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Wenn Sie unter Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen oder Husten leiden... Lebensmittel, die zur…

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 20.12.2020 5 min read

Eine Erkältung verursacht Beschwerden wie Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen und Husten. Die meisten Menschen greifen zur Linderung dieser Symptome in der Regel zu Medikamenten aus der Apotheke.

Bei einer Erkältung kann ein Spaziergang an der frischen Luft hilfreich sein, jedoch wird im ersten Stadium der Erkrankung Ruhe empfohlen.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf eine Erkältung?

Hat die Ernährung positive Auswirkungen auf das Immunsystem?

Die Unterstützung des körpereigenen Immunsystems ist ein komplexer Prozess, der aus spezialisierten Zellen, Botenstoffen und Proteinen besteht. Damit unser Immunsystem gesund und einwandfrei funktioniert, müssen wir auch ausreichend lebenswichtige Nährstoffe zu uns nehmen.

Welche Bestandteile und Lebensmittel sind bei einer Erkältung wichtig?

Wenn Sie erkältet sind, sollten Sie darauf achten, ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich zu nehmen. Diese Nährstoffe können Sie reichlich durch den Verzehr von saisonalem Gemüse, Obst und Vollkornprodukten decken.

Vitamin C ist ein wichtiger Radikalfänger und ein starkes Antioxidans

Über die Wirkungen von Vitamin C ist vieles bekannt. Unser Körper kann Vitamin C leider nicht selbst produzieren, daher muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans, das freie Radikale abfängt und unschädlich macht. Da sich während einer Erkältung freie Radikale vermehren, sollte ausreichend Vitamin C aufgenommen werden. Wir sollten Vitamin C nicht nur während der Erkältungszeit, sondern auch in normalen Zeiten zu uns nehmen. Vitamin C ist reichlich in Lebensmitteln wie Hagebutten, Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Kiwi, Paprika, Petersilie, Dill und Brokkoli enthalten. Der ausreichende Verzehr dieser lebenswichtigen Lebensmittel kann helfen, einer Erkältung vorzubeugen.

VIEL FLÜSSIGKEIT, WENIG ESSEN!

Das menschliche Nervensystem reagiert bei fieberhaften Erkrankungen und Erkältungen grundsätzlich mit vermindertem Appetit und gesteigertem Durst. Diese Wahrnehmungsstrategie ist sehr sinnvoll. Denn der Körper muss seine gesamte Kraft für den Kampf gegen Viren oder Bakterien einsetzen. In solchen Situationen würde die Verdauung schwerer Mahlzeiten dazu führen, dass ein Großteil der Energie verbraucht wird. Der Wasserbedarf steigt bei Infektionskrankheiten in der Regel an; wird der Wasserbedarf der Immunzellen gedeckt, werden diese Zellen beweglicher und aggressiver.

KÜRBIS

Heutzutage ist Kürbis das erste bevorzugte Lebensmittel bei Erkältungen. Er enthält Carotinoide, die Vorstufen des für die Schleimhäute wichtigen Vitamin A, in einer überdurchschnittlichen Menge von etwa 2 Milligramm. Auch der Gehalt an Vitamin C, Folsäure, Pyridoxin, Vitamin E, Magnesium und Zink (insbesondere in den Kernen enthalten) ist bedeutend. Ein weiterer Vorteil dieser großen, runden Frucht ist, dass sie so wohlschmeckend ist, dass sie sogar von Kindern mit vermindertem Appetit gerne gegessen wird.

Da der Fett- und Proteingehalt von Kürbis niedrig ist, belastet er das Verdauungssystem der Patienten nicht; er besteht andererseits zu 91,3 % aus Wasser, was wiederum den erhöhten Wasserbedarf des Patienten deckt.

Wenn Kürbis mit Apfel und Gurke zu einem süß-sauren Salat verarbeitet wird, erhält er einen fruchtigen Geschmack. Wird er hingegen mit Zucchini und Melisse gemischt, tritt der Gemüsegeschmack in den Vordergrund.

KNOBLAUCH

Er enthält zahlreiche Vitamine zur Stärkung des Immunsystems. Das darin enthaltene Allicin ist keimtötend. Da dieser Wirkstoff außerdem über die Atmung ausgeschieden wird, kommt es zu einer deutlichen Verringerung von Krämpfen in den Bronchien.

Die Wirkung geruchloser Knoblauchtabletten ist umstritten, da die heilenden Effekte auf die Ausatmung des Allicins abzielen. Der tägliche Verzehr von mindestens einer Zehe, bei Erkältung von zwei bis drei Zehen Knoblauch, ist von Nutzen. Der typische Geruch ist unvermeidlich, verringert sich jedoch bei regelmäßigem Verzehr mit der Zeit etwas.

KRESSE

Garten- und Klosterkresse enthalten große Mengen des antibiotisch wirkenden Benzylisothiocyanats sowie sehr viel Vitamin C, Carotinoide, Kalium und Magnesium.

-Vitamin A erhöht die Widerstandsfähigkeit der Schleimhäute im Bereich von Nase, Kehlkopf und Bronchien. Ideale Vitamin-A-Quellen sind carotinoidhaltiger Kürbis, Mango, Kresse und Karotten.

-Magnesium unterstützt die Bildung von antikörperbildenden Zellen. Durch reichlichen Verzehr von Wasser und rohem Gemüse ist die Magnesiumzufuhr gewährleistet.

-Zink ist an der Antikörperproduktion beteiligt und erhöht, was noch wichtiger ist, die Widerstandsfähigkeit der für das Immunsystem sehr bedeutenden T-Lymphozyten. Dieses Mineral kommt besonders in Mandeln, Erdnüssen, Kürbiskernen und grünem Blattgemüse vor.

Bei Erkältung: Ingwer – Die virustötenden Stoffe im Ingwertee beugen der Infektion vor, senken Schmerzen und Fieber und dämpfen den Husten. Durch seine beruhigende Wirkung ermöglicht er Ihnen Ruhe. Um Ingwertee zuzubereiten, schneiden Sie eine 2,5 cm lange frische Ingwerwurzel in Scheiben. Geben Sie sie in ein Gefäß ohne Aluminium und fügen Sie zwei Gläser Wasser hinzu. Verschließen Sie das Gefäß fest und lassen Sie es 20 Minuten kochen. Geben Sie den Saft einer halben Zitrone hinzu und süßen Sie mit Honig.

HONIG

Wenn sich der darin enthaltene Zucker mit dem Speichel verbindet, werden antibiotische Stoffe gebildet. Zudem ist sein Energiegehalt hoch (etwa 300 kcal pro 100 Gramm), und für dessen Freisetzung muss das Verdauungssystem nicht stark beansprucht werden. Das macht Honig zu einem idealen Lebensmittel gerade in der Erkältungszeit, in der der Appetit vermindert ist.

Honig – eine wiederentdeckte Wunderwaffe!

Bereits die alten Buddhisten kannten den Wert der keimtötenden Eigenschaften von Honig. Er wurde bei allen möglichen Krankheiten, bei starken Blutungen und Verletzungen eingesetzt.

PHENOLSÄUREN

Diese Stoffe gehören zu den Polyphenolen. Auch die Ferulasäure aus Kaffee und Karotten gehört dazu. Polyphenole wirken nicht nur antibiotisch, sondern haben auch heilende Wirkungen gegen Krebs.

INGWER WÄRMT IHREN KÖRPER VON INNEN

Ingwer besitzt eine antimikrobielle Wirkung und regt die Durchblutung der Schleimhäute an. Aus diesem Grund reinigt er die verstopfte Nase. Gleichzeitig wirkt er sich positiv auf die Blutzirkulation aus.

Zudem wissen wir, dass die in Fisch und Rapsöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren ebenfalls entzündungshemmend wirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein starkes Immunsystem verringert Ihr Erkrankungsrisiko. Hierfür ist es notwendig, körperliche Aktivität zu steigern, auf saisonalen Lebensmittelkonsum zu achten, den Verzehr tierischer Lebensmittel zu reduzieren, das Rauchen und den Alkoholkonsum aufzugeben oder zu verringern, durch abwechselnde Warm-Kalt-Bäder die Toleranz des Körpers bei saisonalen Übergängen zu erhöhen, durch Schwitzen in Sauna oder Hamam die Ausleitung von Toxinen aus dem Körper zu fördern, qualitativ hochwertigen Schlaf zu pflegen, auf die Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora zu achten und bei Schmerzen und Brennen im Mund- und Rachenraum mit Himalaya-Salz oder Steinsalz zu gurgeln. Durch periodische probiotische Nahrungsergänzung, die zur Bildung der Darmflora beiträgt, ist es möglich, die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers gegenüber den Viren, denen Sie begegnen, zu erhöhen.

Um mehr über dieses und ähnliche Themen zu erfahren, können Sie meine Bücher „Neden Yanlış Yaşıyoruz“ (Warum wir falsch leben) und „Nöralterapi – Başka Bir Tedavi Mümkün“ (Neuraltherapie – eine andere Behandlung ist möglich) nutzen.

Hüseyin Nazlıkul

Odatv.com