Eine natürliche Hashimoto-Behandlung ist möglich
Eigentlich möchte ich bei Hashimoto nichts strikt verbieten. Ich möchte Bewusstsein schaffen und zeigen, wie eine natürliche Hashimoto-Behandlung möglich sein kann. Gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Komplementärmedizin und Neuraltherapie haben bei Hashimoto bedeutende Wirkungen.
NATÜRLICHE LEBENSMITTEL: Suchen Sie sich saisonales, selbst gekochtes, schadstofffreies und natürliches Obst und Gemüse. Der Verzehr natürlicher Lebensmittel ist für die Hashimoto-Diät unerlässlich.
CHIASAMEN: Sie sind reich an Antioxidantien und Eisen und daher gesund für einen Entzündungszustand wie Hashimoto. Sie sind eine gute Kalziumquelle für Menschen mit Calcitoninmangel. Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren, die für Patienten mit Störungen des Nervensystems nützlich sind.
CHLORELLA: Chlorella, eine Süßwasseralge, ist sehr reich an Chlorophyll und wird auch als Mineralstoffquelle genutzt. Sie entgiftet zudem den Darm. Sie ist eine Algenart, die bei Hashimoto-Patienten verwendet werden kann. Frisch riecht Chlorella nach Heu und wird auch in Form dunkelgrüner, gepresster Tabletten eingenommen.
RAUPENPILZ (CORDYCEPS): Dieser chinesische Heilpilz ist ein traditionelles Mittel, besonders bei Nebenniereninsuffizienz und Hypothyreose. Man geht davon aus, dass er das Immunsystem reguliert und antidepressiv wirkt. Er hat positive Effekte im Verlauf einer schweren Hashimoto-Thyreoiditis.
FERTIGGERICHTE: Dies sind Lebensmittel, die Sie meiden sollten. Denn sie enthalten viele Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Schadstoffe, Antibiotika, Schwermetalle und mehr. Sie sind meist auch aufgrund künstlicher Jodierung ungesund. Sie sind arm an Vitaminen und Spurenelementen. Fertiggerichte sollten in der Hashimoto-Diät keinen Platz haben.
GRÜNE SMOOTHIES: Mit grünen Smoothies können wir reichlich Ballaststoffe und Nährstoffe aus verschiedenen Gemüsesorten aufnehmen. Chlorophyll ist der Farbstoff, der die grüne Farbe erzeugt und unserem Blutfarbstoff ähnelt. Er gilt als Allheilmittel und kann auch in reiner Form eingenommen werden. Auch Weizengras, das reich an Chlorophyll ist und zudem viele Mineralstoffe enthält, kann in Smoothies verwendet werden.
GLUTEN: Zwar hat nicht jeder Hashimoto-Patient eine Glutensensitivität, doch bei Menschen, die eine glutenfreie Diät einhalten, zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Hashimoto-Antikörper. Ich empfehle diesen Personen, glutenhaltige Lebensmittel zu meiden.
HISTAMIN: Bei vielen von Hypothyreose betroffenen Menschen entwickelt sich eine Histaminintoleranz, sodass sie Erdbeeren, Tomaten, Geräuchertes, Nüsse, Käse und Rotwein nicht vertragen. Sie zeigen Symptome wie Kopfschmerzen, Durchfall, Schnupfen, Übelkeit und Hautausschlag. Meiden Sie diese Lebensmittel, bis sich Hashimoto wieder beruhigt hat.
KOHLGEMÜSE: Wenn Sie unter einer Unterfunktion leiden, sollten Sie Kohl meiden, da er natürliche Schilddrüsenblocker enthält. Dazu zählen Weißkohl, Grünkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli und Steckrübe. Auch Zwiebeln und Knoblauch verlangsamen die Schilddrüsenfunktion.
KURKUMA: Ein altes ayurvedisches Heilmittel, das das entzündungshemmend wirkende Curcumin enthält. Sie können morgens eine Prise Kurkuma in Wasser aufgelöst trinken, sie beim Kochen hinzufügen oder Kurkuma-Kapseln einnehmen.
MEERESFRÜCHTE: Sie sind reich an Jod und werden für jodempfindliche Hashimoto-Patienten nicht empfohlen. In der Regel sollte Jod bei ausgeprägten Entzündungsprozessen gemieden werden.
OBST: Ist für die Hashimoto-Diät geeignet. Aufgrund des hohen Fruktosegehalts können manche Hashimoto-Patienten beim Verzehr von Obst jedoch durch die häufige Insulinausschüttung eine Belastung der Nebennierenrinde erfahren.
SCHWEFEL: Organischer Schwefel, enthalten in Leinsämenl, Hirse oder Ziegenmilch, wirkt stoffwechselanregend. Man kann täglich 2 Esslöffel Leinsamenöl mit 5 Tropfen Schwefeltropfen einnehmen.
SELEN: Bei aktiver Entzündung der Schilddrüse fungiert Selen als Radikalfänger. Selen ist wichtig für Personen, die bei geschwächter Schilddrüse L-Thyroxin einnehmen. Die Dosisanpassung sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
SOJA: Sojabohnen finden sich nicht nur in klassischen Sojaprodukten wie Tofu, Sojamilch oder -joghurt, sondern auch in Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren sowie vielen Fertiggerichten. Der hohe Isoflavongehalt unterdrückt die Aktivität der Schilddrüse. Daher wird Hashimoto-Patienten von Soja abgeraten.
TAURIN: Dieses Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin, bekannt als Bestandteil von Energiegetränken, ist ein starkes Antioxidans und lindert Entzündungen. Es hat stimmungsaufhellende Eigenschaften und unterstützt die Funktion der Nebennierenrinde. Es hilft, die Funktionsstörung bei vielen Hashimoto-Patienten zu korrigieren.
WASSER: Sauberes, in Glasflaschen aufbewahrtes Quellwasser ist eine Quelle des Lebens. Meiden Sie besonders Plastikflaschen aus PET (Polyethylenterephthalat), da diese toxisches Acetaldehyd freisetzen, welches zur Zunahme proentzündlicher Sauerstoffradikale führt. Zudem enthalten Plastikflaschen Substanzen, die wie Estradiol wirken, wodurch bei Hashimoto-Patienten die Östrogendominanz zunimmt und das Jodgleichgewicht gestört wird.
ZITRONENSAFT: Geben Sie morgens Zitrone in ein Glas warmes Wasser. Zitronensaft reinigt den Körper zusammen mit Apfelessig und unterstützt die Verdauung.
Ebenso wichtig wie eine gesunde Hashimoto-Diät und zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel ist auch die Neuraltherapie, die bei der Regeneration der Schilddrüse wirksam ist.
Bei Hashimoto wird nicht empfohlen, sofort mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu beginnen. Ideal ist es, ein Nährstoffscreening (Test auf Nährstoffmangel) durchzuführen. Der beste Ansatz ist die Konsultation eines Arztes mit Erfahrung in Ernährungstherapie und Neuraltherapie bei Hashimoto.
Bei Hashimoto ist die Wirksamkeit von Selen, Jod, den Vitaminen B, C, D, sowie Vitamin E, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Zink erwiesen. Die meisten dieser Nährstoffe können durch eine gesunde Ernährung gedeckt werden.
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