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Der gesunde Körper in fünf Dimensionen Betrachten wir den Körper in seinen fünf Dimensionen!

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 16.04.2023 6 min read
Der gesunde Körper in fünf Dimensionen Betrachten wir den Körper in seinen fünf Dimensionen!
Betrachten wir den Körper in seinen fünf Dimensionen!

Das Modell des fünfdimensionalen Körpers wurde erstmals 1978 von Prof. Dr. med. Horst Ferdinand Herget entwickelt, im Laufe der Jahre von Klinghardt weiterentwickelt und ist ein Ansatz, an dem auch ich weiterhin arbeite.

Die Komplementärmedizin betrachtet gemeinsam die genetischen, umweltbedingten, erworbenen, sozialen und aktuellen Faktoren, die eine Krankheit begünstigen können, sowie die weiteren organischen, funktionellen, psychologischen und seelischen Differenzierungen, die durch Störungen eines Organs beeinflusst werden. Um in der Komplementärmedizin und der Regulationsmedizin erfolgreich zu sein und das Ganze erfassen zu können, ist es sehr wichtig, die Funktion der fünf Dimensionen des Körpers zu verstehen und zu erfassen. Denn das Erfassen der fünf Dimensionen des Körpers ermöglicht es, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Dieser Ansatz führt zu einem Unterschied und einer bedeutsamen Steigerung des klinischen Erfolgs des Arztes. Dieses Modell ist heute fest in den Mittelpunkt der Perspektive der Regulations- und Komplementärmedizin integriert.

Der klinische kinesiologische Muskeltest, eine der Heilkünste, ist eine der nicht-konventionellen, bioenergetischen Methoden, die Veränderungen der Körperfunktionen aufdeckt, noch bevor sie sich physisch manifestieren. Der menschliche Körper ist ein Zusammenspiel. Neben der chemischen und physischen Struktur ist die psychologische Struktur die dritte Struktur.

Menschen können sich nur dann von ihren chronischen Erkrankungen befreien, wenn sie ihre Existenz auf einer tieferen Ebene offenlegen. Dafür muss man den Körper als fünf Dimensionen betrachten und beurteilen können. Um bei chronischen Erkrankungen erfolgreich zu sein, wird betont, dass es notwendig ist, dem Körper zu therapeutischen Zwecken mindestens zwei, besser drei gerichtete Reize zu geben. Alles im Körper ist Information und Regulation. Das Verständnis des fünfdimensionalen Körpers ist eine unverzichtbare Voraussetzung der Regulationsmedizin. Das Verständnis der Regulationsmedizin und der Komplementärmedizin sowie ihre Verbindung zur modernen Medizin wird durch den elektrischen Körper möglich. Die beste und richtige Brücke zwischen Regulationsmedizin, Komplementärmedizin, moderner Medizin und traditioneller Medizin ist die Neuraltherapie. Denn das Verständnis des elektrischen Körpers und seine Überschneidungen mit den anderen Dimensionen erfolgen über das vegetative Nervensystem (VNS). Eine wichtige Behandlung, die dieses reguliert, ist die Neuraltherapie.

1. Die erste Dimension des Körpers (Physischer Körper)

Die tiefste bzw. unterste Stufe wird als erste Dimension oder physischer Körper bezeichnet. Der physische Körper ist die Verbindung des gesamten Körpers mit der Erde, also mit der Energiequelle. Der physische Körper ist die Dimension, die wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können und die an der Haut endet. Er ist identisch mit dem, was wir sehen, hören, riechen, ertasten und schmecken. Eines der besten Beispiele dafür, dass wir den Körper als Ganzes betrachten müssen, sind manche klinische Bilder, die sich mit Antidepressiva nicht lösen lassen. Dies erklärt, warum Depressionsbehandlungen, bei denen ohne ausreichende Beherrschung der ersten Dimension – und ohne auch nur an den energetischen Körper der nächsthöheren Stufe zu denken – wirksame Antidepressiva und Medikamente eingesetzt werden, die auf die mentale Dimension der dritten Stufe abzielen, oft nicht erfolgreich sind oder immer wieder mit rezidivierenden klinischen Bildern begegnet werden.

2. Die zweite Dimension des Körpers (Energetischer Körper)

Die zweite Dimension des Körpers ist der energetische bzw. elektrische Körper. Dies ist nicht nur die Summe der elektrischen Aktivitäten des Nervensystems, die sämtliche elektrischen und elektromagnetischen Vorgänge verursachen. Das vegetative Nervensystem umhüllt mit seiner 500.000 km langen Oberfläche den gesamten Körper von einem Ende zum anderen. Es bildet um die vorhandene leitende neuronale Struktur ein dynamisches elektrisches Feld. Obwohl seine Stärke mit der Entfernung vom Körper abnimmt, erstreckt sich dieses elektromagnetische Feld theoretisch bis ins Unendliche.

