Empfehlungen für ein gesundes Leben für Patienten mit Herzerkrankungen oder erhöhtem Cholesterin…

Jedes Jahr erleiden Tausende Menschen einen Infarkt, und ebenso viele sterben daran – ein Drittel davon sind Frauen. Diese Krankheit betrifft also, anders als früher angenommen, nicht nur Männer. Um dieser Krankheit nicht zu erliegen, können Menschen sich mehr bewegen, mit dem Rauchen aufhören, Stress vermeiden und mehr auf ihre Ernährung achten. Denn Erkrankungen wie Bluthochdruck und erhöhtes Cholesterin werden durch fettreiche, süße und mit minderwertigem NaCl versetzte salzige Lebensmittel verursacht, auf die wir nur schwer verzichten können. Wird stattdessen Himalaya-Salz verwendet, lässt sich dies vermeiden. Letztlich verengt sich durch die Fettablagerung die Herzkranzgefäße, was zum Infarkt führt.
Erste Anzeichen eines Infarkts
Die Anzeichen eines akuten Infarkts sind folgende:
• Starke, lang anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die sich von dort auf beide Arme, den Bauch, den Bereich zwischen den Schulterblättern und den unteren Kieferbereich ausbreiten können
• Häufig ein Brennen im Brustkorb, wobei der Schmerz auch in den Hals oder den oberen Bauchbereich ausstrahlen kann
• Engegefühl oder starke Schmerzen im Brustkorb
• Blasse Gesichtsfarbe, kalter Schweiß auf der Stirn, der Oberlippe oder im gesamten Gesicht
• Atemnot, die zum Sitzen oder Hinlegen zwingt (häufige, flache Atemzüge)
• Plötzliches Zusammenbrechen
Eine spezielle „Herzdiät“ gibt es nicht, doch wenn Sie sich so weit wie möglich von Fett fernhalten, verringern sich Herzprobleme. Auf diese Weise müssen Sie auch keine Kalorien mehr zählen.
Brot: Brot aus Weißmehl schmeckt zwar sehr gut, doch Vollkorn- und Roggenprodukte sind gesünder. Denn diese Lebensmittel enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Erdbeeren: Es ist besser, Erdbeeren mit Joghurt statt mit Schlagsahne zu essen. Frisches Obst enthält reichlich Vitamine und Ballaststoffe und sollte daher täglich verzehrt werden.
Gebratenes Hähnchen: Ohne Haut gegessen ist Hähnchenfleisch ein hervorragendes Lebensmittel fürs Herz. Statt der fettreicheren Wurst können Sie ein Stück Hähnchenbrust aufs Brot legen.
Süßigkeiten und Schokolade: Diese Lebensmittel sind sehr fett- und zuckerreich. Deshalb sind sie nicht nur für das Herz, sondern auch für die Zähne und die Figur nicht gut. Anstelle solcher Lebensmittel können Sie zwischen den Mahlzeiten Obst und Gemüse wie Karotten und Gurken essen.
Buttergebäck und Kuchen: Sie sind wahre Kalorienbomben und lagern Fett im Körper ein. Für Ihre Herzgesundheit sollten Sie auf diese Lebensmittel verzichten.
Thunfisch: Ob im Salat oder aufs Brot – damit tun Sie Ihrem Herzen etwas Gutes, denn Fischfett ist sehr förderlich fürs Herz. Zudem enthält Fisch reichlich Eiweiß.
Salami, Wurst, Würstchen: In solchen Lebensmitteln verbirgt sich eine große Menge Fett, und sie gehören nicht zu einer gesunden Ernährung.
Chips: Sie sind ein beliebter Snack beim Fernsehen. Doch für das Herz sind sie sehr fett- und salzreich. Ab sofort sollten Sie Chips von Ihrem Speiseplan streichen.
Käse: Kalzium, das für Knochen und Zähne so wichtig ist, ist reichlich in Käse enthalten. Manche Käsesorten sind jedoch sehr fettreich. Deshalb sollten Sie fettarme Varianten bevorzugen.
