Die alkalische Entgiftungsdiät Die 3- bis 4-wöchige Anwendung der alkalischen Entgiftungsdiät, die…

Bei dieser Methode wird mit einer nicht allzu strengen Anwendung eine sanftere, dafür aber länger andauernde Diät angestrebt, um den Körper von übermäßiger Anspannung zu befreien. So wird es auch möglich, auf kontrolliertere Weise Gewicht zu verlieren.
Die von uns aufgenommenen Nahrungsmittel oxidieren in unserem Körper und hinterlassen dadurch Abfallstoffe. Sind die aufgenommenen Nahrungsmittel säurebildend, hinterlassen sie naturgemäß saure Abfallstoffe. So sammeln sich diese sauren Abfallstoffe – Schwefel, Phosphor, Chlor oder unverbrannte Säureradikale – im Körper an. All diese Abfallstoffe sind für unseren Organismus schädlich. Der Erfolg der alkalischen Entgiftungsdiät beginnt vor allem damit, säurebildende Nahrungsmittel aus unserer Ernährung zu eliminieren. Deshalb sollte die wichtigste Frage nicht „Was sollte man essen“, sondern „Was sollte man nicht essen“ lauten. Diese Diät beruht darauf, frisches Obst und Gemüse sowie Hirse und Sprossen in den Diätplan aufzunehmen. Ein Punkt, auf den bei dieser Methode unbedingt zu achten ist, ist zudem, jeden Bissen mindestens 30-, für ein noch besseres Ergebnis sogar 50-mal zu kauen. Ebenso gehört dazu, dass das Trinkwasser alkalisch ist, dass das Kochwasser von dampfgegartem Gemüse getrunken wird und dass das Abendessen spätestens um 18:30 Uhr eingenommen wird. Bei Anwendung dieser Methode können sich manche Personen in den ersten Tagen der Diät etwas kraftlos und schwach fühlen. Das Gefühl von Gesundheit und Wohlbefinden wird innerhalb von zwei, höchstens drei Tagen wieder eintreten. Sollte sich das Gefühl von Schwäche und Müdigkeit während dieser Diät jedoch länger hinziehen, sollte man unbedingt die getrunkene Wassermenge erhöhen und auf eine regelmäßige Dickdarmfunktion achten. Hält das Hungergefühl dennoch an, können Sie ausschließlich am frühen Nachmittag etwa 60–70 g fettarme, vorzugsweise pochierten Fisch, biologisches, also im Freiland auf dem Land aufgewachsenes Hühnerfleisch sowie einige Lebensmittel wie Linsen und Kichererbsen zu sich nehmen.
Kurz zusammengefasst:
•
Mahlzeiten sollten aufrecht sitzend, in einer bequemen Position, eingenommen werden.
• Bissen sollten langsam und ausgiebig gekaut werden.
• Bei den Mahlzeiten sollte besonders darauf geachtet werden, rohes und/oder dampfgegartes frisches Gemüse zu verzehren.
• Raffinierte (verarbeitete) Lebensmittel sollten nicht konsumiert werden.
• Nach den Mahlzeiten sollte unbedingt Kräutertee getrunken werden.
Worauf Sie bei der Entgiftung achten sollten
• Vernachlässigen Sie nicht die Hautentgiftung – nutzen Sie Dampfbäder, Sauna, Hamam und Massagen.
• Beginnen Sie den Tag mit einem Glas lauwarmem Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone.
• Bevorzugen Sie biologisch, in ökologischer Landwirtschaft angebaute Lebensmittel.
• Nehmen Sie keine Medikamente (Schmerzmittel, entblähende Mittel, Antazida usw.) ein, sofern nicht unbedingt notwendig.
• Verzichten Sie auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten.
• Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 2–2,5 Liter Wasser.
• Reduzieren Sie die Anzahl der Mahlzeiten.
• Achten Sie darauf, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu verzehren.
• Vernachlässigen Sie regelmäßige körperliche Aktivität nicht.
• Nutzen Sie Gemüse-Obst-Saftmischungen. Achten Sie darauf, dass diese Mischungen Karotte, Kohlrübe oder Rote Bete, Apfel, Papaya, Melone und Kiwi enthalten.
• Trinken Sie während der Entgiftung täglich etwa zwei Tassen Fenchel- oder Löwenzahntee.
• Geben Sie abends beim Zubettgehen einen Teelöffel frischen Honig in eine Tasse lauwarmes Wasser und trinken Sie es langsam schluckweise. Sie werden feststellen, dass dies hilft, nächtlichen Hunger zu kontrollieren.
• Versuchen Sie, Ihren Bedarf an tierischem Protein aus Fisch und natürlichen tierischen Lebensmitteln zu decken.
• Duschen Sie regelmäßig abwechselnd warm und kalt.
• Bleiben Sie positiv. Achten Sie darauf, mit Ihren Liebsten in Umgebungen zusammen zu sein, die Sie zum Lachen oder Lächeln bringen.
• Nehmen Sie sich Zeit zur Erholung.
• Besuchen Sie Ihre Freunde und Ihre älteren Angehörigen. Schaffen Sie sich Gelegenheiten, mehr Zeit mit Ihrem Partner und Ihren Kindern zu verbringen.
• Vernachlässigen Sie den Spaß nicht.
BEISPIELE FÜR WIRKSAME ENTGIFTUNGSNAHRUNGSMITTEL
Früchte mit entgiftender Wirkung
Ananas: Wird neben ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt auch wegen des Enzyms Bromelain empfohlen, das Haut und Verdauung entgiftet.
Grapefruit: Die beliebteste Frucht aller Entgiftungskuren. Enthält einen hohen Anteil an Vitamin C und Ballaststoffen. Personen, die cholesterinsenkende Medikamente (Statine) einnehmen, sollten Grapefruitsaft nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten konsumieren.
Aprikose und Pfirsich: Sie sind die besten Quellen von Beta-Carotin, einem starken Antioxidans. Zudem enthalten sie etwas Flavonoide, pflanzliche Ballaststoffe, Kalium und andere Mineralstoffe.
Orange: Reich an Vitamin C, einem sehr wertvollen Antioxidans und Entgiftungsvitamin. Enthält reichlich Ballaststoffe und Flavonoide.
Apfel: Quelle des äußerst nützlichen Flavonoids Lycopin, des cholesterinsenkenden Pektins sowie zahlreicher Vitamine.
Schwarze Weintrauben: Eine reiche Vitaminquelle. Enthält in den Kernen das sehr wertvolle Antioxidans Proanthocyanidin.
Kiwi: Ein Speicher an Vitamin C und Mineralstoffen.
Gemüse mit entgiftender Wirkung
Kohlgruppengemüse (Weiß- und Rotkohl, Brokkoli, Kohlrübe, Senf, roter Rettich, Rote Bete, Rosenkohl, Blumenkohl): Feste Bestandteile jeder Entgiftungskur. Sie enthalten reichlich Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe, die das Entgiftungssystem stärken. Es sind an Nahrungsstoffen reiche Gemüsesorten, die den Körper von Toxinen reinigen, stärken und unterstützen. Sie können roh, gekocht oder püriert in Gemüsesaftmischungen verwendet werden.
Karotte: Reich an Beta-Carotin, einem sehr guten Antioxidans, und an Vitamin C. Ist zudem ein sehr starker Entgifter von Toxinen.
Artischocke: Ein sehr nützlicher Unterstützer der Leber und ein starker Entgifter von Toxinen. Zeigt zudem eine cholesterinsenkende Wirkung.
Sellerie und Topinambur: Ein zuverlässiges Antioxidans, das sich gut auf das Verdauungssystem auswirkt.
Knoblauch und Zwiebel: Zeigen eine immunstärkende, cholesterinsenkende und entgiftende Wirkung.
Dr. Hüseyin NAZLIKUL, M.D., PhD.
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin