Neuraltherapie - Triggerpunkt - Ursachen und Behandlung des Myofaszialen Schmerzsyndroms Unfälle,…

URSACHEN VON MYOFASZIALEM SCHMERZ UND TRIGGERPUNKTEN:
Unfälle, Stürze, Überdehnung und Überbeanspruchung sind bekannte Ursachen für die Entstehung von Triggerpunkten.
Frakturen, durch erlittene Traumata verursachte Luxationen und Muskelrisse, Weichteiltraumata sowie Infektionen von Weichteilen und Knochen können zur Entstehung von Triggerpunkten führen. Auch Injektionen in den Gesäßmuskel können mitunter einen Triggerpunkt verursachen.
Eine übermäßige, unbewusste und falsche Beanspruchung der Muskulatur kann zur Entstehung von Triggerpunkten führen. Auch Berufskrankheiten oder eine ständig in der Gesäßtasche getragene Geldbörse, die Druck auf den Gesäßmuskel ausübt, können dafür verantwortlich sein.
Sowohl ein bewegungsarmes Leben ohne Sport als auch übermäßiger Sport können zur Entstehung von Triggerpunkten führen. Auch der psychische Zustand kann mitunter zur Entstehung von Triggerpunkten beitragen.
Verharrt ein depressiver Mensch ständig in derselben Haltung, wirkt sich dies negativ auf den Muskelstoffwechsel aus, und es entsteht ein Triggerpunkt. Die katatone Schizophrenie ist meiner Ansicht nach ein extremes Beispiel dafür.
Betrachtet man den Muskelstoffwechsel im Hinblick auf Triggerpunkte, sind Vitamin B1, B6, B12, Vitamin C und Folsäure von großer Bedeutung. Auch Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen sind von lebenswichtiger Bedeutung.
Ein Mangel an diesen Vitaminen und Mineralstoffen findet sich besonders bei älteren Menschen, Schwangeren, Menschen, die eine Diät machen, Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status sowie bei Depressionen und schweren Erkrankungen.
Störungen des Muskelstoffwechsels durch chemische oder hormonelle Ursachen führen dazu, dass wir bei der Triggerpunktbehandlung auf Therapieresistenz stoßen. Auch Nikotin, Koffein und Alkohol sind Faktoren, die unsere Erfolgsrate bei der Behandlung verringern.
BEHANDLUNG VON TRIGGERPUNKTEN MIT NEURALTHERAPIE
Nachdem die Diagnose eines Triggerpunkts gestellt und der Muskel, in dem sich der Triggerpunkt befindet, identifiziert wurde, besteht die Behandlung darin, mit 1%igem oder 0,5%igem Lidocain oder Procain eine Detoxifikation direkt in den Triggerpunkt vorzunehmen.
Der hierbei anzuwendende Ansatz sollte die Neuraltherapie sein.
Das Segment, dem der Muskel zugeordnet ist, muss unbedingt in die Behandlung einbezogen werden, und es sollten Dehnübungen durchgeführt werden, die die Verteilung des Wirkstoffs im Muskel gewährleisten.
Bei Patienten, bei denen die Behandlung erfolglos bleibt, sollte nach einem Störfeld gesucht werden.
Mitunter muss zusätzlich eine Ganglienblockade durchgeführt werden. Um sehr therapieresistente Triggerpunkte und die dadurch verursachten Gelenkfunktionsstörungen zu beheben, ist eine fundierte Beherrschung der Manuellen Therapie erforderlich.
Die wirksamste Therapieform ist die Kombination aus Neuraltherapie, Manueller Therapie und Magnetfeldtherapie. Dry Needling und Akupunktur können zwar eine vorübergehende Linderung verschaffen, versagen jedoch bei der eigentlichen, nachhaltigen Behandlung aktiver Triggerpunkte.
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie-Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
• James W. NcNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L et al: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie