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Wofür kann Verstopfung ein Symptom sein... Wasser trinken während des Essens...

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 24.05.2020 3 min read
Prof. Dr. Hüseyin Nazlıkul schrieb...

Es sollte nicht vergessen werden, dass Verstopfung häufig als Symptom einer Erkrankung auftritt. Zunächst muss die Ursache der Konstipation gründlich abgeklärt werden. Sollte gar ein Tumor im Kolon vorliegen und wir versuchen, ohne entsprechende Untersuchung die Konstipation lediglich symptomatisch zu behandeln, gefährden wir nicht nur das Leben des Patienten, sondern verletzen auch die ärztliche Ethik.

Patienten möchten ihre Beschwerden oft nicht ausführlich schildern. Ist ein solcher Fall zu vermuten, sollten für eine vollständige Anamnese weitere Fragen gestellt und dem Patienten ermöglicht werden, in Ruhe zu antworten. In der Anamnese sollte zunächst gefragt werden, ob eine verzögerte Stuhlentleerung vorliegt, wie die physischen Eigenschaften des Stuhls sind (Härte, Blut, Schleim...), ob übermäßiges Pressen erforderlich ist, wie lange der Toilettengang dauert, welche Manöver zur Stuhlentleerung angewendet werden und welche Medikamente eingenommen werden.

NEHMEN SIE KONSTIPATION NICHT AUF DIE LEICHTE SCHULTER

Bei Patienten über 50 Jahren mit einer Konstipationsdauer von mehr als 2 Jahren darf die Möglichkeit einer ernsten Erkrankung, ja sogar eines Tumors, nicht außer Acht gelassen werden. Auch Umstände wie die Einnahme eines neuen Medikaments oder eine Ernährungsumstellung, die eine Konstipation verursachen könnten, dürfen nicht übersehen werden.

Verstopfung kann zahlreiche Ursachen haben.

Eine ballaststoffarme Ernährung, unregelmäßige Stuhlgewohnheiten, eine Schilddrüsenunterfunktion, vorangegangene Operationen, die Einnahme von Antidepressiva oder Schmerzmitteln, Darmerkrankungen, bestimmte neurologische Erkrankungen und Tumore sind häufige Ursachen für Verstopfung.

Konstipation sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zunächst müssen die Ursache der Konstipation gründlich untersucht, eine ausführliche Anamnese vom Patienten erhoben, eine körperliche Untersuchung durchgeführt und die notwendigen Untersuchungen veranlasst werden. Nicht bei jedem Patienten mit Verstopfung ist im ersten Schritt eine Koloskopie erforderlich.

WASSER TRINKEN WÄHREND DES ESSENS...

Eine der häufigsten Ursachen für Verstopfung ist eine Störung der Darmflora und die daraus folgende Entwicklung von Darmpilzen. Diese beiden Zustände müssen unbedingt untersucht werden; zur Regulierung der Darmflora sollte die Ernährung unter Berücksichtigung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten angepasst und eine mikrobiologische Unterstützung durchgeführt werden.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass eine unzureichende Wasserzufuhr oder das Trinken von Wasser während des Essens Verstopfung verursachen kann. Es sollten täglich 2 bis 2,5 Liter Wasser, oder genauer gesagt, 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag konsumiert werden. Dabei sollte das Wasser jedoch nicht auf ein- oder zweimal, sondern über den Tag verteilt getrunken werden – eine halbe Stunde vor Beginn der Mahlzeit oder frühestens 30 bis 45 Minuten nach dem Essen. Es wird empfohlen, zwischen den Bissen kein Wasser zu trinken.

Was können Sie selbst zur Behandlung chronischer Verstopfung tun?

Trinken Sie morgens beim Aufwachen 1-2 Gläser zimmerwarmes Wasser.

Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten, verringern Sie jedoch deren Menge.

Ernähren Sie sich ballaststoffreich.

Essen Sie nicht spät am Abend.

Gehen Sie spazieren.

Wenn Sie das Problem mit eigenen Mitteln nicht lösen können, wenden Sie sich an einen Facharzt. Bedenken Sie jedoch, dass ohne die eigentliche Ursache der Verstopfung zu finden, die Lösung nicht vollständig und dauerhaft sein kann.

Bei Patienten mit chronischer Verstopfung ist es möglich, mit Neuraltherapie, Behandlung der Darmflora, Ernährungsumstellung, Akupunktur, Magnetfeldtherapie und Kolon-Hydrotherapie zu helfen.

Prof. Dr. Hüseyin Nazlıkul

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