt blutreinigend und unterstützt die Ausscheidung sowie die Funktion der Prostata.
- Menschen mit Rheuma oder Arthritis profitieren von der Brennnessel. Der Extrakt der Pflanze lindert Schmerzen in den Gelenken.
- Brennnessel kann frisch Salaten oder Smoothies beigefügt werden, aber auch als Tee getrunken werden.
- Für die Zubereitung als Tee geben Sie einen Teelöffel getrocknetes Kraut oder zwei Teelöffel frische Brennnesselblätter in eine Tasse heißes Wasser. Etwa zehn Minuten ziehen lassen.
Arnika: Arnika wächst in den Bergen und ist eine recht seltene Heilpflanze. Sie wird meist als Tinktur verwendet und hat antientzündliche Wirkungen.
Arnika ist eine geschützte Art. Aus diesem Grund darf diese Heilpflanze niemals gesammelt werden. In Apotheken ist sie bereits als fertige Tinktur und Creme erhältlich. Sie kann bei Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen angewendet werden.
Zimt: Zimt ist als Gewürz sehr wertvoll. Es ist bekannt, dass er auch eine antientzündliche Wirkung hat. Um von Zimt zu profitieren, können Sie morgens eine Zimtstange in Ihren Tee geben. Er eignet sich zudem ideal, um Speisen zu aromatisieren. Er ist wirksam bei Bronchitis und Grippe. Dieses Gewürz enthält ätherische Öle. Deshalb hat es schleimlösende und schmerzlindernde Wirkungen. Zusätzlich regen die enthaltenen Stoffe Zimtaldehyd und Eugenol die Durchblutung an und wirken antiseptisch.
Schöllkraut: Schöllkraut kann zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt werden. Diese Heilpflanze hat vor allem bei äußerlicher Anwendung eine antientzündliche Wirkung.
Es ist jedoch erwiesen, dass Schöllkraut bei übermäßigem Verzehr die Leber schädigen und Krebs begünstigen kann. Nur die äußerliche Anwendung ist unbedenklich.
Salbei: Echter Salbei (Salvia officinalis) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen. „Salvia“ leitet sich vom lateinischen Wort „salvare“ ab, was „heilen“ bedeutet. Er ist wirksam bei der Linderung von Halsschmerzen, da er antibakteriell, antiviral und antientzündlich wirkt.
- Salbei hat sowohl antientzündliche als auch antiseptische Wirkungen. Er tötet Bakterien und Viren ab und wirkt beruhigend.
- Er unterstützt die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper.
- Er hilft bei Verdauungsproblemen und Schmerzen.
- Er enthält zahlreiche Stoffe wie Quercetin und Rutin, die eine starke antioxidative Wirkung haben.
Salbei kann als Tee, Extrakt oder Tinktur verwendet werden. Er lässt sich im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank leicht anbauen und pflegen.
Rezept für Salbeitinktur: Sie können auch selbst eine Tinktur aus frischen oder getrockneten Blättern herstellen, indem Sie die Blätter in kleine Stücke zerteilen, in ein Glas geben und mit aus der Apotheke bezogenem Alkohol übergießen. Lassen Sie die Tinktur einige Wochen ziehen und schütteln Sie das Glas einmal täglich. Nach 2 Wochen Ziehzeit kann die Flüssigkeit gefiltert und in eine lichtgeschützte Flasche gefüllt werden. Nehmen Sie dreimal täglich einen Teelöffel der Tinktur pur oder mit Wasser verdünnt ein.
Kamille: Eines der bekanntesten Kräuter mit nachgewiesener Wirkung gegen Entzündungen
Diese Heilpflanze wird meist als Tee verwendet. Sie hat beruhigende und entzündungshemmende Wirkungen.
Es gibt viele Pflanzen, die entzündungsbedingte Schmerzen lindern können. Kamille ist die bekannteste unter ihnen.
Dennoch gilt hier, wie bei allen natürlichen Heilmitteln, dieselbe Regel: Bessern sich die Symptome nicht, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
- Kamille gehört zu den wirksamsten Heilkräutern. Diese Pflanze hat positive Auswirkungen auf das Verdauungs- und Nervensystem.
- Sie entspannt die Nerven und hilft bei Schlaflosigkeit.
- Sie ist eine hervorragende Lösung gegen dunkle Ringe unter den Augen. Zu diesem Zweck wird sie ausschließlich auf die Augen aufgelegt.
Ingwer: Ingwer hat eine antientzündliche Wirkung. In Asien wird er seit sehr langer Zeit als Hausmittel verwendet.
Die Ingwerwurzel enthält reichlich Vitamin C, Eisen, Magnesium, Kalzium und Kalium. Zudem enthält sie ätherische Öle und scharfe Substanzen (Gingerole), die insbesondere die Durchblutung verbessern und dadurch entzündliche Botenstoffe schneller zutage treten lassen können.
Ingwer wird von vielen Menschen wegen seiner antiviralen Wirkung geschätzt und als natürliches Mittel bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. In China wird die Ingwerwurzel seit 2000 Jahren zu Heilzwecken verwendet, und es gibt zahlreiche Studien zu ihrer Anwendung.
Außerdem verbessert Ingwer die Verdauung und regt den Stoffwechsel an.
Die Ingwerwurzel ist leicht erhältlich, günstig und kann pur gegessen, einem Saft beigefügt oder als Tee aufgebrüht werden.
Rezept für einen Ingwer-Shot: Er lässt sich einfach zubereiten, indem Sie eine frische Ingwerwurzel schälen, klein schneiden und zusammen mit Zitronensaft und Honig in einen Mixer geben. Sie können den Saft abseihen oder ihn mit den verbliebenen Ingwerfasern trinken. Die Mischung kann im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden.
Schafgarbe: Schafgarbe kann bei gastrointestinalen Beschwerden helfen. Diese Heilpflanze wird hauptsächlich als Tee verwendet.
Diese Pflanze aus der Familie der Korbblütler hat antibakterielle und blutstillende Eigenschaften.
Sie ist wirksam bei der Schmerzlinderung.
Sie ist wirksam bei Entzündungen der Verdauungsorgane, bei Blähungen und Krämpfen.
Sie eignet sich bei Hämorrhoiden auch für ein Sitzbad. Bei dieser Anwendung sind ihre krampflösende und antientzündliche Wirkung am ausgeprägtesten.
Um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten frische Teeblätter verwendet werden.
Kurkuma: Kurkuma hat einen ausgeprägten Geschmack. Es besitzt eine starke antientzündliche Eigenschaft.
Ein Vorteil ist, dass es sich leicht in die tägliche Ernährung integrieren lässt. Dieses Gewürz kann Suppen, Gemüse oder Rührei bei jeder Mahlzeit hinzugefügt werden und ist rundum gesund.
Thymian: Thymian wird sowohl in der Küche als auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Denn Thymian bekämpft nicht nur Entzündungen, sondern stärkt auch das Immunsystem und unterstützt die Verdauung. Zudem verbessert er die Stimmung und hilft bei Atemwegsbeschwerden.
Thymian gilt allgemein als schleimlösende Pflanze, die vor allem in der kalten Jahreszeit verwendet wird.
- Thymian wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell und regt das Gedächtnis an.
- Er beruhigt das Verdauungssystem.
- Er schützt vor Krebs und Herzerkrankungen.
Für weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen können Sie mein Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“ nutzen.
Hüseyin Nazlıkul