Was ist ein Störfeld nach der Neuraltherapie?
14.08.2022
Chronische Stressfaktoren, die nicht auffällig sind und keine unmittelbaren Beschwerden verursachen, aber völlig andere Körperbereiche beeinflussen, werden als ‘’Störfeld’’ bezeichnet.
Das Störfeld reizt die Körperfunktionen dauerhaft und schwächt unsere natürliche Abwehr. Aus diesem Grund führen selbst kleinere Reize zu klinischen Beschwerden, die in keinem Verhältnis zum auslösenden Reiz stehen.
Typische Störfelder im Rahmen der Neuraltherapie sind die Mandeln (Tonsillen), die Nasennebenhöhlen, der Zahn- und Kieferbereich, Operationsnarben, Impfstellen, die Prostata, der gynäkologische Bereich sowie jegliche Narben, und auch erkrankte Organe selbst können ein Störfeld darstellen.
Störfelder aktivieren im Körper zwei Stressachsen:
- Eine schnell wirkende Achse über das Nervensystem
- Eine langsamer wirkende Achse über das Hormonsystem
Durch die dauerhafte Aktivierung des sympathischen Systems kann sich der Körper nicht mehr erholen und wird krank. Die Symptome treten dann an einer natürlichen Schwachstelle des Körpers auf. Zum Beispiel kann ein toter Zahn Asthma, Bluthochdruck oder Knie- bzw. Schulterschmerzen hervorrufen.
Ziel der Neuraltherapie ist es, die mit diesem Ansatz identifizierten Störfelder mit Procain zu injizieren, um die von dieser Quelle ausgehenden negativen Reize zu stoppen, den Teufelskreis zu durchbrechen und diese Reize zunächst zu verringern und schließlich zu beseitigen.
Der Neuraltherapeut injiziert ein Lokalanästhetikum in das Störfeld bzw. den Störherd sowie in dessen Umgebung, um dort zu wirken und auf diese Weise die schädlichen Reize zu stoppen.