Welche Diät sollten Patienten mit metabolischem Syndrom durchführen
Kalorienreduzierte Diät: Wenn der Körper weniger Energie aufnimmt, als er verbraucht, greift er zum Ausgleich des Energiedefizits auf seine Fettreserven zurück. Eine negative Energiebilanz ist für die Gewichtsabnahme entscheidend. Deshalb sollten Patienten mit metabolischem Syndrom eine kalorienreduzierte Diät durchführen. Ernährungsexperten empfehlen den Verzehr von 5 Portionen frischem Obst und Gemüse pro Tag. Mit diesen Lebensmitteln versorgen Sie Ihren Körper mit Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Als Beispiel für eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann die mediterrane Diät genannt werden.
Fettarme Diät: Wenn Sie am metabolischen Syndrom leiden, sollten Sie Fleisch- und Wurstwaren, fettreichen Käse, Butter und Sahne möglichst meiden. Auch Fertigprodukte, fettreiches Gebäck, Sahnetorten und Schokolade enthalten sehr viel Fett. Diese Fette sind vor allem gesättigte Fette wie Palmöl und Kokosöl und sind nicht gesundheitsförderlich. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Speisen fettarm zubereiten (z. B. Dämpfen). Seefisch kann die Triglyceridwerte im Blut senken, da er große Mengen mehrfach ungesättigter Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, enthält.
Transfette entstehen durch die industrielle Härtung von Fetten. Da man annimmt, dass sie zu einem Anstieg der LDL-Werte im Blut beitragen, wird empfohlen, transfetthaltige Lebensmittel zu meiden. Dazu gehören frittierte Speisen (insbesondere Pommes frites), Chips, Kekse, Kuchen und margarinehaltige Schokoladenprodukte. Auch Milch und Milchprodukte enthalten einen gewissen Anteil an Transfetten.
Cholesterinarme Diät: Patienten mit erhöhtem LDL-Cholesterinspiegel sollten nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin pro Tag zu sich nehmen. Vor allem tierische Fette enthalten sehr viel Cholesterin und gesättigte Fettsäuren.
Beispiele für den Cholesteringehalt verschiedener Lebensmittel:
- 1 Eigelb: 315 Milligramm
- 100 Gramm Leber: 354 Milligramm
- 100 Gramm Garnelen: 144 Milligramm
- 100 Gramm Geflügel: 60-90 Milligramm
- 150 Gramm Kabeljau: 70 Milligramm
- 1 Esslöffel (10 g) Butter: 25 Milligramm
- 1 Scheibe (30 Gramm) Schnittkäse: 21 Milligramm
Insbesondere gesättigte Fettsäuren führen zu einem Anstieg des LDL-Cholesterinspiegels, während ungesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel senken können. Pflanzliche Öle enthalten ungesättigte Fettsäuren (mit Ausnahme von Palmöl und Kokosöl) und weisen daher einen geringeren Cholesteringehalt auf als tierische Fette, wodurch sie gesünder sind. Dennoch sollten Sie auch pflanzliche Öle nur sparsam verwenden, da Fette einen sehr hohen Energiegehalt haben, das heißt, bei gleicher Verzehrmenge liefern sie dem Körper deutlich mehr Energie als andere Energiequellen wie Kohlenhydrate oder Proteine.
Funktionelle Lebensmittel oder Design-Food
Der Begriff Design-Food oder funktionelles Lebensmittel bezeichnet Lebensmittel, die der Versorgung mit Nährstoffen dienen und gleichzeitig gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Diese Lebensmittel reichen von isolierten Nährstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und unveränderten Pflanzenprodukten bis hin zu technologisch verarbeiteten Lebensmitteln. Design-Foods können sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden.
Zu den verwendeten Stoffen zählen Ballaststoffe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine sowie Antioxidantien wie Selen, Zink und die Vitamine C und E. Diese Nährstoffe wirken sich positiv auf die Regulierung von Zucker-, Cholesterin- und Triglyceridwerten im Blut aus. Zudem wird angenommen, dass diese Nährstoffe die Thrombozytenaggregation hemmen, das Krebsrisiko senken, das Immunsystem stärken und vor entzündlichen Prozessen schützen. Auch probiotische Lebensmittel, die gesundheitsfördernde Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien enthalten, unterstützen die Darmverdauung.
Grundsätzlich lassen sich aus der Verwendung funktioneller Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel viele Vorteile ziehen. Diese Lebensmittel können jedoch Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil nicht ersetzen.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.
Hüseyin Nazlıkul