Die Superhelden unseres Körpers: Antioxidantien … So verhindern Sie das Altern
Solange ein Gleichgewicht zwischen der Bildungsrate und der Beseitigungsrate freier Radikale besteht, wird der Organismus davon nicht beeinträchtigt. Mit der Störung dieses Gleichgewichts kommt es in vielen lebenswichtigen Organen wie Herz, Niere, Leber, Magen, Dünndarm, Lunge und Gehirn zu Gewebeschäden.
In unserem Körper führen wir ständig einen Kampf gegen Krankheiten wie Krebs und Herzerkrankungen. Einer der wichtigen Feinde, die kontrolliert werden müssen, sind die freien Radikale. Freie Radikale sind Moleküle, die die Zellen und das Immunsystem in unserem Körper angreifen. Antioxidantien sind Stoffe, die die Wirkungen dieser freien Radikale neutralisieren oder abschwächen. Kurz gesagt sind Antioxidantien wichtige Moleküle, die die Reaktionen freier Radikale hemmen, welche Krebs, Herzerkrankungen und vorzeitige Alterung verursachen können. Der Großteil der im Organismus entstehenden freien Radikale stammt aus Sauerstoff.
Antioxidantien wiederum bieten den freien Radikalen ein leichtes Elektronenziel. Sie bilden mit dem Radikal eine stabile Struktur, bis dieses zu einem Enzym transportiert wird (Glutathionperoxidase, Katalase, Superoxiddismutase u. ä.), das die Fähigkeit besitzt, zwei gebundene freie Radikale zu vereinen und zu neutralisieren.
ANTIOXIDATIVE MOLEKÜLE
Antioxidantien und Alterung: Die Zufuhr von Antioxidantien schützt uns nicht nur vor Krankheiten, sondern verhindert auch vorzeitige Alterung. Die Lebensdauer von Tieren, denen Antioxidantien zugeführt wurden, ist länger als die von Tieren ohne diese Zufuhr. Vitamin E und Vitamin C sind wichtige Vitamine, die die Lebensdauer verlängern.
Antioxidative Nährstoffe: Dazu gehören Beta-Carotin (Vitamin A), Vitamin C, Vitamin E, Selen und Mangan. Beta-Carotin verhindert die Bildung freier Radikale aus dem Sauerstoffmolekül. Das fettlösliche Vitamin E wirkt wie ein antioxidatives Enzym und verhindert den Abbau der Zellmembran.
Selen ist ein Enzym mit antioxidativer Wirkung, das die als Peroxide bezeichneten freien Radikale in mehrfach ungesättigte Fette umwandelt. Das wasserlösliche Vitamin C verhindert die Entstehung schädlicher Reaktionen in den Zellen. Auf diese Weise fungieren antioxidative Lebensmittel als wirksamer Schutz gegen Herzerkrankungen, Herzinfarkt, Krebs und vorzeitige Alterung.
Zusammenfassend: Freie Radikale und Alterung: Die Geschichte der Antioxidantien beginnt mit den freien Radikalen. Diese hochaktiven Verbindungen (freie Radikale) finden sich in verschmutzter Luft, Zigarettenrauch, Strahlung, Pflanzenschutzmitteln, verdorbenen Lebensmitteln sowie im normalen Körperstoffwechsel (im metabolischen Prozess). Freie Radikale greifen die Zellen im Körper an und zerstören sie. Beim ersten Angriff entsteht zunächst ein neues freies Radikal, und eine unkontrollierbare Kettenreaktion beginnt.
Wenn freie Radikale eines der Fette in der Zellmembran angreifen, verändert sich das Fettmolekül. Diese Veränderung ist dieselbe kleine Veränderung, die pflanzliche Öle ranzig werden lässt. Wenn sich Fette im Körper verändern, wird die Struktur und Funktion der Zellmembran geschädigt; die Zellmembran kann Nahrungsstoffe, Sauerstoff und Wasser nicht mehr langfristig transportieren und kann die Ausscheidung verbrauchter Stoffe nicht mehr regulieren. Setzt sich der Angriff der freien Radikale fort, führt dies zum Abbau der in der Zellmembranstruktur enthaltenen Fette, zum Zerreißen der Zellmembran und zur Auflösung der Zellbestandteile. Das Austreten intrazellulärer Bestandteile aus der Zelle schädigt auch die umliegenden Gewebe. Der Angriff freier Radikale und die Zerstörung der Zellmembran werden als „Lipidoxidation“ oder „oxidativer Schaden“ bezeichnet.
Man geht davon aus, dass der von freien Radikalen verursachte Gewebeschaden die Hauptursache für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) und Herzerkrankungen ist. Das Anhaften von durch oxidativen Schaden zerstörten Blutzellen (Thrombozyten) an den Wänden der Arterien sowie ein erhöhter Cholesterinspiegel schädigen die Arterien. All diese Vorgänge tragen zum Fortschreiten der Arteriosklerose bei. Spätere Stadien sind kardiovaskuläre Erkrankungen sowie eine verringerte Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz und Gehirn. Gewebe, denen Sauerstoff entzogen wird, zeigen eine Wirkung freier Radikale, die das Fortschreiten der Krankheit beschleunigt und das Herzinfarktrisiko der betroffenen Personen erhöht.
Freie Radikale wirken sich gleichzeitig auch auf die Nukleinsäuren (DNA) aus, die den genetischen Code der Zellen in sich tragen und die Reproduktion und das Wachstum der Zelle ermöglichen. Wenn sich der genetische Code der Zellen verändert, können sie absterben, weil sie die von der Mutterzelle kommende Botschaft nicht mehr langfristig lesen können. Übermäßiger Zelltod führt zu vorzeitiger Alterung, und wenn sich Zellen andererseits verändern, entstehen Zelllinien, die Krebs und ähnliche Krankheiten begünstigen.
Das Energieproduktionszentrum der Zelle (die Mitochondrien) wird durch den Angriff freier Radikale geschädigt. Der oxidative Schaden in diesem Zentrum führt zum Stillstand der Energieproduktion und der Proteinsynthese. Die Zelle lebt dann nur noch als Überrest weiter und stirbt allmählich ab. Die zelluläre Alterung in Geweben ist die Anhäufung von Zellrückständen, die durch die vorzeitige Alterung der Gewebe infolge der Schäden freier Radikale entsteht.
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