Auswirkungen der Neuraltherapie bei posttraumatischer Paraplegie: Ein Fallbericht über eine…

ZUSAMMENFASSUNG
Die Neuraltherapie ist eine Behandlungsmethode, die zur Regulation des autonomen (vegetativen) Nervensystems durch die Anwendung sehr geringer Dosen von Lokalanästhetika wie Procain und/oder Lidocain eingesetzt wird. Die Neuraltherapie, eine bei vielen Erkrankungen einsetzbare Behandlungsmethode, bedeutet, das autonome (vegetative) Nervensystem zu beeinflussen und dadurch die Selbstheilungsfunktion des Körpers zu aktivieren. Die Tatsache, dass diese Behandlungsmethode eine wirksame Komponente der Störfeldtherapie ist – insbesondere in der Humanmedizin unter dem Namen ganzheitliche medizinische Praktiken –, macht sie in der Regulationstherapie unverzichtbar. Kurz gesagt, wenn man diese Behandlungsmethode unter dem Aspekt der Regulation betrachtet, kann man sie als die Kunst beschreiben, den Körper auf seine Werkseinstellungen zurückzusetzen. In diesem Fallbericht wird beschrieben, dass eine Katze mit posttraumatischer Paraplegie sowie Harn- und Kotinkontinenz nach einer an bestimmten Punkten per Injektion durchgeführten Neuraltherapie eine deutliche – dauerhafte Verbesserung zeigte. Bei der Patientin, die vor der Behandlung einen propriozeptiven Verlust, eine fortgeschrittene neurologische Funktionsstörung sowie Harn- und Kotinkontinenz aufwies, wurde beobachtet, dass sie am Ende von 4–5 Sitzungen Neuraltherapie wieder laufen und normale motorische Funktionen mit vollständiger Genesung ausführen konnte. Die Patientin erhielt während des Neuraltherapie-Behandlungszeitraums keine Kortikosteroidbehandlung. Die Injektionen wurden direkt an der Verletzungsstelle sowie in den mit dem betroffenen Bereich assoziierten Segmentzonen verabreicht. Dieser Fallbericht ist der erste veröffentlichte Artikel zur Neuraltherapie im Bereich der Veterinärmedizin in der Türkiye und gilt als wegweisend für zukünftige Studien.
DOI: https://doi.org/10.30704/http-www-jivs-net.1490986
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