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Betrifft sowohl die Augen als auch den Geist... Der Albtraum: Migräne... 6 Wege, um sie loszuwerden

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 09.06.2024 2 min read

Bei Migräne kann die Neuraltherapie durch mehrere zusammenwirkende Mechanismen wirksam sein, um Schmerzen zu lindern sowie Häufigkeit und Schweregrad der Migräneanfälle zu reduzieren. Hier sind einige Mechanismen, durch die die Neuraltherapie bei Migräne wirksam sein kann:

  1. Lokalanästhetische Wirkung:

Die Injektion von Lokalanästhetika wie Procain an bestimmte Triggerpunkte oder Schmerzbereiche kann eine sofortige schmerzlindernde Wirkung zeigen. Das Lokalanästhetikum blockiert die Übertragung von Schmerzsignalen im Nervensystem, was zu einer Verringerung des Schmerzempfindens führt.

  1. Störfeldtherapie:

Die Neuraltherapie basiert teilweise auf der Störfeldtheorie. Störfelder sind Bereiche im Körper, die durch Verletzungen, Narben oder chronische Entzündungen gestört sind und Schmerzen in entfernten Körperregionen auslösen können. Durch die Injektion von Lokalanästhetika in diese Störfelder können abnormale Signale unterbrochen und Schmerzen reduziert werden.

  1. Modulation des autonomen Nervensystems:

Die Injektionen können das autonome Nervensystem beeinflussen, das für die Regulierung der Blutgefäße und des Schmerzempfindens zuständig ist. Durch diese Beeinflussung des autonomen Nervensystems kann die Neuraltherapie die Durchblutung im Kopfbereich normalisieren und so die Migränesymptome lindern.

  1. Verbesserung der Durchblutung:

Die Neuraltherapie kann die Durchblutung in den behandelten Bereichen verbessern, was zu einer besseren Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie zu einer Reduzierung von Entzündungen führt. Dies kann besonders bei Durchblutungsstörungen hilfreich sein, die bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen können.

  1. Entzündungshemmende Wirkungen:

Lokalanästhetika wie Procain besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Die Injektion kann Entzündungen an der Injektionsstelle reduzieren, was ebenfalls zur Linderung der Schmerzen beitragen kann.

  1. Psychologische Effekte:

Die sofortige schmerzlindernde Wirkung und das Gefühl der Kontrolle über den Schmerzzustand können auch positive psychologische Effekte hervorrufen, die dazu beitragen können, den bei chronischen Schmerzpatienten häufig vorhandenen Kreislauf aus Angst und Schmerz zu durchbrechen.

Praktische Anwendung:

Wird die Neuraltherapie zur Behandlung von Migräne eingesetzt, werden in der Regel bestimmte, mit den Migräneanfällen in Verbindung stehende Triggerpunkte, Narben oder Störfelder identifiziert und behandelt. Der Therapeut setzt an diesen Stellen Injektionen mit Lokalanästhetika. Die Anzahl der Behandlungen kann je nach Schweregrad und Häufigkeit der Migräne variieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Neuraltherapie nicht bei allen Patienten gleich wirksam ist und die Ergebnisse variieren können. Es wird empfohlen, dass die Behandlung von einem erfahrenen und qualifizierten Therapeuten durchgeführt wird. Vor Beginn der Behandlung sollte stets eine umfassende ärztliche Beratung erfolgen und die Eignung sowie mögliche Risiken bewertet werden.

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