Verwechseln Sie dies nicht mit einer Nahrungsmittelallergie
Die Nahrungsmittelintoleranz darf nicht mit einer Nahrungsmittelallergie verwechselt werden. Eine Nahrungsmittelallergie tritt bei wenigen Menschen auf und kann innerhalb kurzer Zeit zu Folgen bis hin zum tödlichen Ausgang führen. Personen, die beispielsweise eine Nahrungsmittelallergie gegen Haselnüsse oder Meeresfrüchte haben, können in weniger als einer Stunde in einen anaphylaktischen Schock geraten und sogar nicht mehr atmen können.
Bei der Nahrungsmittelintoleranz hingegen zeigen sich die negativen Auswirkungen der von uns verzehrten Nahrungsmittel erst nach einer Zeitspanne von 3 Minuten bis 72 Stunden. Da ein normal essender Mensch in dieser Zeitspanne viele verschiedene Nahrungsmittel zu sich nimmt, ist es sehr schwierig festzustellen, welches Nahrungsmittel für das Problem verantwortlich ist, selbst wenn man weiß, dass es an der Ernährung liegt.
Wenn jemand beispielsweise morgens Schokolade gegessen und danach bis zum Abend zwei weitere Mahlzeiten eingenommen hat, kann er ein am Abend vor dem Schlafengehen auftretendes Darmproblem nicht mit der in der morgens gegessenen Schokolade enthaltenen Milch in Verbindung bringen. Wenn Sie eine Nahrungsmittelintoleranz haben, bedeutet dies, dass Ihr Körper auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile mit einer nachteiligen Reaktion reagiert. Dieser Zustand steht nicht im Zusammenhang mit dem Immunsystem. In dieser Hinsicht unterscheidet er sich stark von der Nahrungsmittelallergie.
IN WELCHEM ALTER TRETEN DIE SYMPTOME AUF
Nahrungsmittelintoleranz und -allergie können in jedem Alter auftreten. Wird eine Nahrungsmittelintoleranz nicht frühzeitig diagnostiziert, kann sie zu späteren Zeitpunkten schwerwiegende Probleme verursachen. So kann eine Laktoseintoleranz beispielsweise bei Kindern zu Kolitis führen, während sie im Erwachsenenalter Morbus Crohn auslösen kann.
Die Nahrungsmittelintoleranz ist eine häufigere Erkrankung, als vermutet wird.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leidet die Hälfte der Weltbevölkerung an einer Nahrungsmittelintoleranz. 1 Milliarde Menschen haben eine diagnostizierte Nahrungsmittelintoleranz, und die WHO prognostiziert, dass diese Zahl bis 2015 auf 2,5 Milliarden ansteigen wird. (WHO, Juni 2006)
Eine Nahrungsmittelintoleranz kann zu vielen Erkrankungen führen, wie Übergewicht, Schwierigkeiten beim Abnehmen, Migräne, Akne, Ödeme unbekannter Ursache, Blähungen, aufgeblähtem Bauch, chronischer Müdigkeit, Verstopfung, Hautproblemen (z. B. Pickel, juckende Neurodermitis, chronisches Ekzem usw.), rheumatischen Erkrankungen, Asthma, Durchfall, Magenkrämpfen, Depression, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, chronischer Pharyngitis, ständiger Erkältungsneigung, Mundgeschwüren, epigastrischen Schmerzen, Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom, häufigen grippalen Infekten, chronischem Schnupfen, ASS (Autismus-Spektrum-Störung), Schuppenflechte, Neurodermitis, Nesselsucht...
Wissenschaftliche Untersuchungen im 21. Jahrhundert haben gezeigt, dass vielen früher unerklärlichen und unbehandelbaren Erkrankungen eine infolge einer gestörten Darmflora entstandene Nahrungsmittelintoleranz zugrunde liegt.
Eine 2008 in Deutschland durchgeführte Studie legt den Zusammenhang zwischen den von uns verzehrten Nahrungsmitteln und chronischen Beschwerden deutlich offen. Die neuen Erkenntnisse haben für die 50 % der Bevölkerung, die an diagnostizierten Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Rheuma oder Schuppenflechte leiden, neue Hoffnung geschaffen.
DIE ERGEBNISSE WAREN SEHR ÜBERRASCHEND
Heilungsraten: Zunächst wurde bei den Teilnehmern der Zustand der Darmflora und die Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersucht. Dies geschah auf zwei Arten: durch eine Stuhlanalyse und durch die Bestimmung von IgG und IgE im Blut. Während bei 4000 Personen diese Tests durchgeführt wurden, wurden bei 3800 Personen die Nahrungsmittelunverträglichkeit und die Darmflora mit der Elektroakupunktur-Methode (Vegatest) untersucht. Zudem wurden bei 3500 Personen die gleichen Untersuchungen mittels ProQuant- und AK-Tests durchgeführt. Es zeigte sich, dass diese Ergebnisse eine ähnliche Übereinstimmung aufwiesen. Anschließend wurde bei den Patienten über einen Zeitraum von 2 Monaten dafür gesorgt, dass sie die problematischen Nahrungsmittel meiden, während gleichzeitig die Darmflora reguliert und Enzympräparate verabreicht wurden. Bei einer Gruppe von 1800 Personen wurde ausschließlich für 3 Monate der Verzicht auf die problematischen Nahrungsmittel sichergestellt. Die Ergebnisse waren sehr überraschend. Bei denjenigen, deren Darmflora reguliert wurde, waren die therapeutischen Ergebnisse signifikant.
Die Heilungsraten bei einigen der betroffenen Erkrankungen sahen wie folgt aus:
Blähungsbeschwerden (96 %)
Magenbeschwerden (90 %)
Allgemeine Schmerzen (82 %)
Kolitis (81 %)
Chronische Müdigkeit (79 %)
Nesselsucht, Juckreiz (82 %)
Rheuma (67 %)
Diese Statistiken haben deutlich die Tatsache offengelegt, dass ein Nahrungsmittel, das wir konsumieren und für harmlos halten, uns über Jahre hinweg erhebliche Beschwerden bereitet haben kann.