Wasser hat ebenso viele Nachteile wie Vorteile... Darauf sollten Sie beim Duschen achten
Das Wichtigste, was Sie tun sollten, um sich von der ganzen Müdigkeit und dem Stress des Tages zu befreien, ist ein schön schaumiges Bad. Die entspannende Wirkung von Wasser ist tatsächlich viel größer, als wir denken...
In Japan wird das Baden in einer zeremoniellen, fast heiligen Atmosphäre vollzogen. Die Badewanne ähnelt einem kleinen Becken, in dem sich die ganze Familie versammelt. Die Japaner seifen ihren Körper zunächst gründlich ein, spülen sich dann ab und ruhen anschließend eine Stunde lang in einem mit heißem Wasser gefüllten Becken. Denn diese gesundheitsbewussten Menschen aus Fernöstlichen Ländern haben es verstanden, die entspannende Wirkung des Badens für sich zu entdecken. Mit anderen Worten: Wasser dient nicht nur der Reinigung, sondern eignet sich hervorragend, um sich zu regenerieren, zu erneuern und Müdigkeit loszuwerden.
Sie sollten darauf achten, dass das Wasser, in dem Sie baden, weder zu heiß noch zu kalt ist. Zu heißes Wasser bewirkt, dass das Blut an die Oberfläche drängt, wodurch die zentralen Organe ihre Aufgabe schwerer erfüllen können. Heißes Wasser kann auch manche Durchblutungsstörungen auslösen und wirkt sich bei Menschen mit schwachem Herzen noch nachteiliger aus. Ein weiterer Nachteil von heißem Wasser ist, dass es die Haut aufweicht und Krampfadern noch stärker hervortreten lässt. Auch zu kaltes Wasser hat gewisse Nachteile: Besonders im Sommer bevorzugtes kaltes Wasser bewirkt statt einer Kühlung im Gegenteil vermehrtes Schwitzen. Es führt dazu, dass sich die Blutgefäße zunächst zusammenziehen und danach sofort wieder erweitern. Aus diesem Grund liegt die ideale Badewassertemperatur zwischen 33 und 37 Grad. Bei dieser idealen Wassertemperatur sollten Sie zudem mindestens 15 Minuten verweilen.
DEHNEN SIE IHREN KÖRPER
Baden bedeutet nicht nur, sich einzuseifen. Auch gymnastische Übungen, die Sie in der Badewanne durchführen, sind äußerst nützlich für Ihren Körper. Da die vom Wasser bewirkte Entspannung die Gelenke geschmeidiger macht, kann sich Ihr Körper sehr gut dehnen. Besonders geeignet, um die Hüften in Form zu bringen, ist es, sich in der Wanne auszustrecken, die Beine hochzuheben und zu öffnen und zu schließen. Auch Drehbewegungen und Streckungen im Wasser helfen dabei, den Körper zu straffen.
Während sich Ihr Körper im Wasser befindet, verliert Ihre Haut Fett. Deshalb sollte man auch nicht zu lange baden, da die Haut sonst an Spannkraft verlieren kann.
Wenn nach dem Baden Rötungen auf Ihrer Haut auftreten und Sie Juckreiz verspüren, bedeutet dies, dass Ihr Wasser zu stark gechlort oder zu kalkhaltig ist. Kalkhaltiges Wasser trocknet die Haut aus und macht sie spöde. Deshalb ist es sinnvoll, nach dem Baden feuchtigkeitsspendende Cremes auf die Haut aufzutragen.
Baden Sie in Wasser, dem Sie duftende und farbige Badesalze zugeben, können Sie von deren belebender und die Müdigkeit lindernder Wirkung profitieren. Ein Bad mit Rosenwasser und Glyzerin gibt der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurück.
Die im Badeschaum enthaltenen Stoffe setzen bei Kontakt mit Wasser Kohlendioxid frei. Diese Gasschicht verteilt sich im Wasser und verhindert, dass sich die Körperwärme nach außen ausbreitet. Sie lässt den Körper schwitzen und schwächt ihn zwar etwas, sorgt aber auch dafür, dass Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Auch die entspannende Wirkung auf das Nervensystem gehört zu den Eigenschaften des Schaums. Schaumbäder haben jedoch auch einen Nachteil: Der Schaum enthält fettlösende Stoffe, die empfindliche Haut austrocknen können. Dem können Sie mit verschiedenen Cremes und Lotionen entgegenwirken. Besonders empfohlen wird die Verwendung von Lotionen mit Algenextrakten. Da die Haut während des Badens Kohlendioxid aufnimmt, sollten Sie nach dem Baden auch nicht vergessen, tief ein- und auszuatmen!
Da die Haut unseres Gesichts wesentlich empfindlicher ist, können Sie Ihr Gesicht mit einem salzhaltigen und dadurch straffend wirkenden Mineralwasser waschen. Diese Reinigung, bei der Sie die Reinheit von Regenwasser spüren, sorgt dafür, dass Ihre Haut ihre Frische lange bewahrt.
WASSER FÜR DIE SCHÖNHEIT
Es ist eine Tatsache, dass unsere Haut zu 50 % aus Wasser besteht, wobei dieser Anteil je nach Alter und Geschlecht variieren kann. Bei Säuglingen steigt dieser Anteil auf bis zu 80 %, bei erwachsenen Männern liegt er bei etwa 60 %, bei Frauen bei etwa 50 %. Die Wassermenge in der Epidermisschicht der Haut ist doppelt so hoch wie in der Unterhautschicht; sie spielt die Hauptrolle dafür, dass die Haut strahlend und glanzvoll erscheint.
Wasser ist nicht nur für die Haut nützlich, es hat viele weitere Funktionen. Das Wasser im Körper tritt vor allem als „Quelle“ in Aktion, die den Organismus in Notfällen spült. Zu seinen grundlegenden Aufgaben zählen die Regulierung der Körpertemperatur und die Erhaltung gesunder Haut. Deshalb messen Kosmetikerinnen dem Wasser große Bedeutung bei.
GEWICHTSVERLUST UND WASSER
Ist Ihr Magen mit Wasser gefüllt, fühlen Sie sich schneller satt. Zudem gibt es Veröffentlichungen, denen zufolge das Trinken großer Wassermengen die Fetteinlagerung im Körper verhindert. Häufig verspüren wir überhaupt kein Durstgefühl, wenn wir wenig Wasser trinken und diesen Bedarf stattdessen mit Getränken wie Limonade oder Cola decken. Doch je mehr Wasser wir trinken, desto mehr Durst verspüren wir.
Experten zufolge sollte die Wassermenge, die ein Mensch trinkt, im Verhältnis zu seinem Körpergewicht stehen. Pro 1 kg Körpergewicht sollten etwa 40 ml Wasser getrunken werden. Das heißt, eine Person mit 70 kg Körpergewicht sollte täglich mindestens 2,5-3 Liter Wasser trinken. Treiben Sie Sport, sollten Sie davor mindestens 500 ml, während des Trainings 250 ml und danach weitere 500 ml Wasser trinken. Die durch Schweiß verlorene Wassermenge muss unbedingt ausgeglichen werden.