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Rätselhafter Anstieg von Autoimmunerkrankungen: Ihr Körper schreit

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 25.08.2024 4 min read
Autoimmunerkrankungen haben in den letzten Jahren rasant zugenommen und sind fast zu einem „Problem der Volksgesundheit“ geworden. Diese Erkrankungen treten je nach betroffenem Organ und individueller Konstitution des Patienten in sehr unterschiedlichen Formen auf.

Die konventionelle Medizin stuft diese Erkrankungen als „idiopathisch“, also mit unbekannter Ursache, ein. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Morbus Bechterew, Sjögren-Syndrom, chronisches Erschöpfungssyndrom, Morbus Crohn und Hashimoto-Thyreoiditis.

Warum wird die Ursache nicht entdeckt?

Trotz der Fortschritte in der Medizin bleibt die Ursache dieser Erkrankungen unklar, weil es keine einzelne Ursache gibt. Stattdessen handelt es sich um Zustände, die durch das komplexe Zusammenwirken einer Reihe von Faktoren entstehen und zu einer schwerwiegenden Störung des Immunsystems führen. Diese Faktoren können sich über ein breites Spektrum erstrecken, von genetischen Veranlagungen über Umweltoxine bis hin zu Ernährungsstörungen und hormonellen Ungleichgewichten.

Warum ist die Regulationsmedizin so erfolgreich?

Die Regulationsmedizin, auch Biologische Medizin genannt, ist deshalb so wirksam, weil sie mit einem ganzheitlichen Ansatz das Zusammenwirken unterschiedlicher Ursachen berücksichtigt und den Darm als den Hauptregulator des Immunsystems betrachtet. Der Darm spielt eine Schlüsselrolle in der Immunantwort des Körpers, weshalb das Gleichgewicht der Darmflora bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen von zentraler Bedeutung ist.

Die wichtigsten Faktoren, die häufig bei Autoimmunerkrankungen beobachtet werden, sind:

  • Schwermetallbelastungen: Insbesondere die Ansammlung von Schwermetallen wie Quecksilber und Blei im Körper kann zu chronischen Entzündungen im Bindegewebe und in den Zellen führen.
  • Störungen der Darmflora und der Darmschleimhaut: Eine Beeinträchtigung der Darmgesundheit kann dazu führen, dass das Immunsystem falsch reagiert.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -sensibilitäten: Der Körper kann gegenüber bestimmten Lebensmitteln überempfindlich sein, was zu chronischer Entzündung beiträgt.
  • Candida albicans: Dieser im Darm übermäßig wachsende Hefepilz kann durch die Produktion von Toxinen das Immunsystem unterdrücken.
  • Hormonelle Ungleichgewichte und Störungen des autonomen Nervensystems: Hormonelle Dysregulation und Störungen des Nervensystems können dazu führen, dass die Immunantworten anormal ablaufen.
  • Zahninfektionen und chronische Kieferentzündungen: Verborgene Infektionen in diesem Bereich können das Immunsystem kontinuierlich stimulieren und zu Autoimmunreaktionen führen.

Im Bindegewebe angesammelte Säure- und Toxinbelastung und chronische Entzündung: Das Bindegewebe fungiert als ein Bereich, in dem der Körper verschiedene Toxine und Säuren speichert. Die Ansammlung von Schwermetallen, Umwelttoxinen und über die Nahrung aufgenommenen schädlichen Stoffen in diesen Geweben führt zu chronischen Entzündungsprozessen. Diese chronische Entzündung kann durch die ständige Stimulation des Immunsystems zur Entstehung oder Verschärfung von Autoimmunerkrankungen führen. Aus diesem Grund sind Entgiftungsbehandlungen und die Reinigung des Bindegewebes von entscheidender Bedeutung für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Individuelle Eliminationsdiäten und die Bedeutung der richtigen Ernährung: Bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen muss die richtige Ernährung entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten gestaltet werden. Anstelle einer oberflächlichen Eliminationsdiät sollten Nahrungsmittelsensibilitäten, Allergien und Unverträglichkeiten durch individuelle Analysen ermittelt werden, und es sollten sogar potenzielle Erreger wie Candida identifiziert werden. Ein auf der Grundlage dieser Analysen erstellter Ernährungsplan kann das Immunsystem ausbalancieren und Entzündungsprozesse unter Kontrolle bringen.

Die Bedeutung der Neuraltherapie und der Vitalstoffe: Die Neuraltherapie ist eine wirksame Methode, die bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen hilft, das Nervensystem zu regulieren. Diese Therapie stellt das elektrische Gleichgewicht der Nerven und Zellen wieder her, reduziert Entzündungen und trägt dazu bei, dass das Immunsystem zu seiner normalen Funktion zurückkehrt. Die Neuraltherapie kann insbesondere durch die Regulierung der Nervenzellen mit Lokalanästhetika-Injektionen den chronischen Schmerzkreislauf durchbrechen und dazu beitragen, dass das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht kommt.

Vitalstoffe und die orthomolekulare Medizin spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Durch die Versorgung des Körpers mit den notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essenziellen Fettsäuren werden die zellulären Funktionen unterstützt und Entzündungsprozesse gelindert. Wenn diese Nährstoffmängel behoben werden, stärkt sich das Immunsystem und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten verbessert sich.

Magnetfeldtherapie und andere komplementäre Methoden: Die Magnetfeldtherapie kann durch die Steigerung der zellulären Energieproduktion Entzündungen reduzieren und die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers unterstützen. Diese Behandlung ist besonders im Management chronischer Entzündungen und Autoimmunerkrankungen als komplementäre Methode von großer Bedeutung.

Akupunktur, Ozontherapie und andere komplementärmedizinische Methoden können individuell angewendet werden. Diese Behandlungen regulieren den Energiefluss des Körpers, reinigen ihn von Toxinen und beschleunigen den Heilungsprozess des Patienten, indem sie das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen.

Fazit: Autoimmunerkrankungen sind komplexe Zustände, die mit einem vielschichtigen Ansatz behandelt werden müssen. Mit der Regulationsmedizin, der Neuraltherapie, der richtigen Ernährung, der Unterstützung durch Vitalstoffe und anderen komplementären Behandlungsmethoden werden bedeutende Erfolge im Management von Autoimmunerkrankungen erzielt. Die Identifizierung der zugrunde liegenden Ursachen und die Erstellung individueller Behandlungspläne spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und der Kontrolle der Krankheitsverläufe.

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