Tipps zur Vermeidung von gentechnisch veränderten Produkten
Alles Natürliche ist gesünder. Doch heute leben wir in einer Welt der Raffination. Im Fernsehen und in den sozialen Medien sehen wir häufig Berichte darüber, dass an der Genetik unserer Lebensmittel manipuliert wird.
Es gibt gentechnisch veränderte Lebensmittel. Was ist das eigentlich? Als „Gentechnisch veränderter Organismus (GVO)“ bezeichnet man ein neues Lebewesen, das entsteht, wenn genetische Eigenschaften eines Lebewesens kopiert und auf ein anderes Lebewesen übertragen werden, das diese Eigenschaften ursprünglich nicht besitzt.
Es handelt sich um Eingriffe in die Gene von Gemüse, Obst und Pflanzen mit Zielen wie der Verlängerung der Haltbarkeit, der Steigerung der Erntemenge, der Veränderung des Geschmacks, der Verzögerung der Reifung, der Verstärkung des Aromas oder der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen schädliche Mikroorganismen. Die Diskussionen über diesen im Kern von wirtschaftlichen Interessen getragenen genetischen Eingriff halten weiterhin an.
MAN MUSS DARÜBER NACHDENKEN...
Gentechnisch veränderte Produkte sind nichts Neues: Durch die Übertragung des Insulingens vom Schwein auf ein Bakterium wird Insulin für Diabetespatienten gewonnen; der als künstlicher Süßstoff verwendete Stoff Aspartam wird aus GVOs hergestellt; auch zahlreiche Impfstoffe, allen voran der Hepatitis-B-Impfstoff, werden aus GVOs hergestellt. Dabei handelt es sich jedoch um genetische Eingriffe zu Arzneimittel- und Behandlungszwecken. Man muss sich fragen, wie notwendig die Eingriffe bei Gemüse und Obst tatsächlich sind!
Obwohl es zu diesem Thema noch nicht genug Forschung gibt, hegen Wissenschaftler keinen Zweifel daran, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel gesundheitsschädlich für den Menschen sein können. Da das Gen in die Pflanze eingebracht wird, wird in der gesundheitlichen Kritik häufig darauf hingewiesen, dass auch die Konsumenten dieser Lebensmittel einem Risiko ausgesetzt sind. Das Universum ist wie eine Kette miteinander verbunden, und eine genetische Veränderung am untersten Glied der Kette wirkt sich indirekt auf alle übrigen Ebenen aus.
Leider ist gentechnisch verändertes Saatgut in der Türkei zwar verboten, doch die Einfuhr solcher Produkte wird nicht kontrolliert. Bei Pflanzen aus dem traditionellen Anbau kann man mit dem Saatgut im folgenden Jahr erneut Ertrag erzielen. Bei gentechnisch verändertem Anbau ist dies nicht möglich; die Erzeuger sind gezwungen, jedes Jahr neues Saatgut von den Firmen zu kaufen – das ist die wirtschaftliche Dimension der Debatte. Die Privatisierung der DNA, eines Materials, das der gesamten Menschheit gehört, ist Anlass zu Sorge und Diskussion...
Tipps zur Vermeidung von gentechnisch veränderten Produkten:
-Kaufen Sie Bio-Produkte
-Achten Sie auf die Kennzeichnung „gentechnikfrei“
-Meiden Sie risikobehaftete Inhaltsstoffe (Produkte mit Mais-, Soja-, Raps- und Baumwollbestandteilen)
-Bislang wurden noch keine gentechnisch veränderten Fische, Geflügel- oder Nutztiere zum Verkauf angeboten. Es gibt jedoch viele nicht-biologische Produkte, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Getreideprodukten gefüttert wurden. Bevorzugen Sie zu 100 % grasgefütterte Tiere sowie Wildfisch anstelle von Zuchtfisch.
-Die meisten Süßstoffe sowie mit Süßstoffen hergestellter Zucker und Schokolade enthalten Gentechnik. Bevorzugen Sie gentechnikfreie Süßstoffe, Zucker und Schokolade mit 100 % Zuckerrohr und Bio-Zucker.
-Achten Sie auf Soja-Lecithin in Schokolade und auf Maissirup im Zucker.
Für weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen können Sie mein Buch „Güzel, Mutlu ve Sağlıklı“ (Schön, Glücklich und Gesund) zurate ziehen.