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Schon zwei Minuten reichen aus... Die Gefahr, die wir in unserer Tasche tragen

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 12.04.2026 3 min read
Bei der Übertragung von Informationen über Kabel wird Hochfrequenz verwendet. Wenn elektrische und magnetische Felder von einem einzigen Sender ausgehen, verbinden sie sich zu einer elektromagnetischen Welle.

Entsprechend der Wellenlänge, also der Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit, senden Betreiber wie Radio, Fernsehen und Mobil­telefonInformationen über die Luft. Zusätzlich entstehen auch im häuslichen Umfeld Wellen, die von schnurlosen Telefonen, Babyphones, Fernbedienungen, Mikrowellenherden oder Monitoren ausgehen.

Die enorme Anzahl an Sendemasten und -anlagen wird als flächendeckende Verschmutzung bezeichnet. Der uneingeschränkte Einsatz all dieser künstlichen elektromagnetischen Felder erzeugt eine elektromagnetische Umweltbelastung, die unsere Gesundheit bedroht. Radio- und Fernsehprogramme benötigen im Vergleich zu Mobiltelefonen weniger Sender, aber eine höhere Übertragungsleistung. In Deutschland zum Beispiel gibt es über 100.000 Sendeanlagen. In der Türkei hingegen ist im geltenden „Projekt für elektromagnetische Felder“ ein Höchstwert von 0,1 W/kg SAR festgelegt, während bei verkauften Telefonen diese Werte bis zu 1,11 W/kg SAR ansteigen.

SIND MOBILTELEFONE GEFÄHRLICH?
Vorfälle, denen wir im Alltag häufig begegnen – etwa dass Computer Radioübertragungen stören oder Mobiltelefone die ABS-Systeme von Fahrzeugen blockieren – sind nur einige Beispiele für elektromagnetische Interferenz und Wechselwirkung (EMI, Electromagnetic Interference).

Wenn bei einem elektromagnetischen Interferenzproblem die Wechselwirkung zwischen zwei Geräten besteht, spricht man von „elektromagnetischer Kompatibilität“ (Electromagnetic Compatibility); besteht die Wechselwirkung zwischen einem Gerät und lebendem Gewebe, spricht man von „Bioelektromagnetismus“.

Wissenschaftler, die dieses Thema, also die Wirkung elektromagnetischer Felder, untersuchen, konzentrieren sich insbesondere auf Radio- und Fernsehsender, Radaranlagen, Funkgeräte, Mikrowellenherde, medizinische Geräte und schließlich Mobiltelefone.

Manche Experten vertreten die Ansicht, dass Mobiltelefone das Risiko für Krebserhöhen, insbesondere die Entstehung von Blutkrebs und Speicheldrüsentumoren begünstigen, doch diese Behauptungen sind bislang nicht bewiesen. Die Hersteller von Mobiltelefonen warnen die Verbraucher angesichts dieser Behauptungen, indem sie die Strahlungswerte ihrer Produkte offenlegen.

SCHON EIN ZWEIMINÜTIGES TELEFONAT REICHT AUS, UM DEN ABWEHRMECHANISMUS AUSSER KRAFT ZU SETZEN
Mobiltelefone arbeiten mit niedrigen Leistungsstufen, doch wenn die Antenne, die bei Analogtelefonen 600 mW und bei Digitaltelefonen 125 mW abstrahlt, sehr nah am Kopf verwendet wird, nähern sich die Strahlungswerte, denen man ausgesetzt ist, den Grenzwerten an. In Studien über die Wirkung von Mobiltelefonen und Basisstationen wurden Erkenntnisse gewonnen, wonach beide das Risiko für Erkrankungen des Nervensystems wie Krebs, Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose (MS) erhöhen und zu Beschwerden wie Schwindel und Konzentrationsstörungen führen; es wurde festgestellt, dass sogar ein zweiminütiges Telefongespräch ausreicht, um den Abwehrmechanismus außer Kraft zu setzen, der verhindert, dass schädliche Proteine und Toxine aus dem Blut ins Gehirn gelangen. Auch wenn diese Erkenntnisse noch nicht mit letzter Sicherheit bewiesen sind, ist offensichtlich, dass elektromagnetische Felder ein gesundheitliches Risiko darstellen. Deshalb verwenden viele Menschen ihre Mobiltelefone inzwischen mit Kopfhörer-Mikrofon-Sets, während andere sie nur noch in dringenden Fällen benutzen (höchstens 10–15 Minuten im Monat).

Die Standards D1, D2, E-Plus, E2 der Mobilfunknetze sowie DECT bei schnurlosen Telefonen haben eine wichtige Bedeutung. Mobiltelefone arbeiten, anders als Radio- und Fernsehsender, die keine konstante Abstrahlung erzeugen, heute vollständig mit niederfrequenten, konstant gepulsten digitalen Netzen von 100 Hz. Das bedeutet, dass das Telefon 270-mal pro Sekunde eine Verbindung zum Sender (zwischen Basisstation und Telefon) herstellt. Dasselbe gilt auch für DECT-Telefone. Auch deren Basisstationen senden konstant mit 100 Hz und wirken 24 Stunden am Tag auf den Nutzer ein.

Die Neuraltherapie und weitere Behandlungsmethoden von Hüseyin Nazlıkulfinden Sie hier.

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