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Essen Sie unbedingt Folgendes, um Ihren täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 04.04.2021 6 min read

10 goldene Lebensregeln gegen den Herzinfarkt (Myokardinfarkt):

1- Achten Sie auf Ihren Blutdruck. Diese Aufmerksamkeit senkt das Infarktrisiko um 40-60 %.

2- Lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel regelmäßig kontrollieren. Das senkt das Infarktrisiko um 25 %.

3- Hören Sie mit dem Rauchen auf.

4- Nehmen Sie Ihren Blutzucker ernst. 70 % der Diabetiker sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

5- Achten Sie auf Ihr Gewicht. Mit dem Idealgewicht sinkt das Infarktrisiko um 50 %.

6- Zwei Glas Wein pro Tag senken das Infarktrisiko ebenfalls um 25-45 %.

7- Zweimal wöchentlich dreißig Minuten Sport senkt das Infarktrisiko um 45 %.

8- Meiden Sie Stress. Stress erhöht den Blutdruck und dadurch entsteht Infarktgefahr.

9- Verwenden Sie beim Kochen Himalaya-Salz und trinken Sie mit Medisend wiederbelebtes Wasser.

10- 100 mg Acetylsalicylsäure täglich senken das Infarktrisiko um 30 %.

NEUESTE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUR ERNÄHRUNG BEIM INFARKT

Die in den letzten Jahren gewonnene Erkenntnis, dass fettreiche Lebensmittel bei der Entstehung sowohl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch von Krebs eine wichtige Rolle spielen, kann den Eindruck erwecken, Fette seien grundsätzlich schädlich für unsere Gesundheit. Das ist jedoch ein Irrtum. Der völlige Verzicht auf Fett in der Ernährung kann ebenso schädlich sein wie ein übermäßiger und unausgewogener Konsum. Fette erfüllen in unserem Körper viele wichtige Funktionen und müssen in einem bestimmten Maß aufgenommen werden, damit wir gesund bleiben. Selbst wenn wir gar kein Fett essen würden, könnte unser Körper die meisten fettbasierten Stoffe aus stärke- und proteinhaltigen Lebensmitteln selbst herstellen. Die als „essentielle Fettsäure“ bezeichnete Linolsäure kann der Körper jedoch nicht selbst synthetisieren, weshalb sie in geringer, aber notwendiger Menge über mehrfach ungesättigte Fette mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Die Ernährungs- und Lebensmittelexpertin Doz. Dr. Huriye Wetherilt warnt: „Das Cholesterin auf unserem Teller beeinflusst das Cholesterin in unserem Blut kaum. Es ist falsch, cholesterinhaltige Lebensmittel aus der Ernährung zu streichen, da wir dadurch unnötigerweise auf nährstoffreiche Lebensmittel verzichten.“

Studien der letzten zwanzig Jahre zeigen folgendes Ergebnis: Das mit der Nahrung aufgenommene Cholesterin, also das Cholesterin auf unserem Teller, beeinflusst das Cholesterin in unserem Blut kaum. Zum Beispiel hat das Ei, ein cholesterinreiches Lebensmittel, ein geringes Potenzial, den Blutcholesterinspiegel zu erhöhen. Joghurt enthält zwar Cholesterin, senkt aber den Blutcholesterinspiegel und wirkt sich positiv auf das LDL/HDL-Verhältnis aus. Ebenso ist Fisch ein Lebensmittel mit hohem Cholesteringehalt, reguliert aber dank seiner Omega-3-Fettsäuren das LDL/HDL-Verhältnis. Schokolade und Kokosnussöl hingegen enthalten kein Cholesterin, doch der Konsum von Lebensmitteln mit diesen Fetten erhöht den Blutcholesterinspiegel. Wer den Blutcholesterinspiegel senken möchte, indem er cholesterinhaltige Lebensmittel aus der Ernährung streicht, irrt sich daher und verzichtet unnötig auf nährstoffreiche Lebensmittel wie Joghurt, Fisch und Ei. Wird über die Nahrung nicht ausreichend Cholesterin aufgenommen, produziert die Leber das fehlende Cholesterin ohnehin selbst. Es ist jedoch eine Tatsache, dass übermäßig und über bedenkliche Lebensmittel aufgenommenes Cholesterin sich negativ auf die Gefäße auswirkt.

SENKEN SIE IHR CHOLESTERIN

Grundsätzlich gibt es heute zwei Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung der Arteriosklerose: Der traditionelle Ansatz zielt zunächst darauf ab, den Fettgehalt des Blutes zu senken; dazu gehört auch, den mit der Nahrung aufgenommenen Fettanteil durch eine fettreduzierende Diät zu verringern:

-Innereien meiden

-Süßigkeiten nur begrenzt verzehren

-Mageres Fleisch essen

-Viel fettarmen Fisch essen

-Viel Gemüse und Obst essen

-Vollkornbrot statt Brot aus raffiniertem Mehl bevorzugen

Das eigentliche Ziel ist es, den Fett- und Cholesteringehalt im Körper so weit zu senken, dass sich keine Bausteine mehr bilden können, die im Blut gefährliche Plaques auslösen.

VITAMINE, AMINOSÄUREN, SPURENELEMENTE

Der zweite Ansatz ist relativ neu und stützt sich auf Forschungen des Linus-Pauling-Instituts in Kalifornien. Demnach besteht das primäre Ziel darin, Schäden an den Blutgefäßen zu verhindern und dadurch die Bildung gefährlicher Plaques im Körper zu unterbinden. Dazu dienen bestimmte Biostoffe, die von kalifornischen Wissenschaftlern unter dem Begriff „Vitamin-Zellkomplex“ zusammengefasst wurden. Es ist bekannt, dass die Stoffe dieses Komplexes die Arterienwände vor Schäden schützen und bestehende Schäden ohne Nebenwirkungen heilen.

- Vitamin C fungiert als der „Zement“ der Blutgefäße, indem es im Körper die Produktion von Kollagen, Elastin und anderen stabilisierenden Molekülen anregt. Zusammen mit Vitamin E, Carotinoiden und Selen schützt es außerdem die Gefäßwände vor dem „Rosten“ durch freie Radikale.

- Die Aminosäuren Lysin und Prolin wirken als natürliche „Teflonstoffe“; sie binden gefährliche Fettstoffe im Blut, erhöhen die Geschmeidigkeit der Gefäße und verhindern so die Plaquebildung. Zudem tragen sie dazu bei, bestehende Ablagerungen von den Arterienwänden abzulösen.

- Das Mineral Magnesium entspannt die glatte Muskulatur der Arterienwände. Dadurch bleiben die Gefäßwände elastisch und Bluthochdruck kann vorgebeugt werden.

AUCH DER FAKTOR ZEIT SPIELT EINE ROLLE

Etwa jeder zweite Europäer leidet an arteriosklerotischen Ablagerungen, und weltweit sterben jährlich zwölf Millionen Menschen an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese Zahlen sollten jedoch keine Panik auslösen. Denn der heutige Mensch lebt viel länger als früher, und der Zeitraum, in dem sich Veränderungen an den Gefäßwänden vollziehen können, ist sehr lang.

MEHR SPORT

Sport (insbesondere Ausdauersport) ist für die Behandlung und Vorbeugung der Arteriosklerose unverzichtbar. Er stärkt die Blutgefäße und senkt Blutdruck und Cholesterinspiegel. Bei Sportlern steigt der Vitamin-C-Bedarf erheblich an.

VERLASSEN SIE SICH NICHT NUR AUF NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

Die Vorstellung, man könne Arteriosklerose allein durch die Einnahme von Biostoffen vorbeugen, ist irreführend. Ein paar Biostoffkonzentrate aus dem Vitamin-Zellkomplex zu schlucken ist natürlich einfacher, als auf appetitanregende, aber fettreiche Lebensmittel zu verzichten. Doch keine Pille der Welt kann die schädlichen Auswirkungen falscher Ernährung ausgleichen.