Pommes frites: Sie sind ungesund für das Herz. Am gesündesten ist es, frische Kartoffeln im Ofen zuzubereiten.
Cornflakes: Ohne Zucker und mit fettarmer Milch gegessen, sind sie ein herzgesundes Frühstück. Denn sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Eisen und Ballaststoffen.
Ei: Trotz seines Cholesteringehalts wirkt sich ein täglich verzehrtes Ei nicht negativ auf die Herzgesundheit aus.
Frikadellen: Aus magerem Fleisch zubereitet, sind Frikadellen für das Herz nicht gefährlich.
Butter: Sie wird aus tierischem Fett hergestellt und enthält gesättigte Fettsäuren. Je weniger davon gegessen wird, desto besser für das Herz.
Für die Herzgesundheit förderliche Lebensmittel
Verzehren Sie ballaststoffreiche Lebensmittel. Vollkorn- und Roggenprodukte, frisches Obst und Gemüse sind die reichhaltigsten Quellen für Ballaststoffe. Ballaststoffreiche Lebensmittel senken den Cholesterin- und Fettgehalt.
Sorgen Sie dafür, dass regelmäßig Fisch auf Ihrem Speiseplan steht. Die im Fisch enthaltenen ungesättigten Fettsäuren verhindern Fettablagerungen in den Gefäßen.
Vernachlässigen Sie nicht den Verzehr von Magnesiumquellen (z. B. Haselnüsse, Erdnüsse, Hülsenfrüchte). Magnesium hält die Herzfunktion im Gleichgewicht und versorgt die Muskeln mit Energie.
Essen Sie reichlich Spinat. Spinat enthält viel Vitamin B6, B12 und Folsäure.
10 GOLDENE LEBENSREGELN GEGEN DEN INFARKT (MYOKARDINFARKT)
- Achten Sie auf Ihren Blutdruck. Diese Aufmerksamkeit senkt das Infarktrisiko um 40–60 %.
- Lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel regelmäßig kontrollieren. Auch dies senkt das Infarktrisiko um 25 %.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf.
- Nehmen Sie Ihren Blutzucker ernst. 70 % der Diabetiker sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Achten Sie auf Ihr Gewicht. Bei Idealgewicht sinkt das Infarktrisiko um 50 %.
- Zwei Gläser Wein am Tag senken das Infarktrisiko ebenfalls um 25–45 %.
- Zweimal wöchentlich dreißig Minuten Sport senken das Infarktrisiko um 45 %.
- Vermeiden Sie Stress. Stress erhöht den Blutdruck und führt in der Folge zu einem erhöhten Infarktrisiko.
- Verwenden Sie beim Kochen Himalaya-Salz und trinken Sie mit Medisend energetisiertes Wasser.
- 100 mg Acetylsalicylsäure täglich senken das Infarktrisiko um 30 %.
