İçeriğe geç
ODA TV Artikel

Der richtige Ansatz bei Darmerkrankungen

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 08.01.2023 2 min read
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen denkt man an zwei Autoimmunerkrankungen des Darms; Morbus Crohn und...

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen denkt man an zwei Autoimmunerkrankungen des Darms; Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Beide Erkrankungen entstehen im Wesentlichen durch eine chronische und sehr starke Entzündung des Magen-Darm-Trakts.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen betreffen vor allem junge Menschen in einer empfindlichen Lebensphase und begleiten sie in der Regel ihr Leben lang. Obwohl es heute zahlreiche medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten gibt, führen die Erkrankungen im Alltag nach wie vor zu erheblichen Einschränkungen. Im Fokus steht dabei die richtige Ernährung, um Mangelsymptome zu verhindern, Symptome zu lindern und Komplikationen vorzubeugen.

Beiden Krankheitsbildern ist gemeinsam, dass sich das Darmgewebe entzündet und dies zum sogenannten Leaky-Gut-Syndrom (durchlässiger Darm) führt. Erreger, Toxine und Allergene gelangen aus einem geschädigten Darm in den Blutkreislauf. Die Folge ist eine systemische Entzündung. Zusätzlich muss die Leber mehr Arbeit leisten, um überschüssige Giftstoffe und Fremdkörper im Blut zu filtern und abzubauen. Langfristig steigt dadurch auch das Risiko für Lebererkrankungen wie Hepatitis und nicht-alkoholische Fettleber.

Spezifische Anzeichen der Colitis ulcerosa:

  • Blutiger Durchfall mit Schleim und Eiter
  • Chronische Müdigkeit
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Wiederkehrendes Auftreten der Krankheitssymptome in Schüben
  • Bauchschmerzen, insbesondere nach den Mahlzeiten
  • Bauchkrämpfe im linken Unterbauch
  • Vermehrte Darmbewegungen
  • Ständiger Stuhldrang und das Gefühl unvollständiger Entleerung

Spezifische Anzeichen von Morbus Crohn:

  • Wässriger, teils schleimhaltiger Durchfall, der mehrere Wochen andauern kann
  • Regelmäßig Blut im Stuhl
  • Fieber
  • Erhöhte Leberwerte
  • Erhöhter Proteinspiegel im Blut
  • Schmerzen und Krämpfe im rechten Unterbauch
  • Blähungen
  • Analfistel

RISIKOFAKTOREN

Verschiedene Lebensstilfaktoren können sich auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen auswirken. Beispielsweise beeinflussen körperliche Aktivität, Rauchen, Stress, Schlaf, Medikamente oder hygienische Bedingungen das Risiko, die Erkrankung zu entwickeln. Auch eine Appendektomie (chirurgische Entfernung des Blinddarms) und die Darmflora können bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eine Rolle spielen.
Viele Lebensmittel (gesättigte Fette, raffinierter Zucker, Fertigprodukte...) verstärken die Symptome der Betroffenen. Bei vielen Betroffenen löst die Nahrungsaufnahme vermehrte Bauchbeschwerden aus, weshalb die Lebensmittelauswahl eingeschränkt werden muss und verschiedene alternative Behandlungsformen zum Einsatz kommen müssen.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.

Hüseyin Nazlıkul Odatv.com