WENIGER TIERISCHES FETT UND MEHR VITAMIN C

So werden elastische Blutgefäße und ein ungehinderter Blutfluss gewährleistet. Für die Behandlung und Vorbeugung der Arteriosklerose ist es unerlässlich, mehr Gemüse auf den Tisch zu bringen.

EMPFEHLUNGEN ZUR DECKUNG DES TÄGLICHEN VITAMIN-C-BEDARFS

Achten Sie darauf, dass bei jeder Mahlzeit eine Vitamin-C-Bombe auf Ihrem Speiseplan steht!

- Zum Frühstück können Banane, Orange und Kiwi als Zugabe zu Müsli, Haferflocken und anderen Frühstücksflocken beigefügt werden.

- Zum Mittagessen können rohe Gemüse wie Salat, Karotten, Tomaten, rote Paprika, Chinakohl, Rüben, Radieschen, Petersilie, Rotkohl, Kohl und Zwiebeln verzehrt werden. Zu magerem Fleisch können gedämpftes Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl und Paprika als Beilage gereicht werden.

- Zum Abendessen kann rohes Gemüse oder mit verschiedenen Kräutern verziertes Brot mit Frischkäse gegessen werden. Vitamin-C-reiche Gemüse sind: Petersilie, Paprika (insbesondere rote Paprika), Kresse, Dill, Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Frühlingszwiebeln, Sellerieblätter, Zitronenmelisse.

VITAMIN C ALS ARTERIENSCHUTZ

Der kanadische Arzt Dr. G.C. Willis hat vor kurzer Zeit nachgewiesen, dass Vitamin C Arteriosklerose auf natürlichem Weg abbaut. Zu Beginn seiner Studie dokumentierte er die arteriosklerotischen Ablagerungen bei Herzpatienten mittels einer Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel. Anschließend gab er der Hälfte seiner Patienten täglich 1,5 g Vitamin C, der anderen Hälfte nicht. Nach einigen Wochen waren die arteriosklerotischen Ablagerungen bei 30 % der ersten Gruppe deutlich zurückgegangen, während sie in der Kontrollgruppe unverändert blieben oder zunahmen.

WENIGER TIERISCHES FETT UND MEHR BIOSTOFFE

Beide Ansätze zur Arteriosklerose wurden in wissenschaftlichen Kreisen von allen Seiten diskutiert. Dabei spielen jedoch auch kommerzielle Interessen eine Rolle. Während Vertreter der Lipidthese bestrebt sind, höhere Verkaufszahlen für cholesterinsenkende Medikamente zu erzielen, bemühen sich Vertreter der Zellkomplex-These um höhere Verkaufszahlen für Vitaminpräparate. Zudem entlasten sie das Cholesterin als Hauptverantwortlichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was wiederum den Interessen der Agrarindustrie zuwiderläuft, die als Fleisch- und Eierproduzent die Hauptquelle tierischer Fette liefert.

WENIGER TIERISCHES FETT UND MEHR OBST UND GEMÜSE

Beide Ansätze machen für die Ernährung im Ergebnis kaum einen Unterschied, ja sie liegen sogar auf einer Linie. Denn eine Senkung der Blutfette ist nur durch eine überwiegend vegetarische Ernährung möglich, und wer die Zufuhr von Vitamin C, Lysin, Prolin, Magnesium und anderen Biostoffen verbessern möchte, muss ebenfalls zu dieser Ernährungsweise wechseln. Mit anderen Worten: Die Senkung der Blutfette und die Verbesserung der Biostoffzufuhr hängen von demselben Ernährungsplan ab.

In meinem nächsten Artikel werde ich auf das Thema „Empfehlungen für einen Ernährungsplan für die Herzgesundheit“ eingehen.

Dr. Hüseyin Nazlıkul

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