Neueste Forschungsergebnisse zur Ernährung bei Infarktrisiko
Die in den letzten Jahren vertretene Ansicht, fetthaltige Lebensmittel spielten sowohl bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch bei Krebs eine wichtige Rolle, kann den Eindruck erwecken, Fette seien grundsätzlich schädlich für unsere Gesundheit. Dies ist jedoch ein Fehlurteil. Der vollständige Verzicht auf Fette in der Ernährung kann ebenso schädlich sein wie ein übermäßiger und unausgewogener Konsum. Fette erfüllen in unserem Körper zahlreiche wichtige Funktionen, und eine bestimmte Menge davon ist für unsere Gesundheit notwendig. Selbst wenn wir gar kein Fett äßen, könnte unser Körper die meisten fettbasierten Stoffe aus Stärke und eiweißhaltigen Lebensmitteln selbst herstellen. Doch Linolsäure, die vom Körper nicht selbst synthetisiert werden kann und daher als „essenzielle Fettsäure“ bezeichnet wird, muss in kleinen, aber unbedingt notwendigen Mengen über mehrfach ungesättigte Fette mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Ernährungs- und Lebensmittelexpertin Doç. Dr. Huriye Wetherilt warnt: „Das Cholesterin auf unserem Teller beeinflusst das Cholesterin in unserem Blut kaum. Es ist falsch, cholesterinhaltige Lebensmittel aus der Ernährung zu streichen, denn dadurch verzichten wir unnötigerweise auf nahrhafte Lebensmittel.“
Forschungen der letzten zwanzig Jahre zeigen Folgendes: Das mit der Nahrung aufgenommene Cholesterin, also das Cholesterin auf unserem Teller, beeinflusst das Cholesterin in unserem Blut kaum. Zum Beispiel hat das Ei, ein cholesterinreiches Lebensmittel, nur ein geringes Potenzial, den Blutcholesterinspiegel zu erhöhen. Joghurt enthält zwar Cholesterin, senkt aber den Blutcholesterinspiegel und wirkt sich positiv auf das LDL/HDL-Verhältnis aus. Ebenso ist Fisch ein cholesterinreiches Lebensmittel, reguliert jedoch dank seiner Omega-3-Fettsäuren das LDL/HDL-Verhältnis. Schokolade und Kokosöl hingegen enthalten zwar kein Cholesterin, doch der Verzehr von Lebensmitteln, die diese Fette enthalten, erhöht den Blutcholesterinspiegel. Aus diesen Gründen irrt sich, wer glaubt, den erhöhten Cholesterinspiegel im Blut senken zu können, indem er cholesterinhaltige Lebensmittel aus seiner Ernährung streicht – und verzichtet dabei unnötigerweise auf nahrhafte Lebensmittel wie Joghurt, Fisch und Eier. Wird über die Nahrung ohnehin nicht genügend Cholesterin aufgenommen, produziert die Leber das fehlende Cholesterin selbst. Es ist jedoch ebenso eine Tatsache, dass übermäßig und über bedenkliche Lebensmittel aufgenommenes Cholesterin negative Auswirkungen auf die Blutgefäße hat.
Senken Sie Ihr Cholesterin
Grundsätzlich gibt es heute zwei Optionen zur Vorbeugung und Behandlung der Arteriosklerose: Der klassische Ansatz zielt zunächst darauf ab, den Fettanteil im Blut zu senken; dazu gehört auch die Reduzierung der über die Nahrung aufgenommenen Fette durch eine fettreduzierte Diät:
- Verzicht auf Innereien
- Eingeschränkter Konsum von Süßigkeiten
- Verzehr von magerem Fleisch
- Reichlicher Verzehr von magerem Fisch
- Reichlicher Verzehr von Obst und Gemüse
- Vollkornbrot statt Brot aus raffiniertem Mehl
Das eigentliche Ziel besteht darin, den Fett- und Cholesteringehalt im Körper so weit zu senken, dass sich keine Bausteine für die Bildung gefährlicher Plaques im Blut mehr bilden können.
Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente
Der zweite Ansatz ist verhältnismäßig neu und stützt sich auf Forschungsergebnisse des Linus-Pauling-Instituts in Kalifornien. Demnach besteht das primäre Ziel darin, Schäden an den Blutgefäßen zu verhindern und so die Bildung gefährlicher Plaques im Körper zu unterbinden. Diesem Ziel dienen bestimmte Biostoffe, die von den kalifornischen Wissenschaftlern unter dem Begriff „Vitamin-Zell-Komplex“ zusammengefasst wurden. Es ist bekannt, dass die Stoffe in diesem Komplex die Arterienwände vor Schäden schützen und bestehende Schäden ohne Nebenwirkungen reparieren.
• Vitamin C fungiert als „Zement“ der Blutgefäße, indem es im Körper die Produktion von Kollagen, Elastin und anderen stabilisierenden Molekülen anregt. Zusammen mit Vitamin E, Carotinoiden und Selen
schützt es zudem die Gefäßwände vor dem „Rosten“ durch freie Radikale.
