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Behandlung der Gastritis und die richtige Ernährungsweise

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 20.10.2019 2 min read

Die Behandlung der Gastritis beruht auf einer Einschränkung der von der Magenschleimhaut abgesonderten Säure. Alles, was die Säuresekretion stimuliert, sollte möglichst vermieden werden. Wahrgenommener Stress lässt sich vielleicht durch eine Umstellung der täglichen Planung verringern. Das Erlernen von Entspannungstechniken kann nützlich sein. Wenn Sie Yoga- und Meditationstechniken beherrschen, können Sie durch Entspannungsübungen sowohl geistig als auch körperlich widerstandsfähiger werden.

AKUTE GASTRITIS

Es handelt sich um eine durch Bakterien, Viren, reizende chemische Stoffe oder verdorbene Speisen verursachte Entzündung der Magenwand. Liegt eine akute Entzündung mit starken Beschwerden vor, ist es erforderlich, 1-3 Tage lang (bis die Symptome abklingen) klare flüssige Nahrung zu sich zu nehmen. In den 8-12 täglichen Mahlzeiten sollte Folgendes enthalten sein.

KLARE FLÜSSIGE NAHRUNG

Fettarme klare Gemüse- oder Fleischbrühe, klare Suppen,

Gefilterter Frucht- oder Gemüsesaft, klarer Fruchtsaft,

Kräutertee, leichter schwarzer Tee,

Gelatinehaltige Nahrungsmittel, Fruchteis,

Zucker, Maltodextrin, wenig Salz und milde Gewürze,

CHRONISCHE GASTRITIS

Dies ist eine Gastritisform, die entweder durch das langfristige Fortbestehen der Ursachen einer akuten Gastritis oder als sogenannte Autoimmunreaktion entsteht, bei der der Körper eine Immunantwort gegen seine eigenen Magenzellen entwickelt. Bei der Entstehung der chronischen Gastritis spielt das Bakterium H. pylori eine sehr wichtige Rolle.

Die Ziele der Ernährungstherapie bestehen zum einen in der Linderung der Beschwerden, zum anderen in der Sicherstellung der Energie- und Nährstoffzufuhr. Sie beruht im Wesentlichen auf einer leichten Vollwerternährung. Vollkorngetreideprodukte werden häufig nicht gut vertragen. Bevorzugen Sie stattdessen feinkörniges Vollkornbrot und gekochte Getreidesorten. Auch grobe Rohkost kann Beschwerden verursachen. In der Regel werden fein geschnittene Blättersalate besser vertragen.

IN DER REGEL GUT VERTRÄGLICH:

Junges, frisches Gemüse

Blattsalate

Leichte Vollkornprodukte wie Getreideflocken oder geschrotetes Getreide in Brei-Form

Ungesüßtes Fertigmüsli

Naturreis, Hirse, Weizen

Feinkrümeliges Vollkornbrot, Vollkornflocken, Zwieback

Feine Vollkornkekse

Teigwaren, Kartoffeln

Eier, Quark, fettarmer Fisch, Geflügel, Kalbfleisch

Möglichst reife und säurearme Früchte, zum Beispiel Melone, Banane, Feige

Honig, geringe Mengen Obst und Fruchtmus, kaltgepresste Öle, nicht gehärtetes Kokos- und Palmöl, Butter, Sahne, Nussmus

Hier möchte ich Ihnen noch ein paar weitere Empfehlungen geben:

- Reichern Sie Ihre Speisen mit etwas Fett, Sahne oder Nussmus an. Kleine Mengen leicht verdaulicher Fette tragen zum Schutz der Magenschleimhaut bei, da sie die Magensäureproduktion und die Muskeltätigkeit des Magens verringern.

- Essen Sie keine sehr süßen, sehr sauren oder scharf gewürzten Speisen.

- Meiden Sie übermäßig scharfe Speisen.

- Reduzieren Sie den Alkohol- und Zigarettenkonsum oder geben Sie ihn ganz auf.

- Trinken Sie häufiger Kamillentee oder Tee aus weißem Kraut (sie beugen einer Entzündung vor).

- Gepresster Kartoffelsaft ist zwar bitter, heilt aber die Magenschleimhaut, weshalb es nützlich ist, ihn hin und wieder in kleinen Mengen zu trinken.

- Wenn Sie säurehemmende Medikamente (Antazida) einnehmen müssen, nehmen Sie am Abend frühzeitig eine kleine Mahlzeit zu sich und essen Sie nach der Medikamenteneinnahme nichts mehr.

Prof. Dr. Hüseyin Nazlıkul

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