Nackenschmerzen – Neuraltherapie bei zervikalem Bandscheibenvorfall Eines der Symptome eines…

Eines der Symptome eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule sind starke Nackenschmerzen.
Starke Schmerzen im Nackenbereich, die bis in den Kopf und die Arme ausstrahlen, können von einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule herrühren. Zu den häufigsten Ursachen eines Bandscheibenvorfalls im Halsbereich gehören unvorsichtig gehobene oder getragene schwere Lasten sowie Verletzungen (zum Beispiel durch Auffahrunfälle).
BANDSCHEIBENVORFALL IN DER HALSWIRBELSÄULE
10 % aller Bandscheibenvorfälle betreffen die Halswirbelsäule. Die meisten Bandscheibenvorfälle im Halsbereich treten zwischen C5–C6 oder C6–C7 auf.
Die Bandscheibe besteht aus einem gallertartigen Kern im Inneren und einer äußeren Hülle. Reißt diese Hülle, tritt der gallertartige Kern aus. Der austretende Kern übt Druck auf das Rückenmark aus und verursacht starke Schmerzen.
Das Risiko eines Bandscheibenvorfalls im Halsbereich steigt mit dem Alter!
Ältere Menschen sind häufiger von einem zervikalen Bandscheibenvorfall betroffen. Dies liegt daran, dass die Bandscheiben mit zunehmendem Alter an Elastizität verlieren. Ein weiterer Grund ist die zunehmende Lockerung der Wirbelgelenke. Diese Zunahme führt zu einer stärkeren Abnutzung der Bandscheiben.
Auch junge Menschen können jedoch von dieser Verletzung betroffen sein. Eine plötzliche Beugung des Nackens kann zu einer Verletzung der Halswirbelsäule führen. Fehlhaltungen und übermäßige Belastung können ebenfalls zu einem Bandscheibenvorfall führen.
SYMPTOME EINES BANDSCHEIBENVORFALLS IN DER HALSWIRBELSÄULE
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Nackenschmerzen
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Schulterschmerzen
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Rückenschmerzen
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Kopfschmerzen; insbesondere Spannungskopfschmerz
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Sensibilitätsstörungen
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Schwindel
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Sehstörungen
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Ohrensausen (Tinnitus)
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Taubheitsgefühl in Arm, Hand und Fingern
BEHANDLUNG DES BANDSCHEIBENVORFALLS DER HALSWIRBELSÄULE
Bei einem akuten (neu entstandenen) Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule wird in der Regel zunächst eine konservative Behandlung gewählt. Eine Operation ist meist nicht erforderlich. Bei der konservativen Behandlung kommen entzündungshemmende Medikamente, Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien zum Einsatz. Zur Stützung der Halswirbelsäule wird häufig eine Halskrause empfohlen.
Weitere Behandlungsoptionen sind physiotherapeutische Anwendungen und individuell verordnete Entspannungsübungen.
Bei einem operationsfreien Bandscheibenvorfall im Halsbereich ist die Kombination aus ganzheitlicher Regulationsmedizin, Neuraltherapie und Komplementärmedizin wirksamer!
Da die meisten Patienten von konventionellen Behandlungen nicht profitieren, suchen sie nach Alternativen. Neuraltherapie, Manualmedizin, Manuelle Therapie, chiropraktische Interventionen, Osteopathie und Akupunktur gehören zu den am häufigsten eingesetzten Methoden. Auch Phytotherapie und Homöopathie erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie die Selbstheilung des Körpers unterstützen.
Vergessen Sie nicht: 98 % der Nackenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle im Halsbereich sind funktionellen Ursprungs. Bei funktionell bedingten Nackenschmerzen und Bandscheibenvorfällen ist die Kombination aus Neuraltherapie und Manualmedizin sehr erfolgreich.
Bei langanhaltenden Symptomen wird empfohlen, die Nackenmuskulatur richtig zu trainieren. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Optionen für Ihre Situation geeignet sind, oder wenden Sie sich über www.noralterapi.com an einen ausgebildeten Neuraltherapeuten oder über www.manueltip.org an einen ausgebildeten Facharzt für Manuelle Medizin.
Chirurgisches Vorgehen
Bei maximal 2 % der vom Nacken ausgehenden Probleme treten radikuläre Symptome auf, das heißt, es liegt eine Nervenwurzelkompression vor. Von diesen als radikulär bezeichneten, vom Nacken ausgehenden Schmerzen erfordern maximal 10-15 % einen chirurgischen Eingriff.
DIE WIRKSAMSTE BEHANDLUNG BEI EINEM BANDSCHEIBENVORFALL IM HALSBEREICH IST DER NEURALTHERAPEUTISCHE ANSATZ!
Die Neuraltherapie ist eine Behandlungsmethode, die auf Grundlage von Dysfunktionen des autonomen Nervensystems mit 0,5-1%igem Procain oder 0,5%igem Lidocain an bestimmten Stellen mit definierten Techniken angewendet wird.
Da die Neuraltherapie es ermöglicht, bereits im Stadium der Dysfunktion, also bevor sich das Krankheitsbild manifestiert, in den pathologischen Prozess einzugreifen, ist sie den konventionellen Methoden einen Schritt voraus.
Man geht davon aus, dass die entstandene pathologische Situation nicht nur ein lokalisiertes Symptom ist, sondern eine Widerspiegelung einer Blockade im System. Ebenso wichtig wie die Intervention an der lokalisierten Stelle oder dem Punkt selbst ist die Intervention auf das System.
Die Neuraltherapie ist unter den Regulationstherapien die wirksamste. In der Neuraltherapie ist der zeitliche Zusammenhang der Erkrankungen von großer Bedeutung. Wie und nach welchem Ereignis die Erkrankung entstanden ist, ist für die Diagnose von großer Bedeutung.
In der Türkei wurde diese Behandlungsform durch die Ausbildungen bekannt, die ich im Rahmen der von mir 2004 gegründeten Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie erteilt habe. Seit 2008 stößt sie in der Türkei auf ein täglich wachsendes Interesse und ist eine Behandlungsform geworden, in der sich zahlreiche Ärzte ausbilden ließen.
Die Neuraltherapie funktioniert über zwei Grundmechanismen. Der erste ist der segmentale Mechanismus. Hierbei stehen die im betroffenen Segment durchgeführte Lokalanästhesie-Injektion und die Verbindung dieses Segments zum Rückenmark im Mittelpunkt. Der zweite ist ein Störfeld, das nicht direkt mit der Erkrankung in Zusammenhang zu stehen scheint und sich manchmal weit entfernt vom eigentlichen Problem befindet. Insbesondere durch einen erfahrenen Neuraltherapeuten können die möglichen Ursache für das Problem darstellenden Störfelder identifiziert und durch die Anwendung von Lokalanästhetika an diesen Stellen behoben werden.
Beschwerden im Nacken müssen nicht zwingend vom Nacken selbst ausgehen. Dieses Problem kann von einem Zahn, den Mandeln, dem Zwerchfell, den Muskeln oder anderen Regionen ausgehen.
Zuvor durchgemachte oder noch bestehende lokale Reizungen (chemischer, physikalischer oder traumatischer Art) an einer beliebigen Stelle des Körpers können zu einem pathologischen Bereich bzw. einem Störfeld werden und, indem sie die Übertragung im neurovegetativen System stören, auch andere Körperfunktionen negativ beeinflussen.
Die auf dieses Störfeld mit einem Lokalanästhetikum angewendete Neuraltherapie kann diese Dysfunktion korrigieren, wodurch ein plötzlicher Rückgang der Symptome beobachtet werden kann.
Störfelder befinden sich häufig im Kopfbereich, insbesondere an den Zähnen, den Mandeln und in den Nasennebenhöhlen.
DAS NEURALTHERAPIE-PROTOKOLL BEI NACKENBEDINGTEN PROBLEMEN UND BEIM BANDSCHEIBENVORFALL DES HALSBEREICHS
Umfassende Anamnese und Untersuchung: Die in der Neuraltherapie erhobene Anamnese unterscheidet sich in mancher Hinsicht. Zusätzlich zur allgemeinen Anamnese ist eine spezielle, dem neuraltherapeutischen Ansatz entsprechende Erhebung der Krankengeschichte notwendig. Denn es ist von großer Bedeutung, den zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Erkrankung und gleichzeitig stattfindenden Ereignissen herzustellen.
Chirurgische Eingriffe: Es wird nach Veränderungen gefragt, die nach einer Operation oder Zahnbehandlung beim Patienten auftraten, sowie nach deren Zusammenhang mit den Beschwerden des Patienten.
Traumata: Vor dem Auftreten der Beschwerden wird nach einer Vorgeschichte lokaler oder ausgedehnter Traumata gefragt.
Durchgemachte Erkrankungen: Es wird nach durchgemachten Erkrankungen, eingenommenen Medikamenten und möglichem Medikamentenmissbrauch gefragt.
Emotionale Belastungen und Traumata: Es wird nach dem Zusammenhang der Beschwerden mit einem erlebten emotionalen Trauma sowie nach Stress, Trauer, Kummer, Bedrängnis und Wut gefragt.
DIE RICHTIGE BEHANDLUNG MYOFASZIALER TRIGGERPUNKTE IST BEI DER BEHANDLUNG VON BANDSCHEIBENVORFÄLLEN IM HALSBEREICH VON GROSSER BEDEUTUNG
Die Schwierigkeit bei der Triggerpunktbehandlung liegt darin, dass der Schmerz nicht immer an der Stelle des Triggerpunkts selbst auftritt. Nach dem konventionellen Ansatz der Schmerztherapie wird die Behandlung in der Regel auf den Bereich angewendet, in dem der Schmerz auftritt, doch Triggerpunkte verursachen übertragenen Schmerz. Deshalb ist es notwendig, die Bereiche zu kennen, in denen die Triggerpunkte jedes Muskels liegen. In der Türkei gebe ich seit 2008 Schulungen zur wirksamen neuraltherapeutischen Behandlung von Triggerpunkten. Bis heute habe ich rund 200 Ärzte in diesem Bereich ausgebildet. Eine Behandlung, die ohne die Identifizierung des tatsächlichen Triggerpunkts durchgeführt wird, bleibt wirkungslos oder nur vorübergehend erfolgreich.
Bei der Behandlung aktiver myofaszialer Triggerpunkte darf nicht vergessen werden, dass nicht der Ort des Schmerzes, sondern der Triggerpunkt selbst behandelt werden muss!
Eine durch chemische oder hormonelle Ursachen gestörte Muskelstoffwechsellage kann bei der Triggerpunktbehandlung zu Therapieresistenz führen. Auch Nikotin-, Koffein- und Alkoholkonsum verringern den Behandlungserfolg.
Beim neuraltherapeutischen Ansatz sollte nach sorgfältiger Erhebung der Anamnese des Patienten bei schmerzhaften Erkrankungen nicht nur der Ort, an dem der Schmerz wahrgenommen wird, sondern auch dessen Ursprung untersucht werden.
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
• James W. McNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L. et al.: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie