Intermittierendes Fasten
Der Körper reinigt sich von schädlichen Toxinen, indem er sie über die Leber, die Nieren, den Urin, den Stuhl, die Atemwege und den Schweiß über die Haut ausscheidet. Insbesondere durch die zunehmende Industrialisierung haben sich Toxine jedoch viel schneller im Körper angesammelt, als der Selbstreinigungsprozess des Stoffwechsels bewältigen kann, sodass der Organismus nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu reinigen.
Für ein gesundes und vitales Leben ist es notwendig, dem Körper bewusst von außen zu helfen und die Ausscheidung von Toxinen aus dem Organismus zu unterstützen. Dieser als Entgiftung (Detoxifikation) bezeichnete Prozess kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Die wirksamste Methode ist das strenge Diätprogramm.
Eine der heutzutage am meisten diskutierten Fragen zur Ernährung betrifft die Anzahl der Mahlzeiten. Tatsächlich ist das System, das körperliches und seelisches Wohlbefinden gewährleistet, eine Mahlzeit pro Tag und ein Fastentag pro Woche. Auch Diäten des intermittierenden Fastens im Zusammenhang mit der Anzahl der Mahlzeiten haben sich stark verbreitet.
GESUNDHEITSFASTEN
Das „Heilfasten“ oder auch „Gesundheitsfasten“ wurde in Deutschland dank Dr. Otto Buchinger (1882-1970) bekannt. Buchinger zufolge besteht das Ziel der Fastenkur darin, den Körper von krankheitserzeugenden Stoffen zu befreien. Anders ausgedrückt ist Gesundheitsfasten ein natürlicher Entgiftungsprozess.
Aufgrund verschiedener Erfahrungen können wir davon ausgehen, dass in der ersten Phase schädliche, krankmachende Stoffe, die sich in Zellverbänden bzw. genauer im Bindegewebe befinden – anders ausgedrückt pathologische Ablagerungen, Toxine, alte Schichten, Ablagerungsrückstände, Fremdstoffe, entzündete Bereiche, geschwächte Elemente und kurz gesagt negativ wirkende Substanzen – abgebaut und beseitigt werden.
Gesundheitsfastenkuren sollten in der Regel 1-4 Wochen dauern.
Um den Darm von Nahrungsrückständen zu befreien, beginnt man mit mindestens zwei Tagen, an denen nur Obst und Gemüse gegessen wird; danach wird der Darm mit etwa 30-40 g Natriumsulfat (ein natürliches Abführmittel) gereinigt. In der neueren Praxis wird dieser Prozess durch zwei Sitzungen Colon-Hydro-Therapie unterstützt.
An den Gesundheitsfastentagen wird zum Frühstück Kräutertee, zum Mittagessen Gemüse oder Gemüsesaft und zum Abendessen Obstsaft konsumiert. Feste Nahrung möglichst zu meiden ist ein wichtiger empfohlener Ansatz beim Gesundheitsfasten.
Es wurde beobachtet, dass Gesundheitsfasten bei zahlreichen Erkrankungen positive Effekte zeigt, darunter Rheuma, fieberhafte Infektionen, Hauterkrankungen, Herzbeschwerden, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Glaukom, Nierenerkrankungen, chronische Verstopfung, chronische Kopfschmerzen wie Migräne, venöse Durchblutungsstörungen, Krampfadern und daraus resultierende Unterschenkelgeschwüre, Adipositas, Epilepsie, Neurosen und Depressionen.
Man geht davon aus, dass Gesundheitsfasten dazu beitragen kann, die Gesundheit zu bewahren, die Lebenserwartung zu erhöhen und Krebs vorzubeugen. Nach einer Gesundheitsfastenkur wurde sowohl bei Frauen als auch bei Männern infolge der aus dem Körper ausgeschiedenen Toxine eine deutliche Steigerung bzw. Verbesserung der sexuellen Leistungsfähigkeit beobachtet.
Vor allem in Deutschland, aber auch heute in vielen anderen Kliniken, wird die Buchinger-Methode angewendet.
In diesen Zentren werden Patienten meist auch psychologisch betreut und auf ein ausgewogenes und ausreichendes Ernährungsprogramm nach der Behandlung vorbereitet.
Während Menschen zu Beginn häufig zur Gewichtsabnahme kommen, machen sie es, nachdem sie die positiven Veränderungen bei sich selbst beobachtet haben, oft zu einem festen Bestandteil ihres Lebens und überzeugen auch ihre Familienmitglieder davon.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.