Warum wir uns von kohlensäurehaltigen Getränken fernhalten sollten… 1 Glas Cola entspricht 32 Gläsern Wasser
Kohlensäurehaltige Getränke entstehen durch die Versetzung gezuckerter Mischungen mit Kohlendioxidgas (CO2). Der pH-Wert dieser Mischungen liegt in der Regel zwischen 2,4 und 4. Solch stark säurehaltige Getränke können zahlreiche schädliche Wirkungen haben. Aus Sicht der modernen Medizin sind diese Getränke eine der häufigsten Ursachen für Karies und ulzeröse Erkrankungen. Kohlensäurehaltige Getränke enthalten neben viel Zucker auch eine hohe Menge an Phosphor. Im Körper müssen Phosphor und Kalzium im Gleichgewicht stehen. Um dieses Gleichgewicht angesichts des ansteigenden Phosphorgehalts wiederherzustellen, entzieht der Organismus den Knochen Kalzium, und dieser Kalziumverlust der Knochen begünstigt die Entstehung von Osteoporose. Über viele Jahre in großen Mengen konsumierte kohlensäurehaltige Getränke erhöhen aufgrund der von ihnen verursachten Azidose sowie der hohen Kalorienmenge und der Phosphorwirkung das Osteoporoserisiko.
Eine Flasche (330 ml) eines kohlensäurehaltigen Getränks enthält durchschnittlich 35-40 Gramm Zucker. Wenn man bedenkt, dass 1 Gramm Zucker 4 Kalorien enthält, enthält allein eine Flasche eines kohlensäurehaltigen Getränks durchschnittlich 140-160 Kalorien. Man darf nicht außer Acht lassen, dass man mit einem Getränk, das man nur trinkt, um seinen Durst zu löschen oder sich abzukühlen, eine große Menge Kalorien aufnimmt, die dem Körper keinerlei zusätzlichen Nutzen bringen.
ES WERDEN 32 GLÄSER WASSER BENÖTIGT
Kohlensäurehaltige Getränke sind sehr säurehaltig, insbesondere Cola wird beim Trinken direkt als Säure resorbiert und kann den pH-Wert im Darm bis auf 2,5 senken. Um die durch ein Glas Cola verursachte Säure zu neutralisieren, sind ganze 32 Gläser Wasser erforderlich. Die schädlichen Auswirkungen dieser Übersäuerung lassen sich kaum aufzählen, doch so viel können wir hier sagen: Ein übersäuerter Körper ist ein Körper, der beginnt, krank zu werden. Auch wenn sich dies in den letzten Jahren zunehmend ändert, sollten wir als Gesellschaft, die generell nicht gerne Wasser trinkt, säurehaltige Getränke meiden.
Um die Kalorienmenge zu reduzieren, sollte auch der übermäßige Konsum von Produkten mit künstlichen Süßstoffen wie „Light/Diät/diabetisch/Zero“ vermieden werden. Diese Produkte üben ebenfalls einen anregenden Effekt auf die Ausschüttung von Insulin durch die Bauchspeicheldrüse aus. Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, obwohl kein Zucker vorhanden ist, den sie verwerten könnte – dieser Zustand ist langfristig ein Faktor, der das Stoffwechselgleichgewicht stört. Diese Produktgruppe sollte in erster Linie von Diabetikern verwendet werden, doch selbst sie sollten dabei sehr maßvoll vorgehen.
Was ungesund ist, ist für jeden ungesund.
ES ENTSTEHT BLUTARMUT
Die meisten kohlensäurehaltigen Getränke enthalten Koffein. Da Koffein eine harntreibende (diuretische) Wirkung hat, führt es zu einem Flüssigkeitsverlust im Körper. Ein ausgetrocknetes Bindegewebe ist ein verschmutztes Bindegewebe, und zahlreiche kosmetische Beeinträchtigungen, allen voran Cellulite, sind Ausdruck dieses verschmutzten Bindegewebes. Kohlensäurehaltige Getränke sind eine wichtige Ursache für diese unerwünschten Zustände.
Trotz dieser und ähnlicher negativer Auswirkungen tritt bei häufigem Konsum kohlensäurehaltiger Getränke noch eine weitere Folge auf: Blutarmut, da die Eisenaufnahme behindert wird.
Die erste Reaktion mancher Leser dieser Zeilen und ebenso mancher unserer Patienten, mit denen wir diese Tatsachen teilen, lautet meist etwa so: „Ich mag kohlensäurehaltige Getränke sehr, ich trinke sie schon seit Jahren, aber es passiert mir nichts.“ Jeder dieser Faktoren ist für sich genommen ungesund, und zusammengenommen schaffen sie Zustände, die die Gesundheit des Körpers bedrohen. Niemand bekommt ein Magengeschwür, weil er eine Flasche Cola getrunken hat, und niemand bekommt Cellulite an den gesamten Beinen wegen einer Tasse Kaffee, doch je mehr ungesunde Faktoren zusammenkommen, desto geringer werden die Gesundheitsreserven unseres Körpers.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Schön, glücklich und gesund“.