İçeriğe geç
ODA TV Artikel

Neurodermitis (atopische Dermatitis) und richtige Ernährung

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 30.07.2023 2 min read
Bei chronischen Erkrankungen, einschließlich Neurodermitis, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Denn hier liegen die entscheidenden Ursachen der Erkrankung...

Bei chronischen Erkrankungen, einschließlich Neurodermitis, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Denn hier liegen die entscheidenden Ursachen der Erkrankung, und wenn man die Krankheit wirklich bekämpfen will, müssen selbstverständlich auch ihre Ursachen beseitigt werden. Mit der richtigen Ernährung kann die Krankheit sowohl verhindert als auch aktiv behandelt werden.

Neurodermitis auf einen Blick

  • Neurodermitis ist eine chronische, entzündliche und allergische Hauterkrankung.
  • Die Zahl der Betroffenen hat sich in den letzten 100 Jahren verfünffacht.
  • Die Ursache der Erkrankung liegt vermutlich in einer sehr dünnen und gehärteten Hautschicht, die durch einen Mangel an Antioxidantien und essenziellen Fettsäuren entsteht. Dies begünstigt Infektionen und Entzündungen.

Das Ergebnis ist eine chronisch entzündete, gerötete, gereizte, mit Ekzemen bedeckte und juckende Haut.

Warum ist die Ernährung bei Neurodermitis so wichtig?

Bei Neurodermitis macht Sie Ihre genetische Veranlagung anfälliger für die Erkrankung.

Die entscheidenden Ursachen bei chronischen Erkrankungen sind Lebensstil und Ernährung. Um chronische Erkrankungen wirklich zu bekämpfen und zu beseitigen, ist es wichtig, in der klassischen Schulmedizin nicht wie üblich nur die Symptome, sondern auch die Ursachen zu behandeln.

Lebensmittel, die allergische Reaktionen auslösen, verschlimmern die Erkrankung. Deshalb müssen allergieauslösende Lebensmittel identifiziert und aus der Ernährung entfernt werden.

Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Der erste wichtige Schritt für die Ernährung bei Neurodermitis sollte das Führen eines Ernährungstagebuchs sein. Darin sollte festgehalten werden, wie, wann und in welchem Ausmaß sich die Neurodermitis-Symptome entwickeln und welche Lebensmittel für die Symptome verantwortlich sein könnten. Nahrungsmittelallergien lösen im Körper eine chronische Entzündung aus, bei der das Immunsystem harmlose Nahrungsbestandteile als Feind erkennt und bekämpft.

Die Haut ist das Entgiftungsorgan, über das der Körper bestimmte Toxine ausscheidet. Werden Toxine in der Haut gespeichert, setzt sich der Immunprozess fort und es entwickelt sich eine Entzündung der Haut. Aus diesem Grund lösen Nahrungsmittelallergien/-unverträglichkeiten ein überaktives Immunsystem aus. Bei Neurodermitis ist es wichtig, diese Allergene zu erkennen und zu beseitigen.

Welche Rolle spielen IgE-Antikörper?

Für die Diagnose von Neurodermitis und den sie verursachenden Nahrungsmittelallergien ist die Messung der IgE-Antikörper im Vollblut wichtig. Je mehr IgE im Blut nachgewiesen wird (bei Neurodermitis in der Regel das 10- bis 20-fache), desto mehr Nahrungsmittelallergien liegen vor.

Pseudoallergien und Reizstoffe

Es gibt Lebensmittel, die keine direkte Immunreaktion auslösen, aber Pseudoallergien verursachen und dem Körper schaden können. Diese können zu einer Reizung des Darms und dazu führen, dass die Immunzellen schneller „überreagieren“. Dadurch werden Körper und Immunsystem überempfindlich.

Pseudoallergien umfassen Stoffe, die keine direkte Allergie auslösen, aber dennoch für den Körper ungesund sind. Die häufigsten Auslöser sind Gluten, Soja, Milchprodukte, Zucker, Transfette, industrielle Speiseöle und Alkohol.

Auch im Alltag verwendete Reizstoffe sind bei Neurodermitis sehr wichtig. Dabei handelt es sich in der Regel um Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel, mit denen der Körper täglich in Kontakt kommt (Shampoo, Duschgel, Seife, Geschirrspülmittel, Waschpulver).

Um mehr über dieses und ähnliche Themen zu erfahren, können Sie mein Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“ nutzen.

Odatv.com