• Die Aminosäuren Lysin und Prolin wirken als natürliche „Teflon-Stoffe“; sie binden sich an gefährliche Fettstoffe im Blut, erhöhen die Gleitfähigkeit der Gefäße und verhindern so die Plaquebildung. Zudem tragen sie dazu bei, bestehende Ablagerungen von den Arterienwänden abzulösen.
• Das Mineral Magnesium entspannt die glatte Muskulatur der Arterienwände. Dadurch bleiben die Gefäßwände elastisch, und Bluthochdruck kann vorgebeugt werden.
Auch der Faktor Zeit spielt eine Rolle
Etwa jeder zweite Europäer leidet unter arteriosklerotischen Ablagerungen, und weltweit sterben jedes Jahr zwölf Millionen Menschen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese Zahlen sollten jedoch keine Panik auslösen. Denn die Menschen von heute leben deutlich länger als früher, und der Zeitraum, in dem sich Veränderungen an den Gefäßwänden entwickeln können, ist entsprechend groß.
Mehr Sport
Sport (insbesondere Ausdauersport) ist unverzichtbar für die Behandlung und Vorbeugung von Arteriosklerose. Er stärkt die Blutgefäße und senkt Blutdruck und Cholesterinspiegel. Bei Sportlern steigt der Vitamin-C-Bedarf erheblich an.
Verlassen Sie sich nicht allein auf Nahrungsergänzungsmittel
Die Ansicht, man könne Arteriosklerose allein durch die Einnahme von Biostoffen vorbeugen, ist irreführend. Ein paar Kapseln aus dem Vitamin-Zell-Komplex zu schlucken ist natürlich einfacher, als auf appetitanregende Fette in der Nahrung zu verzichten. Doch keine Pille der Welt kann die schädlichen Auswirkungen einer falschen Ernährung ausgleichen.
Weniger tierisches Fett und mehr Vitamin C
So werden elastische Blutgefäße und ein ungehinderter Blutfluss gewährleistet. Für die Behandlung und Vorbeugung von Arteriosklerose ist es notwendig, mehr Gemüse auf den Tisch zu bringen.
Empfehlungen zur Deckung Ihres täglichen Vitamin-C-Bedarfs
Sorgen Sie dafür, dass bei jeder Mahlzeit eine Vitamin-C-Bombe auf Ihrem Speiseplan steht!
• Zum Frühstück können Banane, Orange und Kiwi zu Müsli, Haferflocken und anderen Frühstücksflocken hinzugefügt werden.
• Zum Mittagessen können rohe Gemüsesorten wie Salat, Karotten, Tomaten, Paprika, Chinakohl, Steckrübe, Radieschen, Petersilie, Rotkohl, Weißkohl und Zwiebeln verzehrt werden. Als Beilage zu magerem Fleisch können gedünstetes Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl und Paprika hinzugefügt werden.
• Zum Abendessen kann rohes Gemüse oder mit verschiedenen Kräutern verfeinerter Frischkäse auf Brot gegessen werden. Besonders vitamin-C-reiches Gemüse sind: Petersilie, Paprika (insbesondere rote Paprika), Kresse, Dill, Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Frühlingszwiebeln, Selleriegrün und Zitronenmelisse.
Vitamin C als Schutz für die Arterien
Der kanadische Arzt G.C. Willis hat vor Kurzem nachgewiesen, dass Vitamin C Arteriosklerose auf natürlichem Weg rückgängig machen kann. Zu Beginn seiner Studie dokumentierte er die arteriosklerotischen Ablagerungen bei Herzpatienten mittels Kontrastmittelröntgen. Anschließend gab er der Hälfte seiner Patienten täglich 1,5 g Vitamin C, der anderen Hälfte nicht. Nach einigen Wochen zeigte sich bei 30 % der ersten Gruppe eine deutliche Reduktion der arteriosklerotischen Ablagerungen, während sie in der Kontrollgruppe unverändert blieben oder zunahmen.
Weniger tierisches Fett und mehr Biostoffe
Beide Ansätze zur Arteriosklerose wurden in wissenschaftlichen Kreisen von allen Seiten diskutiert. Dabei spielen jedoch auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Während Vertreter der Lipid-These bestrebt sind, höhere Verkaufszahlen für cholesterinsenkende Medikamente zu erzielen, bemühen sich Vertreter der Zellkomplex-These, die Verkaufszahlen von Vitaminpräparaten zu steigern. Zudem entlasten sie das Cholesterin als Hauptverursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was wiederum den Interessen der Landwirtschaftsindustrie zuwiderläuft, die als Fleisch- und Eierproduzent die Hauptquelle für tierische Fette darstellt.
Weniger tierisches Fett und mehr Obst und Gemüse
In ihren Ergebnissen unterscheiden sich beide Ansätze für die Ernährung nicht sonderlich, ja sie bewegen sich sogar in dieselbe Richtung. Denn eine Senkung der Blutfettwerte ist nur durch eine überwiegend vegetarische Ernährung möglich, und wer die Aufnahme von Vitamin C, Lysin, Prolin, Magnesium und anderen Biostoffen verbessern möchte, muss ebenfalls zu dieser Ernährungsform zurückkehren. Mit anderen Worten: Sowohl die Senkung der Blutfette als auch die Verbesserung der Biostoffzufuhr basieren auf einem ähnlichen Ernährungsplan.
EMPFEHLUNGEN FÜR IHREN ERNÄHRUNGSPLAN
Empfohlene Lebensmittel
Geeignete Lebensmittel sind arm an tierischem Fett, dafür reich an Vitamin C und E, Carotinoiden, Ballaststoffen, Magnesium, Lysin und Prolin.
• Pflanzliche Öle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und Weizenkeimöl
• Magerer Fisch wie Kabeljau, Lachs, Rotbarsch, Goldbutt und Forelle
• Milchprodukte wie fettarme Milch, Buttermilch, Joghurt, Kefir, fettarmer Quark, Frischkäse, Sauermilchkäse
• Getreideprodukte wie Vollkornbrot, grobes Vollkornbrot, Haferflocken und Hafermehl
• Sämtliches Gemüse, allen voran Karotten, rote Rüben und Mangold
• Sämtliches frisches Obst, allen voran Zitrusfrüchte
• Tee, Wasser, ungesüßte Fruchtsäfte
Lebensmittel, die weniger konsumiert werden sollten
Weniger geeignete oder nicht empfohlene Lebensmittel sind arm an mehrfach ungesättigten Fetten, Ballaststoffen und Vitaminen, dafür aber reich an tierischen Fetten und raffiniertem Zucker:
• Fleisch: Mageres Fleisch kann gelegentlich als Beilage zu Gemüsegerichten verzehrt werden, sollte aber nicht als Hauptnahrungsmittel dienen. Rind- und Schweinefleisch haben einen sehr hohen Fettanteil und sind daher für die Vorbeugung und Behandlung von Arteriosklerose nicht geeignet.
• Innereien: Leber, Niere, Zunge usw.
• Wurstwaren: Frische Wurst kann in Maßen verzehrt werden, verarbeitete Wurstwaren enthalten jedoch sehr viel Fett.
• Fisch: Aal, Kaviar, Fischklößchen
• Milchprodukte: Milchpulver mit 10 % Fett, Kaffeesahne
• Eierhaltige Speisen: Lebensmittel mit hohem Eigehalt sollten nicht häufig verzehrt werden. Auch sehr fettreiche Mayonnaise ist ungeeignet.
• Kartoffeln: Pommes frites, Chips usw.
• Süßwaren: Marmelade, Honig und Kakao können in geringen Mengen verzehrt werden; nicht geeignet sind hingegen Schokolade, Nuss-Nougat-Creme und Pralinen.
• Fertigprodukte: Sahnetorten, Schokoladenkekse, fettreiche Soßen
Leinöl und Leinsamen für die Herzgesundheit
Die Leinpflanze, die seit fünf- bis zehntausend Jahren auch als Nahrungsmittel genutzt wird, gilt als wirksame Quelle für Jugendlichkeit, Gesundheit und Schönheit. Traditionell zählen zu den Vorteilen des Leins unter anderem eine cholesterinsenkende, schlaganfall- und krebsvorbeugende sowie gedächtnisfördernde Wirkung, ebenso eine darmanregende und reinigende Wirkung. Es ist förderlich, Leinsamen oder Leinöl flüssig über Salate zu geben oder täglich einen Esslöffel davon einzunehmen.
Leinsamen bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Reich an Ballaststoffen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Eiweiß, Vitamin B12, Mineralstoffen und Aminosäuren, wirkt sich Leinsamen positiv aus bei Problemen im Magen-Darm-System, Übergewicht, erhöhtem Cholesterin, erhöhtem Blutzucker, Knochenschwäche, Herz-Kreislauf-Gesundheit, rheumatischen Erkrankungen, bestimmten Hautkrankheiten, Wunden und Atemwegsbeschwerden.
Zwiebel und Knoblauch für die Herzgesundheit
Beide Pflanzen enthalten Allicin, Ajoen und Adenosin, die eine gerinnungshemmende Wirkung haben. Dadurch wird das Risiko einer Blutgerinnselbildung erheblich verringert. Wer jedoch eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System erzielen möchte, sollte täglich 10 g frischen Knoblauch oder 200 g frische Zwiebeln essen. Das Vorhandensein von Ajoen in Knoblauchpräparaten konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
Raffinierter Zucker als Risikofaktor
Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen stellen Süßwaren – unabhängig davon, ob man der Lipid-These oder der Zellkomplex-These zuneigt – in jedem Fall einen Risikofaktor dar. Denn der in Süßwaren enthaltene Einfachzucker belastet den Stoffwechsel auf unphysiologische Weise und erhöht den Fett- und Cholesteringehalt im Blut. Zudem führt er dazu, dass wichtige Mineralstoffe und Vitamine aus unserem Körper ausgeschieden werden. Gleichzeitig verhindert er, dass man Freude an säuerlichen Lebensmitteln empfindet. Wer an Sahnetorten und Süßwaren gewöhnt ist, kann Lebensmittel wie Grapefruit und Kiwi nicht mehr genießen. Dabei sind gerade diese Früchte mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt sehr förderlich für gefährdete Blutgefäße.
Darf Alkohol konsumiert werden?
Beim Alkoholkonsum kommt es auf Menge und Art der Getränke an. Mehr als 0,4 Liter Wein oder 1 Liter Bier erhöhen den Cholesterinspiegel und entziehen dem Körper wichtige Vitamine. Schnaps sollte gemieden werden, da er einen hohen Alkoholgehalt aufweisen kann und arm an wichtigen Biostoffen ist. Rotwein hingegen enthält Stoffe, die sich positiv auf die Blutgefäße auswirken.
Wie gefährlich ist Cholesterin wirklich?
Auch wenn in letzter Zeit vermehrt kritische Stimmen laut werden, die die von Cholesterin ausgehende Gefahr anders bewerten, sollte das Thema Gallenfett nicht ignoriert werden. Denn kürzlich wurde in Schweden eine Studie mit mehr als 4400 Herz-Kreislauf-Patienten abgeschlossen. Diese Studie liefert sehr eindeutige Belege dafür, dass eine Senkung des Cholesterinspiegels zur Rückbildung arteriosklerotischer Veränderungen beiträgt. Zudem hat bisher niemand behauptet, dass eine cholesterinarme Ernährung schädlich sein könnte.
Dr. Hüseyin NAZLIKUL
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin