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Appetitstörungen Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Ein oft übersehener Grund ist eine…

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 11.09.2022 3 min read
Appetitstörungen Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Ein oft übersehener Grund ist eine Verstopfung der oberen Atemwege, etwa durch Erkältung, Heuschnupfen oder eine Nasenscheidewandverkrümmung.
Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Ein oft übersehener Grund ist eine Verstopfung der oberen Atemwege, etwa durch Erkältung, Heuschnupfen oder eine Nasenscheidewandverkrümmung.

Fruchtsäuren

Man muss nicht befürchten, dass Fruchtsäuren den Körper zu stark ansäuern; denn sie werden vollständig in Kohlendioxid und Wasser zerlegt. Indem das Kohlendioxid über die Lunge ausgeatmet wird, wird für die säurepuffernden Stoffe der Früchte der Weg frei gemacht.

Symptome der Appetitstörung:

• Essen und Trinken bereiten der betroffenen Person keine Freude.

• Die Nahrungsaufnahme ist eingeschränkt.

Die wichtigsten Ursachen der Appetitstörung:

Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Ein oft übersehener Grund ist eine Verstopfung der oberen Atemwege, etwa durch Erkältung, Heuschnupfen oder eine Nasenscheidewandverkrümmung. Ist der Geruchssinn beeinträchtigt, kann auch der Geschmack nicht mehr richtig wahrgenommen werden, was wiederum den Appetit hemmt.

Biologische und psychische Ursachen

Wenn wir krank sind, insbesondere bei Fieber, unterdrückt das Appetitzentrum in unserem Gehirn den Hunger, um zu verhindern, dass unsere Kraft unnötig für die Verdauung aufgewendet wird. Auch körperliche Erschöpfung mindert den Wunsch nach schweren Mahlzeiten. Der Satz „Sport macht hungrig“ gilt nur langfristig; kurzfristig hingegen steigert die während des Sports ansteigende Körpertemperatur den Durst und unterdrückt das Hungergefühl. Psychologisch betrachtet stehen Appetitstörungen häufig in Zusammenhang mit Depressionen und Ängsten; extreme Formen von Appetitlosigkeit wie bei Anorexie haben eine schwer zu durchschauende Dynamik und müssen unbedingt von einer Fachperson (Psychiater, Psychologe, Psychoanalytiker) behandelt werden.

Kinder brauchen Abwechslung

Bei Kindern ist die häufigste Ursache für Appetitlosigkeit meist eine einseitig gestaltete Speisekarte. Eine einseitige Ernährung – ob sie nun aus Süßigkeiten oder aus ballaststoffreichen Lebensmitteln besteht – wirkt sich hemmend auf das Appetitzentrum aus, da die ständige Wiederholung derselben Reize zu einer Unterdrückung der Reiz- und Genusswahrnehmung führt.

Anregung des Appetits durch natürliche Farben

Die Farbkombination von Speisen hat einen großen Einfluss auf das Appetitzentrum im Gehirn. Während synthetische Farben appetithemmend wirken, regen natürliche Farben den Appetit an. Farbpsychologen haben festgestellt, dass dieser Effekt besonders von der Farbe Orange ausgeht.

Weniger synthetische Farben

Kinder werden häufig mit übertrieben bunten Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Fertigeis, Ketchup und Gummibärchen verwöhnt. Das gemeinsame Merkmal all dieser mit synthetischen Farbstoffen versetzten Lebensmittel ist, dass sie den Appetit der Kinder anregen. Dies führt jedoch dazu, dass die eher pastellfarbenen natürlichen Lebensmittel weniger bevorzugt werden. Keine rote Kirsche hat eine Chance gegen das Rot eines weichen Gummibärchens, und kein grüner Salat kann mit grünem Wackelpudding mithalten.

Wer möchte, dass seine Kinder Freude an gesunden Lebensmitteln haben, sollte den Konsum grell gefärbter Fertigprodukte so weit wie möglich einschränken, um die natürliche Farbwahrnehmung der Kinder nicht zu stören. Zudem enthalten industriell hergestellte Lebensmittel oft große Mengen an appetithemmendem Einfachzucker.

Appetitanregende Getränke

Gewürze regen den Appetit auf zwei Arten an: Sie steigern sowohl den Geschmack der Speise als auch die Freude am Essen.

In vielen Ländern ist es Brauch, vor dem Essen einen alkoholischen Aperitif zu trinken. Campari ist besonders beliebt und entfaltet aufgrund der darin enthaltenen Bitterstoffe tatsächlich eine anregende Wirkung auf das Appetitzentrum. Natürlich kommt dies für Kinder nicht in Frage.

Nehmen Sie sich Zeit

Alles, was wir im Alltag tun, bereitet uns nur in dem Maße Freude, wie wir uns Zeit dafür nehmen. Dasselbe gilt auch für das Essen. Es ist kein Zufall, dass Appetitstörungen in Frankreich deutlich seltener vorkommen als in Deutschland, der Türkei oder den USA.

EMPFEHLUNGEN FÜR IHREN SPEISEPLAN

Weniger Süßes

Schon unsere Großmütter haben es verboten, vor dem Essen Süßes zu essen. Und sie hatten recht! Denn der Einfachzucker und die Aromastoffe in Schokolade, Gummisüßigkeiten und Kuchen wirken, wenn auch nur vorübergehend, hemmend auf unser Appetitzentrum. Noch bedeutsamer ist, dass diese Stoffe den Geschmackssinn langfristig abstumpfen lassen, sodass mit der Zeit kaum noch Verlangen nach anderen Lebensmitteln entsteht.

Weniger intensive Geschmäcker

Auch übermäßig fettige Speisen stumpfen den Geschmackssinn ab. Wenn Gerichte in der Fülle tierischer Fette und Soßen ertrinken, gehen die feinen Nuancen der Küche verloren.

Biostoffe gegen Appetitlosigkeit

Fruchtsäuren regen die Verdauungsorgane an und bringen den Stoffwechsel in Schwung. Zusammen wirken beide anregend auf den Appetit. Fruchtsäuren kommen in allen Obstsorten vor, besonders in Äpfeln und Johannisbeeren.

• Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd und regen das Appetitzentrum im Gehirn an. Chicorée und Grapefruit enthalten diese Bitterstoffe in reichlicher Menge.

Dr. Hüseyin NAZLIKUL
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin