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Die Krankheit unserer Zeit... Die pflanzliche Lösung: Aromatherapeutika

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 29.10.2023 2 min read
Ätherische Öle (Aromatherapeutika), die aus aromatischen Pflanzen gewonnen werden und eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem zeigen, werden einzeln oder in Kombination in der Aromatherapie eingesetzt, einem unterstützenden und komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren.

In der Aromatherapie werden bei Massage-, Inhalations-, Kompressen- und Badeanwendungen zur Erleichterung des Einschlafens sowie zur Entspannung des Körpers von Stress und Anspannung am häufigsten die ätherischen Öle von Lavendel, Rose und Zitronengras sowie deren Kombinationen verwendet.

Da ätherische Öle bei Zimmertemperatur leicht verdunsten können, gelangen sie in die Raumluft und werden mit der Atmung aufgenommen. Die wirksamen Inhaltsstoffe der genannten ätherischen Öle (Citral, Linalool, Geraniol usw.) werden beim Durchgang durch die Nasenschleimhaut von den Nervenenden des Riechkolbens wahrgenommen und erreichen das Gehirn, wo eine beruhigende Wirkung eintritt.

Bei Kindern können die genannten ätherischen Öle auch bei Unruhe, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Depression und ähnlichen Beschwerden, die aus Angst, Furcht oder Unsicherheit entstehen, hilfreich sein. Aus nicht flusenden und flauschfreien Textilmaterialien können Säckchen in verschiedenen Formen genäht und mit Lavendelblüten oder Melissenblättern gefüllt werden, um daraus von Kindern gern genutzte Spielzeuge herzustellen.

Um das Einschlafen zu erleichtern, können in Phasen nervlicher Anspannung und Stress entspannende, beruhigende Bäder genommen werden. Ein Aufenthalt von 20 Minuten in einer Badewanne mit lauwarmem Wasser, dem ätherische Öle von Lavendel, Melisse, Rose, Jasmin, Orangenblüte, Patchouli usw. oder deren Mischungen zugesetzt wurden, kann sehr hilfreich sein.

Pflanzliche Arzneimittel sind in Apotheken erhältliche Tabletten, Kapseln, Sirupe usw., die aus standardisierten Extrakten der geeigneten Pflanzenteile von Valeriana officinalis (Baldrianwurzel), Humulus lupulus (Hopfen), Passiflora incarnata (Passionsblume) und Hypericum perforatum (Johanniskraut) hergestellt werden. Pflanzliche Arzneimittel sollten vorzugsweise aus biologisch und nach guter landwirtschaftlicher Praxis angebauten Arzneipflanzen stammen, aus standardisierten, nach guter Laborpraxis hergestellten Extrakten bestehen und nach guter Herstellungspraxis (GMP) produziert werden.

Pflanzliche Arzneimittel sollten aus der Apotheke bezogen und unter ärztlicher und pharmazeutischer Kontrolle eingenommen werden. Es sollte nicht vergessen werden, dass die von Pflanzen produzierten Phytochemikalien mit den vom Patienten eingenommenen Medikamenten wechselwirken können und dass pflanzliche Arzneimittel, die ohne ärztliche und pharmazeutische Kontrolle etwa über das Internet bezogen werden, in dem Bestreben, ein Mittel gegen Schlaflosigkeit zu finden, andere gesundheitliche Probleme verursachen können.

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