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Richtige Ernährung bei Krebserkrankungen... Lebensmittel, die man meiden sollte

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 21.05.2023 2 min read

Die Aufgabe des Immunsystems besteht darin, sich gegen Krankheitserreger zu verteidigen. Es erkennt also krankhafte Veränderungen in den Körperzellen und beseitigt sie. Diese krankhaften zellulären Veränderungen werden durch schädliche Faktoren wie Viren, Medikamente und Umweltgifte ausgelöst. Wird unser Immunsystem fortlaufend übermäßig gereizt, kann es seine Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen, und unter diesen Bedingungen kann sich ein Tumor entwickeln.

SCHUTZFAKTOR

Es wurde festgestellt, dass ein erhöhter Gemüseverzehr sowie die mediterrane Ernährungsweise durch ihre antioxidative Wirkung das Risiko für viele Krebserkrankungen deutlich senken. Antioxidantien sind im weiteren Sinne verschiedene Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper vor „freien Radikalen“ schützen. Freie Radikale können aufgrund ihrer hohen Reaktionsfähigkeit mit sämtlichem Körpergewebe reagieren. Sie sind verantwortlich für Zellveränderungen und damit für die Auslösung von Krebs.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Phytochemikalien

Die Wirkungen sekundärer Pflanzenstoffe werden in den letzten Jahren zunehmend erforscht. Dabei wurde eine große Zahl chemischer Verbindungen identifiziert, die ausschließlich aus Pflanzen gewonnen werden können. Sie schützen den Menschen vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem.

Phytoöstrogene

Eine weitere Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die im menschlichen Organismus insbesondere vorbeugend gegen Brustkrebs wirkt, sind die Phytoöstrogene. Phytoöstrogene kommen in Sojabohnen, Vollkorngetreide, Leinsamen, Kohlgewächsen und dunklen Beeren vor.

Kreuzblütler-Gemüsefamilie

Unter der Vielzahl an Gemüsesorten fallen besonders die Kreuzblütler auf. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Brokkoli, Grünkohl und Blumenkohl sowie weitere Kohlsorten, ferner Radieschen, Meerrettich, Senf, Meerrettichkresse, Rucola und Kresse. Dank der in diesen Gewächsen enthaltenen Indole und Schwefelverbindungen besitzen sie eine schützende Wirkung. Bei Tieren wurde gezeigt, dass sie das Krebsrisiko senken.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind komplexe Kohlenhydrate, die in unserem Körper nicht abgebaut werden... Eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen schützt nicht nur vor Verstopfung, sondern auch vor Brustkrebs. Östrogene im Darm binden sich an Ballaststoffe und werden gemeinsam mit ihnen ausgeschieden. Dies verhindert, dass Östrogen aus dem Darmlumen erneut rückresorbiert wird und somit über den Blutweg zur Leber zurückkehrt. Auf diese Weise wird der Spiegel des biologisch aktiven Östrogens im Blut gesenkt.

Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Themen finden Sie in meinem Buch „Antientzündlicher Ernährungsratgeber“.

Dr. Hüseyin Nazlıkul

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