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FAQ

Wie ist die Neuraltherapie entstanden?

02.12.2024

Wie ist die Neuraltherapie entstanden?
Bei Migräne kann die Neuraltherapie über mehrere zusammenwirkende Mechanismen wirksam sein, um den Schmerz zu lindern und die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren.

Bei Migräne kann die Neuraltherapie über mehrere zusammenwirkende Mechanismen wirksam sein, um den Schmerz zu lindern und die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Im Folgenden einige Mechanismen, wie die Neuraltherapie bei Migräne wirksam sein kann:

1. Lokalanästhetische Wirkung:

Die Injektion von Lokalanästhetika wie Procain in bestimmte Triggerpunkte oder Schmerzregionen kann eine sofortige schmerzlindernde Wirkung zeigen. Das Lokalanästhetikum blockiert die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Nervensystem, was zu einer Verringerung der Schmerzwahrnehmung führt.

2. Störfeldtherapie:

Die Neuraltherapie beruht zum Teil auf der Störfeldtheorie. Störfelder sind Bereiche im Körper, die durch Verletzungen, Narben oder chronische Entzündungen gestört sind und Schmerzen in entfernten Körperregionen verursachen können. Durch die Injektion von Lokalanästhetika in diese Störfelder können abnorme Signale unterbrochen und der Schmerz gelindert werden.

3. Modulation des autonomen Nervensystems:

Die Injektionen können das autonome Nervensystem beeinflussen, das für die Regulation der Blutgefäße und der Schmerzwahrnehmung verantwortlich ist. Durch diese Beeinflussung des autonomen Nervensystems kann die Neuraltherapie die Durchblutung im Kopfbereich normalisieren und so die Migränesymptome lindern.

4. Verbesserung der Durchblutung:

Die Neuraltherapie kann die Durchblutung in den behandelten Bereichen verbessern, wodurch das Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und Entzündungen zurückgehen. Dies kann besonders bei Durchblutungsproblemen nützlich sein, die bei der Entstehung von Migräne eine Rolle spielen können.

5. Entzündungshemmende Wirkungen:

Lokalanästhetika wie Procain besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Die Injektion kann Entzündungen an der Injektionsstelle verringern, was wiederum zur Linderung des Schmerzes beiträgt.

6. Psychologische Wirkungen:

Die sofortige schmerzlindernde Wirkung und das Gefühl der Kontrolle über den Schmerzzustand können auch positive psychologische Effekte hervorrufen, die dazu beitragen können, den bei chronischen Schmerzpatienten häufig vorhandenen Angst-Schmerz-Kreislauf zu durchbrechen.

Praktische Anwendung:

Wird die Neuraltherapie zur Behandlung von Migräne eingesetzt, werden in der Regel bestimmte mit den Migräneattacken verbundene Triggerpunkte, Narben oder Störfelder aufgespürt und behandelt. Der Therapeut injiziert Lokalanästhetika in diese Bereiche. Die Anzahl der Behandlungen kann je nach Schwere und Häufigkeit der Migräne variieren.

Wichtig ist zu beachten, dass die Neuraltherapie nicht bei allen Patienten in gleichem Maße wirksam ist und die Ergebnisse variieren können. Es wird empfohlen, dass die Behandlung von einem erfahrenen und qualifizierten Therapeuten durchgeführt wird. Vor Beginn der Behandlung sollte stets eine umfassende ärztliche Beratung erfolgen, bei der Eignung und potenzielle Risiken abgewogen werden.

Weitere Informationen zur Neuraltherapie und zu anderen Behandlungsmethoden von Hüseyin Nazlıkul finden Sie hier.

Dr. Hüseyin NAZLIKUL
IFMANT = Präsident der International Federation of Medical Associations for Neural Therapy
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin