Behandlung des Hefepilzes (Candida albicans) Die Behandlung der Candidiasis lässt sich wie folgt einteilen:

1. Kombination aus pflanzlichen und chemischen Präparaten
2. Gesunde und ausgewogene Ernährung
3. Neuraltherapie
4. Wasser und körperliche Aktivität
5. Rektale Ozontherapie
6. Colon-Hydro-Therapie
1. Kombination aus pflanzlichen und chemischen Präparaten: Bei dieser Kombination empfehlen wir zunächst, um den Pilz dauerhaft zu beseitigen, in Apotheken erhältliche pflanzliche Kombinationspräparate. In diesem Fall ist meine erste Wahl die Kapsel „Ntvita CandStp MCT Oil". Ergänzend sind Probiotika mit lebenden Organismen zum Wiederaufbau der Darmflora, je nach Bedarf Präbiotika sowie natürliche Präparate zur Unterstützung des darmassoziierten Immunsystems ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung. Falls (anhand von Laborwerten) ein Mangel besteht, ist die Substitution fehlender Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem von großer Bedeutung.
2. Gesunde Ernährung und Diät: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung eigentlich unter dem Titel „Behandlung" zu beschreiben, ist nicht ganz zutreffend. Denn dies ist keine Behandlungsform, sondern gewinnt erst dann an Bedeutung, wenn sie zur Lebensweise wird. Erklären wir dennoch, was bei bestehender Candida-Besiedlung gemieden werden sollte und was von Nutzen ist:
Der wichtigste Nährstoff für Candida albicans ist Zucker. Weißmehl, Alkohol und alle daraus hergestellten Produkte wandeln sich rasch in Zucker um und nähren die Candida. Da das Aushungern der Candida während der Behandlung ein zweiter Weg zu ihrer Beseitigung ist, sollte über mindestens zwei Monate konsequent auf jegliche Art von raffinierten Kohlenhydraten verzichtet werden.- Bei raffinierten Kohlenhydraten sollte man nicht vergessen, dass neben Weißmehl und weißem Zucker auch jede Art von Alkohol eine Zuckerquelle darstellt.
- Da reife und getrocknete Früchte reichlich Fruktose enthalten und Fruktose sich schnell in Zucker (Glukose) umwandelt, sollte man auch auf reifes frisches Obst und Trockenfrüchte für mindestens zwei Monate verzichten.
- Reis, Bulgur, Sojasoße und hefehaltige Lebensmittel sind weitere Genüsse, die Menschen mit Candidiasis meiden sollten.
- Personen mit Candida im Darm sollten auf eine bunte und abwechslungsreiche Ernährung achten. Reichlich saisonales Gemüse, Salat, grünblättriges Gemüse, frische Zwiebeln, Knoblauch und Lauch unterstützen das Immunsystem, während besonders Kohlgemüse eine antimikrobielle Wirkung zeigt.
- Ein während dieser Behandlung besonders nützliches Lebensmittel ist die Tomate. Aufgrund des in ihrem Saft enthaltenen Lycopins, der Vitamine C und E, Kaliums und zahlreicher weiterer Mineralstoffe ist sie
während dieser Diätphase ein sehr nützliches Lebensmittel. - Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse sind eine reichhaltige Eiweißquelle für das Immunsystem und liefern zugleich reichlich Ballaststoffe sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe zum Schutz der Darmflora.
- Vollkornmehl und daraus hergestellte Produkte, Müsli, Getreideflocken und Getreidegerichte, alle Arten von Fisch sowie fettarmes Fleisch sind grundlegende Lebensmittel, die Menschen mit Candidiasis verzehren können.
- Neben den zu meidenden und den empfohlenen Lebensmitteln zeigt sich bei Personen mit Candida-Besiedlung und Dysbiose in nahezu allen Fällen eine erhöhte Nahrungsmittelempfindlichkeit, die auf eine gesteigerte Darmpermeabilität zurückzuführen ist. Auch diese Lebensmittel und Lebensmittelgruppen sollten für mindestens zwei Monate aus der Ernährung gestrichen werden. Denn selbst bei der niedrigsten Ausprägung einer Nahrungsmittelunverträglichkeitsreaktion sind mindestens acht Wochen erforderlich, bis diese abklingt.
Es gibt zwei wichtige Punkte, die wir nicht vergessen dürfen. Erstens unterscheidet sich diese Diät, also die Candida-Diät, sehr stark von Diäten zur Gewichtsabnahme: Bei Abnehmprogrammen hält man sich sechs Tage der Woche an die Diät, gönnt sich aber einen Tag als Belohnung, ohne dass dies ein Problem darstellt – das wird sogar empfohlen. Bei der Candida-Diät hingegen ist die Belohnung der Tag, an dem die Candidiasis überwunden ist; gelegentliche Ausrutscher verlängern lediglich die Behandlungsdauer.
Der zweite Punkt ist, dass sich Betroffene während der Behandlung, während die Candida abstirbt, möglicherweise nicht wohlfühlen und Beschwerden wie Allergien, Ausschlag, Schmerzen usw. zunehmen können. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die beim weiteren Absterben der Candida freigesetzten Toxine das Immunsystem belasten – es handelt sich also um eine Art Heilungskrise. Mit der Einnahme von „Ntvita CandStp MCT Oil"-Kapseln lässt sich diese Heilungskrise besser überstehen. Sobald die Toxine jedoch aus dem Körper ausgeschieden sind, setzt sich die Heilung rasch fort.
3. Neuraltherapie: Die mit Lokalanästhetika durchgeführte Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie und die grundlegende Behandlungsmethode zur Regulierung aller Prozesse, die dem Darmpilz den Boden bereiten.
4. Wasser und körperliche Aktivität: Die Heilung chronischer Erkrankungen ist nur durch eine Anpassung der Lebensweise möglich.
5. Rektale Ozontherapie: Die Ozontherapie ist eine komplementärmedizinische Behandlungsmethode, die das Immunsystem reguliert und dadurch zur Regulierung von Entzündungen beiträgt. Das Ozongas, das mit der Darmschleimhaut in Kontakt kommt, leistet durch seine direkte Wirkung einen bedeutenden Beitrag zur Heilung der Schleimhaut.
6. Colon-Hydro-Therapie: Bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung durch ein erfahrenes Team ist dies eine wirksame Darmreinigungsmethode, insbesondere für Personen, die zusätzlich eine Unterstützung der Darmflora erhalten.
Dr. Hüseyin NAZLIKUL, M.D., PhD.
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin