Sollte man frühstücken
Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Damit sich die Leber über Nacht ausreichend regenerieren und entgiften kann, wird empfohlen, mindestens 12 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit oder dem letzten Snack des Tages und dem Frühstück einzuhalten. Gesunde Menschen können diesen Zeitraum verlängern und so täglich einen kleinen entgiftenden Fastenzeitraum (intermittierendes Fasten) einlegen. Dies sollte jedoch nur erfolgen, wenn die Nebennieren der betreffenden Person gesund sind. Achten Sie ansonsten stets auf eine Ernährung, die Ihren Blutzucker- und Energiespiegel ausgeglichen hält.
Grundsätzlich sind ein oder zwei feste Mahlzeiten besser als ständiges Snacken. Denn Snacken bedeutet Stress für den Körper und triggert aufgrund verschiedener physiologischer Prozesse im Körper Entzündungen. Zwischen den Mahlzeiten sollten 4-6 Stunden liegen, damit die Organe entgiften können. Wenn Sie abends dazu neigen, große Mahlzeiten zu essen, sollten Sie unbedingt mit einem guten Frühstück das Abendessen reduzieren.
Wenn Sie all dies bereits beachten, sich aber trotzdem nicht wesentlich besser fühlen und gesundheitliche Probleme haben, könnte grundsätzlich eine Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber einem Lebensmittel vorliegen. In diesem Fall ist eine Eliminationsdiät angezeigt. Das bedeutet jedoch nicht, Lebensmittel nacheinander vollständig zu streichen und den Körper zu belasten.
Ja, was Sie aus Ihrer Ernährung streichen, kann sehr entscheidend sein. Wenn Sie etwas tatsächlich nicht vertragen, werden Sie es auch später nicht vertragen. Hier ist jedoch eine wichtige Unterscheidung zu treffen: Ist das Lebensmittel, das Sie nicht vertragen, ungesund, oder essen Sie es lediglich in zu großen Mengen? Ebenso wichtig wie das Streichen unverträglicher Lebensmittel und dem Körper Gelegenheit zur Regeneration zu geben, ist die Integration bestimmter Lebensmittel in die Ernährung. Wenn Sie eine Histaminintoleranz haben, reicht eine Histaminliste mit den zu meidenden Lebensmitteln allein nicht aus. Auch welche gesunden Alternativen anstelle dieser Lebensmittel eingesetzt werden können, sollte von Arzt und Ernährungsberater vermittelt werden. Ich glaube, dass es bereits vielen Menschen hilft, wenn sie beginnen, ihrer täglichen Ernährung mehr Gemüse sowie vitamin- und mineralstoffreiche einfache Lebensmittel hinzuzufügen.
Kommen wir nun zur Eliminationsdiät zurück: Häufig treten Laktose-, Gluten- und Histaminintoleranz auf. Die Laktoseintoleranz, die meist ein Anzeichen für eine Dysbalance der Darmflora ist, führt bei vielen Menschen zu einer Histaminintoleranz.
HISTAMININTOLERANZ
Histamin ist ein wichtiger Botenstoff im gesamten Körper, also im zentralen Nervensystem, im Herz-Kreislauf-System, in der Haut, den Atemwegen, der Gebärmutter, dem Knochenmark und dem Magen-Darm-Trakt. Die Symptome einer Histaminintoleranz können äußerst vielfältig sein, wobei die wichtigste Wirkung auf das Immunsystem entfällt. Bei vielen allergischen Reaktionen, an denen Histamin beteiligt ist, ist der Einsatz von entzündungshemmenden Antihistaminika weit verbreitet. Im Entzündungsfall steigt Histamin schnell an, bekämpft den jeweiligen Erreger und wird anschließend durch verschiedene Enzyme (DAO- und HNMT-Enzym) abgebaut und unwirksam gemacht. Wird es nicht abgebaut und ernährt sich die betreffende Person zusätzlich histaminreich, entsteht eine Histaminintoleranz.
Ursachen einer Histaminintoleranz:
- Genetische Veranlagung
- Stress
- Dysbiose, SIBO, Candidiasis
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten, Laktose)
- Vitamin- und Mineralstoffmangel (Zink, Kupfer, Vitamin B)
- Falsche Ernährung
- Infektionen
- Hormonelle Störungen
- Medikamenteneinnahme (Verhütungspillen, Schmerzmittel, Antidepressiva)
Symptome der Histaminintoleranz:
- Übelkeit, Erbrechen
- Blähungen
- Juckreiz
- Kopfschmerzen
- Verbreitete Muskel- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie-Symptome
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Hitzewallungen, Gesichtsrötung und -schwellung
- Verstopfte Nase, allergische Rhinitis, Schnupfen und Atembeschwerden
- Herzklopfen, Bluthochdruck
- Zyklusstörungen
- Atopische Dermatitis
- Einschlafprobleme
- Brain Fog (geistige Benebelung)
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.