Wie lange dauert die Behandlung mit Neuraltherapie? Die Dauer der Behandlung hängt von der…

Ist die Beschwerde erst kürzlich aufgetreten – handelt es sich also um ein akutes Geschehen –, können zwei oder drei Behandlungssitzungen ausreichend sein. Bei chronischen Problemen kann eine längere Behandlungsdauer erforderlich sein. Bei chronischen Rückenschmerzen unterschiedlicher Ursache, für die zuvor noch keine Behandlung in Anspruch genommen wurde, beträgt die durchschnittliche Behandlungsdauer etwa 5–6 Sitzungen.
Diese durchschnittlichen Behandlungsdauern wurden im Rahmen zahlreicher fortgeschrittener Studien an der Universität Bern in der Schweiz und der Medizinischen Fakultät Gießen ermittelt.
Diesen Studien zufolge sind die Behandlungsergebnisse der Neuraltherapie zudem besser als die vorheriger Behandlungen, während die Behandlungskosten niedriger sind. Diese und weitere wissenschaftliche Studienergebnisse sowie Kostenanalysen von Professor Dr. Lorenz Fischer an der Universität Bern haben in den Gesundheitsgremien der Schweiz große Aufmerksamkeit erregt. Die Schweizerische Sozialversicherung übernimmt die Kosten der Neuraltherapie.
In regelmäßigen Abständen von einigen Monaten können auch neue Neuraltherapie-Termine vereinbart werden. Dies kommt insbesondere bei Migräne und Allergien vor. Auch bei der Störfeldtherapie können wiederholte Behandlungen erforderlich sein. Denn ein Störfeld verschwindet nicht vollständig durch eine einzige Injektion. Bei einem typischen Störfeld ist es üblich, dass die Symptome für etwa 20 Stunden nach der Injektion verschwinden. Bei einem Störfeld im Zahn beträgt diese Dauer jedoch nur etwa 8 Stunden, danach muss die Behandlung wiederholt werden. Nach jeder Behandlungssitzung verlängert sich die Zeitspanne, bis die Beschwerden des Patienten erneut auftreten. Die Behandlung sollte fortgesetzt werden, bis der Patient seinen idealen Zustand erreicht hat. Bei der Segmenttherapie hingegen lassen die Symptome mit der Zeit nach, und die Behandlung wird in größeren Abständen fortgeführt.
Erfolgreich behandeln
Der menschliche Körper muss aus einer umfassenderen Perspektive betrachtet werden. Die morphologische Perspektive umfasst physische und chemische Parameter. Darüber hinaus muss auch die funktionelle Ganzheit und Perspektive mit einbezogen werden. Die hier gemeinte funktionelle Perspektive muss auch energetische und kybernetische Zustände beinhalten.
Die wesentliche Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist die richtige Diagnosestellung. Der Diagnoseprozess muss individuell erfolgen, wobei der zeitliche Zusammenhang der bei der Person aufgetretenen Veränderungen sowie die funktionelle Struktur berücksichtigt werden müssen. In diesem Sinne ist die Neuraltherapie die Methode, die als Brücke zwischen der Regulationsmedizin und der modernen Medizin dienen kann. Die Neuraltherapie ist eine Behandlungsmethode, die ihren Ursprung in der modernen Medizin hat, sich eigenständig weiterentwickelt und eigene Verfahren geschaffen hat, und sie ist die wirksamste Behandlungsform zur Regulierung eines gestörten Nervensystems.
Übernahme der Behandlungskosten durch Versicherungen
Die gesetzlichen Krankenversicherungen in unserem Land übernehmen die Kosten der Neuraltherapie-Behandlung nicht. Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist es jedoch ratsam, bei der gewählten Versicherungsgesellschaft nachzufragen, ob die Neuraltherapie im Versicherungsumfang enthalten ist. Denn alle Injektionen sind in der ärztlichen Gebührenordnung aufgeführt.
Dr. Hüseyin NAZLIKUL, M.D., PhD.
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barops (Übersetzer H. Nazlikul) Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischers (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam) Neuraltherapie-Buch
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L et al.: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie