Leitfaden zur Krankheitsvorbeugung
Was wir tun müssen, um das Leben fest zu umarmen, gesund zu leben und glücklich zu sein …
Aber wie?
Essen Sie den Regenbogen: In diesen Monaten Rotkohl, orangefarbene Karotten, Weißkohl, grüner Brokkoli, Apfel … Im Sommer dann rote Tomaten, violette Auberginen, grüne Bohnen und andere. Beim bunten Essen ist es wichtig, saisonales Gemüse und Obst zu verzehren. Experten sind sich einig, dass die farbgebenden Stoffe in Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Beta-Carotin, aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften das Krebsrisiko senken. Auch die Daten des Europäischen Zentrums für Krebsforschung (EPIC) bestätigen dies. Notieren Sie sich deshalb in Ihrem Kalender, täglich 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen und dabei auf unterschiedliche Farben zu achten.
Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit: Es wird empfohlen, im Laufe des Tages im Verhältnis zu Ihrem Körpergewicht etwa 35–40 Milligramm Flüssigkeit pro Kilogramm zu sich zu nehmen. (Wenn Sie zum Beispiel 60 kg wiegen, sollten Sie täglich 2–2,5 Liter Flüssigkeit trinken.) Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr steigt der Sauerstoffbedarf der Organe, und der Blutdruck sinkt. Dies kann zu Kopfschmerzen und einem Engegefühl in der Brust führen. Andererseits muss nicht die gesamte benötigte Flüssigkeitsmenge über Wasser gedeckt werden. Ein Teil des Flüssigkeitsbedarfs wird bereits durch die Suppe, die Sie essen, sowie durch Obst und Gemüse gedeckt. Darüber hinaus decken Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf mit Wasser, Milch, Ayran und Kräutertees.
EINE MINUTE LACHEN ...
Eine gute Empfehlung: Saisonalen, biologischen Tomatensaft trinken. (So nehmen Sie zusätzlich zur Flüssigkeit auch Vitamin C auf. Mit schwarzem Pfeffer erhält er einen ausgezeichneten Geschmack.)
Stärken Sie Ihre Muskeln: Als Menschen, die stets Ausreden finden, um keinen Sport zu treiben, sollten wir zumindest für unsere Muskeln etwas tun. Wenn Sie im Büro ständig sitzen müssen und sich nur sehr wenig bewegen, sollten Sie Übungen, die dieses Defizit ausgleichen, unbedingt ernst nehmen. Nehmen Sie sich mindestens 10–15 Minuten am Tag Zeit für sich und bewegen Sie Ihre Rücken-, Gesäß- und Bauchmuskulatur. Wenn Sie in den Vierzigern sind, gewinnen solche Übungen noch deutlich an Bedeutung. Denn Sie befinden sich nun in einem Prozess, der ohne Gegenmaßnahmen nicht mehr umkehrbar ist, was die Ummantelung Ihrer Muskeln mit Fettschichten betrifft.
Lachen Sie und seien Sie fröhlich: Experten sind der Ansicht, dass eine Minute Lachen fast einer 45-minütigen Entspannungsübung entspricht. Dies ist auch für die dauerhafte Bekämpfung von Stress eine äußerst wichtige Maßnahme. Und vergessen Sie nicht: Beim Lachen werden neben dem Glückshormon auch Stoffe ausgeschüttet, die Ihre Schmerzen lindern.
Durchbrechen Sie Routinen: Sowohl unser Gehirn als auch unser Körper brauchen Abwechslung, um vital zu bleiben. Zu Hause, am Arbeitsplatz, überall … Wenn Sie immer einen schwarzen Pullover tragen, probieren Sie für 1–2 Tage eine andere Farbe aus, putzen Sie sich ab und zu mit der linken Hand die Zähne, nehmen Sie statt der gewohnten Abkürzung einen neuen Weg, lächeln Sie jemanden an, den Sie sonst nicht grüßen, und sagen Sie „guten Morgen“, versuchen Sie, im Beruf etwas anders zu machen, und beobachten Sie, was passiert. Ein weiterer wirksamer Effekt des Durchbrechens eingefahrener Gewohnheiten ist, dass er ein längeres Leben ermöglicht. Warum wohl? Denken Sie darüber nach und notieren Sie sich auch dies in Ihrem Tageskalender.
SO WIRD STRESS VORGEBEUGT
Achten Sie auf die Raumtemperatur: Die Temperatur des Raumes, in dem Sie nachts schlafen, sollte 18–22 Grad betragen. Dies ist das ideale Verhältnis für einen ungestörten Schlaf und eine regelmäßige Atmung. In den Wintermonaten ist es zudem sinnvoll, unabhängig davon, wie kalt es draußen ist, die Räume, in denen Sie sich aufhalten, mindestens fünfmal täglich – auch nur kurz – zu lüften. So nehmen Sie mehr Sauerstoff auf und verhindern zugleich, dass sich im Raum entstehende Keime festsetzen.
Machen Sie Ihren Kopf frei: Um dem intensiven Arbeitstempo voller Berechnungen zu entkommen, sollte man seine Zeit richtig einteilen und einen guten Organisationsplan erstellen. So wissen Sie, was Sie wann erledigen müssen, und beugen dadurch zumindest auch dem Stress vor. Gehen Sie zur Massage: Wenn Sie unter Haltungsschäden und Rückenschmerzen leiden, sollten Sie ohne weiteren Zeitverlust eine Massage, die sowohl Ihrem Körper als auch Ihrer Seele guttut, in Ihren monatlichen Plan aufnehmen. Zudem findet Ihr Blutdruck dank solcher entspannenden und beruhigenden Anwendungen wieder zu seinem natürlichen Rhythmus. Gehen Sie ins Konzert oder ins Theater: Das kann das Konzert eines Künstlers sein, den Sie mögen, oder ein klassisches Musikkonzert. Wichtig ist, dass Sie versuchen, jeden Monat an einer Aktivität teilzunehmen, die Ihre Seele anspricht und Ihnen Freude bereitet. Auch das Lesen von Büchern zählt in diesem Sinne zu den Aktivitäten, die guttun.
Seien Sie hilfsbereit: Erkenntnisse aus Untersuchungen in den USA zeigen, dass bei Frauen, die versuchen, anderen zu helfen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, im Zusammenhang mit diesem Gefühl der Solidarität Depressionen und die Beschwerden der Wechseljahre nachließen. Zudem wurde beobachtet, dass Kopf- und Magenschmerzen nahezu verschwanden.
Prof. Dr. Hüseyin Nazlıkul