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Leitfaden zur Krankheitsvorbeugung Das Leben fest umarmen, gesund leben, glücklich sein… Aber wie?

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 19.02.2023 4 min read
Leitfaden zur Krankheitsvorbeugung Das Leben fest umarmen, gesund leben, glücklich sein… Aber wie?
Das Leben fest umarmen, gesund leben, glücklich sein… Aber wie?

Ernähren Sie sich bunt!

Im Herbst roter Kohl, orangefarbene Karotten, weißer Kohl, grüner Brokkoli, rot-grüne Äpfel... Im Sommer wiederum rote Tomaten, violette Auberginen, grüne Bohnen und andere... Wichtig ist dabei, bei der bunten Ernährung auf saisonales Gemüse und Obst zu setzen. Experten sind sich einig, dass die in Gemüse und Obst enthaltenen farbgebenden Stoffe wie Beta-Carotin aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften das Krebsrisiko senken. Auch die Daten des Europäischen Zentrums für Krebsforschung (EPIC) bestätigen dies. Ergänzen Sie Ihre Ernährung daher um insgesamt 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag und achten Sie darauf, dass diese Lebensmittel unterschiedliche Farben haben.

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich!

Im Laufe des Tages wird eine Flüssigkeitszufuhr von etwa 35–40 ml pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen (wenn Sie beispielsweise 60 kg wiegen, sollten Sie täglich 2–2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen). Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr steigt der Sauerstoffbedarf der Organe und der Blutdruck sinkt. Dies kann zu Kopfschmerzen und einem Engegefühl im Brustbereich führen. Andererseits muss die gesamte benötigte Flüssigkeitsmenge nicht ausschließlich durch Wasser gedeckt werden. Auch durch Suppen sowie den Verzehr von Obst und Gemüse wird ein Teil des Flüssigkeitsbedarfs bereits gedeckt. Darüber hinaus decken Sie mit Wasser, Milch, Ayran und Kräutertees Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf.

Eine gute Empfehlung: Trinken Sie Tomatensaft! Mit Tomatensaft nehmen Sie zusätzlich zur Flüssigkeit auch Vitamin C auf.

Stärken Sie Ihre Muskeln!

Als Menschen, die immer Ausreden finden, um keinen Sport zu treiben, sollten wir zumindest für unsere Muskeln etwas tun. Wenn Sie bei der Arbeit ständig im Büro sitzen und sich nur sehr wenig bewegen, sollten Sie unbedingt Übungen machen, die diesen Mangel ausgleichen. Nehmen Sie sich mindestens 10–15 Minuten am Tag Zeit für sich und bewegen Sie Ihre Rücken-, Gesäß- und Bauchmuskeln. Sind Sie in den Vierzigern, gewinnen solche Übungen noch mehr an Bedeutung. Denn mit zunehmendem Alter nimmt das Fettgewebe zu, und wenn dem nicht entgegengewirkt wird, beginnt ein Prozess, der sich nicht mehr umkehren lässt.

Lächeln Sie!

Experten sind der Ansicht, dass eine Minute Lachen fast einer 45-minütigen Entspannungsübung entspricht. Es ist zudem sehr wichtig für die Kontinuität der Stressbewältigung. Und vergessen Sie nicht: Beim Lachen werden neben dem Glückshormon auch Stoffe ausgeschüttet, die Ihre Schmerzen lindern.

Durchbrechen Sie Routinen!

Sowohl unser Gehirn als auch unser Körper brauchen Abwechslung, um vital zu bleiben. Zuhause, am Arbeitsplatz, überall... Wenn Sie immer einen schwarzen Pullover tragen, probieren Sie einmal 1–2 Tage lang eine andere Farbe aus, putzen Sie sich ab und zu mit der linken Hand die Zähne, nehmen Sie statt der gewohnten Abkürzung einen neuen Weg, lächeln Sie jemanden an, den Sie sonst nicht grüßen, und sagen Sie „Guten Morgen", versuchen Sie, am Arbeitsplatz etwas zu verändern, und beobachten Sie, was passiert. Ein weiterer wirksamer Effekt des Durchbrechens eingefahrener Gewohnheiten ist, dass er ein längeres Leben ermöglichen kann.

Achten Sie auf die Raumtemperatur!

Die Temperatur des Raumes, in dem Sie nachts schlafen, sollte 18 Grad betragen. Das ist die ideale Temperatur für einen ungestörten Schlaf und eine regelmäßige Atmung. In den Wintermonaten ist es zudem – egal wie kalt es draußen ist – hilfreich, die Räume, in denen Sie sich aufhalten, mindestens fünfmal am Tag zu lüften, auch wenn nur kurz. So nehmen Sie mehr Sauerstoff auf und verhindern zugleich, dass sich Keime im Raum festsetzen.

Leeren Sie Ihren Kopf!

Um dem hektischen Arbeitsalltag voller Kalkulationen zu entkommen, ist es notwendig, seine Zeit richtig einzuteilen und einen guten Organisationsplan aufzustellen. So wissen Sie, was Sie wann zu tun haben, und beugen zumindest dem Stress vor. Gehen Sie zur Massage! Wenn Sie über Haltungsschäden und Rückenschmerzen klagen, sollten Sie ohne weiteren Zeitverlust eine Massage in Ihre Planung aufnehmen, die sowohl Ihrem Körper als auch Ihrer Seele guttut. Durch solche entspannenden und beruhigenden Anwendungen findet zudem Ihr Blutdruck zu seinem natürlichen Rhythmus zurück. Gehen Sie ins Konzert oder ins Theater! Das kann das Konzert eines Künstlers sein, den Sie mögen, oder ein klassisches Musikkonzert. Wichtig ist, dass Sie versuchen, jeden Monat an einer Aktivität teilzunehmen, die Ihre Seele nährt und Ihnen Freude bereitet. Auch Lesen gehört zu den Aktivitäten, die guttun.

Seien Sie hilfsbereit!

Erkenntnisse aus Studien in den USA haben gezeigt, dass sich bei Frauen, die anderen zu helfen versuchen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, im Zusammenhang mit einem Gefühl der Solidarität auch Depressionen und die Beschwerden der Wechseljahre abschwächen. Zudem wurde beobachtet, dass Kopf- und Magenschmerzen nahezu verschwanden. Aus diesem Grund tut es Ihrer Seele gut, mit Ihrem Umfeld eine Verbindung aufzubauen und einander zu helfen.

Dr. Hüseyin NAZLIKUL,  M.D.,  PhD.
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin