Wie sollten sich Hashimoto-Patienten ernähren
Wenn ich Menschen mit Hashimoto Ernährungsempfehlungen geben muss, befinde ich mich stets in einem gewissen Dilemma. Denn die Erkrankung durchläuft sehr unterschiedliche Stadien.
Die Lebensmittelqualität ist bei der Hashimoto-Diät sehr wichtig
Autoimmunerkrankungen sind chronisch und langwierig und haben viele verschiedene Ursachen. Das Ziel ist die Remission, also die vollständige Auflösung der Symptome.
Studien haben gezeigt, dass Hashimoto viele Ursachen hat. Neben einer gestörten Ernährung wurde nachgewiesen, dass auch Schwermetalle (Quecksilber, Arsen) und chemische Giftstoffe die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto begünstigen.
Ich plädiere dafür, so weit wie möglich Lebensmittel zu essen, die frei von Schadstoffen, natürlich und in maßvollen Mengen konsumiert werden. Es gibt Tausende verschiedener Hashimoto-Patienten und Stoffwechseltypen. Was für die eine Person nützlich ist, kann für eine andere schädlich sein. Sie sollten sich so ernähren, dass Sie sich mit Lebensmitteln, die Sie gut vertragen, wohlfühlen.
In aktuellen Studien wurde gezeigt, dass Gluten Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto begünstigt, während eine glutenfreie Ernährung die Antikörper senkt. Auch ein Ungleichgewicht bei Selen und Jod, zwei weiteren wichtigen Nährstoffen, begünstigt Schilddrüsenstörungen.
Ernährung bei Hashimoto
Die Grundlage der Hashimoto-Diät ist folgende: Die Ernährung sollte sehr reich an Nährstoffen und sehr arm an schädigenden Substanzen und Giftstoffen sein. Darüber hinaus sollten bei Hashimoto auch bestimmte Lebensmittel gemieden werden, denen besondere Aufmerksamkeit gebührt.
Die Steinzeit-Diät (Paleo-Ernährung) ist am besten geeignet.
Der Stoffwechsel bei Hashimoto-Patienten arbeitet anders. Der Körper hat andere Bedürfnisse, und Sie müssen auf einige Dinge achten.
Auf Grundlage der Paleo-Diät haben wissenschaftliche Studien und Erfahrungen gezeigt, dass die folgenden Lebensmittel einen wichtigen Beitrag bei Hashimoto leisten können:
Lebensmittel, die Sie bei Hashimoto zu sich nehmen sollten:
- Biologische, natürliche und unverarbeitete Lebensmittel
- Gemüse und Obst (besonders farbintensivere oder grünere Sorten)
- Sonnenblumenkerne
- Obst- und Gemüsesäfte, Süßkartoffeln, Kürbis, Pilze, Karotten, Spargel, Avocado
- Glutenfreies Getreide: Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Chia
- Eier
- Zweimal wöchentlich Fisch
- Biologische tierische Produkte (Fleisch und Weidebutter)
- Kombucha (fermentierter Tee)
- Zitronensaft
- Pilze und Heilpilze
- Milchsauer vergärtes Gemüse wie Sauerkraut, Kimchi und eingelegtes Gemüse
- Kaltgepresstes Leinsamenöl und Olivenöl
- Biologisches, kaltgepresstes Kokosnüssöl
- Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Lauch, Knoblauch)
- Dunkle Beeren
Diese Lebensmittel wirken farbenfroh und spielen bei Hashimoto eine zentrale Rolle. Es reicht jedoch nicht aus, nur die Menge nützlicher Lebensmittel zu erhöhen – man muss auch schädliche Lebensmittel meiden.
Lebensmittel, die Sie bei Hashimoto meiden sollten:
- Fast Food, Frittiertes, Transfette, gesättigte tierische Fette
- Verarbeitete Lebensmittel
- Raffinierte Kohlenhydrate (Brot & Gebäck, weißer Reis, Zucker, Stärke, Nudeln/Pasta)
- Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer)
- Fleisch (außer Bio), Milchprodukte
- Roh oder unzureichend gegart: Reis, Mais, Paprika, Tomaten, Auberginen, Hülsenfrüchte, Cashewnüsse
- Große Mengen an Zwiebeln, Brokkoli, Grünkohl
- Meeresfrüchte (wegen Jodempfindlichkeit)
- Alkohol
- Limonaden und gezuckerte Getränke
- Pistazien und Piniekerne
- Industrielle Speiseöle (Sonnenblumenöl, Rapsöl, Hasselnussöl, Sojaöl, Distelöl)
- Bestimmte Algen, insbesondere Spirulina
- Lebensmittel, die allergische Reaktionen auslösen
- Mit Schwermetallen belastete Fische: Thunfisch, Schwertfisch, Makrele
- Gentechnisch veränderte Soja der letzten Jahre (da Kropfbildner, Isoflavone und schädliche Substanzen in sehr hohen Mengen vorhanden sind)
Diese Produkte zu meiden, sollte Teil einer gesunden Ernährung sein. Bei Hashimoto ist dies jedoch besonders wichtig. Die Autoimmunerkrankung stellt eine zusätzliche Belastung für den Körper dar. Um den Körper bei seiner Regeneration zu unterstützen, sollten ungesunde Lebensmittel gemieden werden.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.
Hüseyin Nazlıkul
Odatv.com