Das VNS durchzieht die Grundsubstanz in Form eines sehr fein gewebten Netzes; seine eigentliche Aufgabe ist die Aufrechterhaltung der Konstanz des Milieus und die Koordination der Organfunktionen. Wichtig ist hier die kontinuierliche Sammlung und Verarbeitung von Informationen. Der energetische Körper ist die Dimension, in der das Magnetfeld, die Bioinformative Medizin, die Biorresonanz, das Photon – kurz die Reflextherapien, allen voran in ihrer wissenschaftlichsten Form die Neuraltherapie – am wirksamsten sind.

3. Die dritte Dimension des Körpers (Mentaler/Geistiger Körper)

Sie wird auch als geistiges Feld oder Feld der Übereinstimmung bezeichnet. Rupert Sheldrake nannte dieses Feld das morphische Feld. Der vierten Dimension geben Glaube, Haltung und Gedanken ihre Form. Theoretisch erstreckt sie sich, indem sie die beiden darunterliegenden Dimensionen einbezieht, ins Unendliche. Vor jeder Gedankenkette steht ein Gefühl. Geht man davon aus, beeinflussen unsere Gedanken unsere Gefühle, unsere Gefühle unsere Energie, und diese wiederum unsere physische Struktur. Das heißt, jeder Körper beeinflusst einen untergeordneten Körper; der physische Körper und der energetische Körper stehen unter dem Einfluss des mentalen Körpers.

Der mentale Körper ist für die menschliche Psychologie und Gesundheit sehr wichtig. Im mentalen Körper nehmen die Gefühle einen besonderen Platz ein. Denn die Regulation der Gefühle erfordert eine Einheit. Diese wiederum kann nur durch die Regulation des energetischen Körpers, also des VNS, erreicht werden. So wird es viel leichter verständlich, warum man bei der Behandlung psychologischer Beschwerden mit chemischen Medikamenten manchmal machtlos bleiben kann.

4. Die vierte Dimension des Körpers (Intuitiver Körper)

Die vierte Dimension liegt jenseits von Verstand und Sprache. Bei den amerikanischen Ureinwohnern wird diese Dimension des Körpers Turiya genannt. In dieser Dimension gibt es ein wichtiges Zentrum der Symbole. Das Gehirn arbeitet in der Tiefe mit Symbolen. Im Verlauf dieser Prozesse verwandeln sich Symbole in Bilder, und Bilder wiederum in Gefühle. Der vierte Körper steht unter dem Einfluss vergangener Leben und Karmas.

5. Die fünfte Dimension des Körpers (Seelischer Körper)

Diese Dimension ist die Ebene der Selbstheilung des Menschen, die wir als seelischen Körper bezeichnen. Hier besteht die einzige Beziehung zwischen dem Individuum und dem Schöpfer. Man glaubt, dass die fünfte Dimension diejenige ist, über die Gott den Menschen erreicht. Auf diese Weise bestimmt das Individuum seinen eigenen Weg, nutzt seine Kraft, lernt und sammelt Erfahrungen. Ein Arzt bzw. Psychologe sollte vorsichtig sein, wenn er seinem Patienten in der fünften Dimension hilft. Personen, die auf dieser Ebene wirklich erfahren sind, besitzen ein derart tiefes Wissen sowie Respekt und Verständnis, dass sie ihre Erfahrungen kaum in Worte fassen können.

Jede Dimension hat ihre eigenen, in sich zu verstehenden Regeln und Gesetze. Damit der Mensch gesund sein kann, muss der elektrische Körper, also die zweite Dimension des Körpers, vollständig gesund sein. Der elektrische Körper vermittelt die von oben kommenden Informationen an Zellen und Organe. Liegt ein Kommunikationsfehler im zweiten Körper vor, ist es unmöglich, mit noch so vielen richtigen und schönen Dingen in der 3. bis 5. Dimension eine vollständige Heilung und ein gesundes Umfeld zu schaffen. Die ersten drei Stufen sind der persönliche, die vierte und fünfte Stufe der transpersonale Bereich. Jede höhere Stufe steht in Beziehung zu der darunterliegenden Stufe, die sie organisiert. Jede untere Stufe nährt energetisch die darüberliegende Stufe und bestimmt deren individuelle Grenzen. Als Ärzte müssen wir die ersten drei Stufen des Körpers sehr gut kennen, die Dysfunktionen bei der Person erkennen, beurteilen und über wirksame Behandlungsmethoden verfügen.

Dr. Hüseyin NAZLIKUL,  M.D.,  PhD.
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin 

Verwendete Quellen:

•    Nazlikul, H: Neuraltherapie Lehrbuch
•    Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
•    H. Barops (Übersetzer H. Nazlikul) Neuraltherapie-Atlas 
•    L. Fischers  (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam) Neuraltherapie-Buch
•    Weinschenk, S: Neuraltherapie 
•    Fischer, L et al.: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie