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Menstruationsschmerzen werden bald der Vergangenheit angehören

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 22.06.2025 3 min read

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) und die Dysmenorrhö (schmerzhafte Menstruation) sind häufige gynäkologische Probleme, die die Gesundheit und Lebensqualität von Frauen erheblich beeinträchtigen. Bei vielen Frauen treten in diesen Phasen Symptome wie Stimmungsschwankungen, Unterleibs- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Brustempfindlichkeit, Verdauungsstörungen und Angstzustände auf. Diese Symptome sind nicht allein Ausdruck eines hormonellen Ungleichgewichts, sondern stehen auch im Zusammenhang mit einer neuronalen Regulationsstörung, Ernährungsdefiziten, Aktivierung des Immunsystems und einer Unzulänglichkeit der Entgiftungssysteme. Daher ist – über die klassische symptomatische Behandlung hinaus – ein ganzheitlicher, auf der Regulationsmedizin basierender Ansatz erforderlich.

1. Grundlegende Ursachen der hormonellen Dysfunktion und die Rolle der Neuraltherapie

Das Krankheitsbild von PMS und Dysmenorrhö steht meist im Zusammenhang mit hormonellen Dysfunktionen wie einem Östrogen-Progesteron-Ungleichgewicht, erhöhten Prolaktinwerten oder einer gestörten LH/FSH-Rhythmik. Diese Dysfunktion selbst ist jedoch häufig die Folge neurovegetativer Störungen wie eines verminderten Vagustonus, einer gestörten Stressantwort und von Störfeldern.

Die Neuraltherapie entfaltet regulierende Wirkungen auf das autonome Nervensystem, insbesondere auf die zervikalen Segmente (Th10–L2, S2–S4), die Ganglienkette des Beckens und Störfelder, die die hypothalamo-hypophysäre Achse belasten. Zudem sollten frühere Beckenoperationen, Infektionen oder dentale/kieferbezogene Herde der Patientin berücksichtigt und mittels Neuraltherapie reguliert werden.

2. Phytotherapie: Nachtkerzenöl (Evening Primrose Oil) und weitere Unterstützung

Insbesondere die im Nachtkerzenöl (Evening Primrose Oil, EPO) enthaltene Gamma-Linolensäure (GLA) spielt eine regulierende Rolle im Prostaglandinstoffwechsel. Sie lindert dysphorische Symptome und Menstruationsschmerzen. Diese phytotherapeutische Unterstützung hat sich bei der Behandlung von PMS und Dysmenorrhö als recht wirksam erwiesen.

Weitere wichtige Unterstützung:

Vitamin E: Reduziert dank seiner antioxidativen Eigenschaften Ödeme und Brustempfindlichkeit. Bei Dysmenorrhö dämpft es die Wirkung der Prostaglandine.

Magnesium: Verringert Spasmen der uterinen glatten Muskulatur und lindert psychische Symptome.

Vitamin B6: Trägt zur Neurotransmittersynthese bei und mindert dadurch Reizbarkeit und depressive Verstimmung.

Omega-3-Fettsäuren: Reduzieren Entzündungen und mindern dadurch die Schmerzintensität.

NADH und Coenzym Q10: Unterstützen die zelluläre Energieproduktion und verbessern die mitochondriale Funktion. Sie sind besonders bei chronischer Erschöpfung und Stimmungsstörungen hilfreich.

3. Schwermetallbelastung und die Bedeutung der Chelattherapie

Bei vielen Patientinnen werden begleitend zu PMS und Dysmenorrhö eine latente Azidose und eine Schwermetallbelastung (insbesondere Cadmium, Blei, Quecksilber) beobachtet. Es ist bekannt, dass diese Toxine neben dem hormonellen Gleichgewicht auch das Nervensystem und die mitochondrialen Funktionen stören. An diesem Punkt sind Chelattherapien für die Wiederherstellung der Regulation von Bedeutung. Zugleich ergänzen pflanzliche Entgiftungspräparate (zum Beispiel NTVita Tetra DTX Plus) und Leberunterstützung (zum Beispiel NTVita IMN Plus) den Prozess.

4. Akupunktur und Manuelle Medizin

Akupunkturpunkte wie Milz-6, Ren-4, Dickdarm-4 und Magen-36 werden bei der Behandlung von PMS und Dysmenorrhö häufig eingesetzt. Auch die Förderung der Beckendurchblutung, die Lockerung des Bindegewebes und die manuelle Behebung von Iliosakralgelenk-Dysfunktionen tragen zur Behandlung bei.

5. Endometriose: Die zugrunde liegende chronische Entzündung

Bei jeder Patientin mit PMS oder Dysmenorrhö sollte die Möglichkeit einer Endometriose nicht außer Acht gelassen werden. Bei diesen Patientinnen häufig auftretende Symptome wie Beckenschmerzen, Schmerzen beim Stuhlgang und Unfruchtbarkeit sind für die Differentialdiagnose wichtig. Auf Endometriose ausgerichtete neuraltherapeutische Anwendungen (zum Beispiel Injektionen an den Uterusligamenten, dem Plexus sacralis und den Beckenganglien) reduzieren sowohl die Schmerzen als auch die Gewebereizbarkeit.

6. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Regulierung der Darmflora

Bei einem großen Teil der PMS- und Dysmenorrhö-Patientinnen bestehen begleitend Nahrungsmittelunverträglichkeiten (insbesondere gegenüber Laktose, Gluten, Hefeprodukten) und eine Dysbiose. Deshalb sind die Beurteilung der Darmflora mittels Tests, eine pro-/präbiotische Unterstützung und, falls erforderlich, eine Eliminationsdiät für den Behandlungserfolg notwendig.

PMS und Dysmenorrhö weisen eine Pathophysiologie auf, die zu komplex und vielschichtig ist, um allein durch hormonelle Schwankungen erklärt zu werden. Der Ansatz der Regulationsmedizin, der Methoden wie Neuraltherapie, Phytotherapie, NADH-Q10-Unterstützung, Chelattherapie, Akupunktur und die Regulierung der Darmgesundheit integriert, bietet sowohl bei der Linderung der Symptome als auch bei der Behebung der zugrunde liegenden Ursachen wirksame und dauerhafte Lösungen.

Die in der Klinik von Dr. Hüseyin Nazlikul gewonnenen Erfahrungen und Fallanalysen zeigen, dass dieser ganzheitliche Ansatz wirksame Ergebnisse liefert und dass eine Beschränkung auf klassische Ansätze viele Patientinnen jahrelang in einem symptomatischen Teufelskreis gefangen hält.

Weitere Informationen zur Neuraltherapie und den übrigen Behandlungsmethoden von Hüseyin Nazlıkul finden Sie hier.

Hüseyin Nazlıkul

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