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Achtung, wer beim Schlaf spart... Wir haben schlechte Nachrichten für Sie

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 22.03.2026 3 min read

Gehören Sie zu denen, die ihren Schlaf verkürzen, um Zeit für den Tag zu gewinnen? Dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie: Jede Stunde, die Sie Ihrem Schlaf stehlen, bedeutet einen negativen Eingriff in den 24-Stunden-Schlafrhythmus und die Ordnung Ihres Körpers. Machen Sie für ein gesünderes, längeres und qualitativ hochwertigeres Leben Ihren Schlaf und die dafür vorgesehenen Stunden zu Ihrer Priorität.

Der „Zirkadiane Rhythmus“, wie die 24-Stunden-Biologische-Uhr des Menschen genannt wird und der leicht von Faktoren wie Licht und Körpertemperatur beeinflusst wird, wirkt sich auf unsere Hormonausschüttung, Zellerneuerung, Körpertemperatur, unseren Appetit, unsere körperliche und geistige Vitalität sowie die Qualität unseres Schlafs aus.

Unsere zirkadiane Uhr, die sich in einem Teil unseres Gehirns befindet, erhält anhand der von der Netzhaut kommenden Informationen Kenntnis über die Länge von Tag und Nacht, interpretiert diese Information und leitet sie an unsere Zirbeldrüse weiter. Auf diese Weise beginnt unser Körper, sich nach den von der zirkadianen Uhr erhaltenen Informationen zu richten und bei Tageslicht vermehrt die Hormone Serotonin, Adrenalin und Cortisol auszuschütten. Handlungen wie das morgendliche Aufwachen und Aktivwerden werden gerade durch diese Hormone möglich.

Wenn das Tageslicht in den Abendstunden abzunehmen beginnt, weicht das tagsüber ausgeschüttete Serotoninhormon dem als Schlafhormon bekannten Melatonin, die Ausschüttung der anderen aktiven Hormone verlangsamt sich, und unsere Körpertemperatur beginnt zu sinken. Das während der ganzen Nacht weiter ausgeschüttete Melatonin wirkt fort, bis unser Gehirn durch unsere Augenlider erneut Tageslicht empfängt.

WENN DAS GLEICHGEWICHT GESTÖRT WIRD

Dieses von der Natur errichtete perfekte Gleichgewicht kann sich infolge von Umwelt- und Klimaveränderungen, Reisen, Krankheit sowie Veränderungen in der täglichen Routine verändern. Zum Beispiel kann jeder, der zwischen zwei verschiedenen Zeitzonen reist, die als „Jetlag“ bekannten Auswirkungen wie Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Veränderungen im Ernährungsrhythmus, Gleichgewichtsstörungen und Beeinträchtigungen des Verdauungssystems erleben.

DIE AUSWIRKUNGEN AUF UNSER IMMUNSYSTEM

Bestimmte Immunzellen nehmen während des Schlafs zu, weshalb die Nacht die perfekte Zeit für Reparatur und Heilung ist. Zudem ist das als Schlafhormon bekannte Melatonin ein hervorragendes Antioxidans, das freie Radikale und andere Toxine bekämpft. Aus diesem Grund gehört hochwertiger Schlaf zu den wichtigsten Bausteinen eines gesunden Immunsystems.

WIE WIR UNSEREN RHYTHMUS BEWAHREN

Bleiben Sie den Tag über wach: Tageslicht ist einer der wichtigsten Faktoren, die unseren zirkadianen Rhythmus beeinflussen. Nutzen Sie zu den Stunden, in denen Sie wach bleiben müssen, natürliches Sonnenlicht.

Schlafen Sie in Dunkelheit: Um Ihre Schlafhormone besser zu nutzen, greifen Sie auf Vorhänge oder Schlafmasken zurück, die Sie während des Schlafs tragen können.

Richten Sie sich nach dem Sonnenuntergang: Für einen guten Schlaf ist die ideale Uhrzeit zwischen 22:00 und 23:00 Uhr abends. Planen Sie, etwa drei bis vier Stunden nach Sonnenuntergang zu schlafen.

Bringen Sie Ihre Schlafzeiten in Ordnung: Achten Sie darauf, Ihre Abendmahlzeiten leicht zu halten, stressige Fernsehprogramme zu vermeiden, Ihre Erschöpfung hinter sich zu lassen und eine ruhige Schlafroutine zu etablieren.

Beginnen Sie den Tag schön: Öffnen Sie zu Beginn jedes neuen Tages Ihre Vorhänge und lassen Sie die Sonne in sich einströmen. Wenn möglich, versuchen Sie, ein paar Minuten draußen zu verbringen und frische Luft zu tanken. Schlafstörungen werden in drei Hauptgruppen eingeteilt: Insomnie, Hypersomnie und Parasomnie. Insomnie ist die Schwierigkeit, in den Schlaf zu finden, sowie die Schwierigkeit, den Schlaf aufrechtzuerhalten, wie häufiges nächtliches Aufwachen oder zu frühes morgendliches Erwachen ohne erneutes Einschlafen können. Von Patienten wird sie kurz auch als Schlaflosigkeit bezeichnet.

Hypersomnie ist übermäßiger Schlaf, Parasomnie hingegen anormales Schlafverhalten wie Sprechen im Schlaf oder Schlafwandeln.

Die Ursachen der Schlaflosigkeit lassen sich kurz wie folgt aufzählen:

• Psychophysiologisch

• Psychiatrische Störungen (z. B. Depression)

• Medizinische Erkrankungen (Fieber-Schmerzzustände, Hyperthyreose u. a.)

• Alkohol und Medikamente

• Chronische Anwendung von Stimulanzien des zentralen Nervensystems (Amphetamin, Koffein)

• Toleranzentwicklung oder Absetzen von Dämpfungsmitteln des zentralen Nervensystems

• Chronischer Alkoholismus

• Schlafbezogene Atemstörungen

• Schlafapnoe-Syndrom

Schlaflosigkeit ist ein sehr ernstes Problem. Es ist unerlässlich, eine umfassende und detaillierte Anamnese des Patienten zu erheben. Die bei Schlafstörungen vorzunehmenden Maßnahmen sind vielfältig: Regulierung von Ernährung und körperlicher Aktivität, Psychotherapie, medikamentöse Behandlung, Neuraltherapie, Magnetfeldtherapie und Akupunktur. Wenn Sie unter der genannten Beschwerde leiden und Schwierigkeiten beim Einschlafen haben, ist es ratsam, ohne Zeit zu verlieren, einen Facharzt aufzusuchen. Der Kampf gegen Schlaflosigkeit ist sehr wichtig.

Die Neuraltherapie und weitere Behandlungsmethoden von Hüseyin Nazlıkul finden Sie hier.

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