Was bei der Migränebehandlung noch zu wenig bekannt ist... Was ist die Neuraltherapie-Methode
Welche Migränetypen gibt es?
Klassische Migräne ist Migräne mit Aura. Etwa 15 % der Migränepatienten leiden an klassischer Migräne.
Häufige Migräne ist Migräne ohne Aura. Sie kommt bei etwa 80 % der Migränepatienten vor.
Menstruelle Migräne tritt zu Beginn der Menstruation oder während der Menstruation auf. Zu anderen Zeiten kommt sie nicht vor. Studien zeigen, dass menstruelle Migräne in der Regel ohne Aura verläuft.
ZIEL IST ES, DEN SCHMERZ ZU UNTERDRÜCKEN
Neben diesen drei Formen gibt es zahlreiche seltener vorkommende Migränetypen, die jedoch zusammen nur 5 % aller Migräneformen ausmachen. Als Beispiele lassen sich die basiläre Migräne, die hemiplegische Migräne, die ophthalmoplegische Migräne, die retinale Migräne und die posttraumatische Migräne nennen.
Die medikamentöse Migränebehandlung ist symptomatisch, das heißt, es wird lediglich beabsichtigt, den Schmerz zu unterdrücken. Der Ansatz der Neuraltherapie hingegen ist ursachenorientiert. Ziel der Behandlung mit Neuraltherapie ist es, die Ursache der Migränebeschwerden zu finden, zu neutralisieren und auszugleichen. Beim Ansatz der Neuraltherapie werden die pathophysiologischen Veränderungen untersucht, die die Beschwerden verursachen, die individuelle Situation der Person festgestellt und beseitigt.
Klassifikation der Kopfschmerzen nach der Regulationsmedizin:
1- Kopfschmerz vom Migränetyp
2- Störfeldbedingter Kopfschmerz
3- Vaskulärer Kopfschmerz
4- Clusterkopfschmerz
5- Neuralgiebedingter Kopfschmerz
6- Psychisch bedingter Kopfschmerz
7- Spannungskopfschmerz
8- Ophthalmisch bedingter Kopfschmerz
9- Infektionsbedingter Kopfschmerz
10- Dental bedingter Kopfschmerz
11- Katarrhalischer Kopfschmerz
12- Iatrogener Kopfschmerz
Um Migräne zu verstehen und in ihrer Behandlung erfolgreich zu sein, ist eine andere Sichtweise und ein anderes Verständnis erforderlich. Die Neuraltherapie und die Regulationsmedizin bieten diese Sichtweise.
Neuraltherapie ist eine wirksame Behandlungsmethode, die bei organisch nicht bedingten lokalen oder allgemeinen Erkrankungen des Organismus durch Reizung oder Blockade der afferenten und efferenten Bahnen des vegetativen Nervensystems (VNS) die Regulation der gestörten Gewebe- und/oder Organperfusion wiederherstellt.
MAN VERMUTET EINE GENETISCHE STÖRUNG
Die Ursachen der Migräne sind bis heute nicht ausreichend geklärt. Nach wie vor werden verschiedene Theorien diskutiert. Einige davon besagen, dass Migräne eine Gefäßerkrankung sei, dass sie durch biochemisch veränderte Botenstoffe im Nervensystem entstehe, oder dass sie infolge einer Reizung des Hirnstamms oder einer Veränderung der Hirnaktivität auftrete. Bei der erblichen hemiplegischen Form der Migräne wird vermutet, dass es sich um eine genetische Störung im Zusammenhang mit Chromosom 19 handelt.
Kopfschmerzen können auch andere Ursachen haben. So kann der Patient beispielsweise nicht erkannte Sehstörungen oder bestimmte Neuralgieformen für Migräne halten. Auch Kieferfehlstellungen wie das Costen-Syndrom oder Hirntumore können Kopfschmerzen verursachen. Da in der konventionellen Medizin bisher keine Methode entwickelt wurde, die die eigentliche Ursache der Kopfschmerzen behandelt, wird dem Patienten in der Regel ein Schmerzmittel verabreicht. Heutzutage werden besonders bei kurzfristigen Interventionen „Triptane“ eingesetzt. Als vorbeugende bzw. prophylaktische Behandlung erhalten Patienten Betablocker, Kalziumantagonisten oder trizyklische Antidepressiva, die auch bei Herzerkrankungen verwendet werden.
Zahlreiche durchgeführte Studien zeigen, dass die Neuraltherapie bei der Behandlung von Migräne wirksam ist. Leider ist die Wirksamkeit der Neuraltherapie bei der Migränebehandlung sowohl in der Bevölkerung als auch in der Ärzteschaft noch zu wenig bekannt. So gibt es beispielsweise zahlreiche Patientinnen mit Kopfschmerzen, die nach einem Kaiserschnitt begonnen haben und die trotz durchgeführter Behandlungen nicht genesen sind und sich daran gewöhnt haben, mit diesem Schmerz zu leben. Dabei ist es dank der Neuraltherapie möglich, diese Patientinnen in sehr kurzer Zeit wieder gesund zu machen.
Bei jedem Patienten mit Migränebeschwerden, der bisher nicht erfolgreich behandelt werden konnte, sollte die Methode der Neuraltherapie unbedingt versucht werden. Es gibt unterschiedliche Migränetypen, und es ist möglich, mit Neuraltherapie zur Behandlung aller Formen beizutragen. Zudem darf bei chronischer Migräne nicht vergessen werden, die Darmflora und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu bewerten und ein individuelles Ernährungsprogramm zu erstellen.