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Während der Pandemie muss man sich vor Erkältung und Grippe schützen! Erkältungskrankheiten und die…

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 28.03.2021 4 min read
Während der Pandemie muss man sich vor Erkältung und Grippe schützen! Erkältungskrankheiten und die Grippe haben viele Gemeinsamkeiten (Husten, Hals- und Nackenschmerzen), aber auch Unterschiede.
Erkältungskrankheiten und die Grippe haben viele Gemeinsamkeiten (Husten, Hals- und Nackenschmerzen), aber auch Unterschiede.

Symptome der Erkältung

  • Niesen, Schnupfen, Anschwellen der Schleimhäute
  • Husten, Heiserkeit, Hals- und Nackenschmerzen
  • Kopfschmerzen, Brennen in den Augen

Erkältung und Grippe: Erkältungskrankheiten und die Grippe haben viele Gemeinsamkeiten (Husten, Hals- und Nackenschmerzen), aber auch Unterschiede. Die Grippe beginnt in der Regel plötzlich. Bei der Grippe ist das Fieber in der Regel höher als bei einer Erkältung, zudem fühlt sich der Patient wesentlich schwächer.

Ursachen der Erkältung

Eine Erkältung wird durch eine Virusinfektion der oberen Atemwege verursacht. Danach können leichter auch andere Erreger wie Bakterien in den Körper eindringen. Durch die Beteiligung zahlreicher Mikroorganismen entsteht eine „grippale Mischung“ aus Krankheitssymptomen unterschiedlicher Schwere.

Eine nicht auskurierte Erkältung kann schwerere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Bronchitis, Mandelentzündung und chronische Atemwegsentzündungen auslösen.

Auch die Symptome von Covid-19 treten ganz ähnlich wie bei einer Infektion der oberen Atemwege bzw. einer Erkältung auf.

COVID-19 wirkt sich bei verschiedenen Menschen unterschiedlich aus.  Die meisten infizierten Personen entwickeln leichte bis mittelschwere Symptome und erholen sich, ohne ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen.

Bei Covid-19 auftretende;

Häufigste Symptome:

  • Trockener Husten
  • Fieber
  • Erschöpfung

Schwere Symptome:

  • Atembeschwerden oder Atemnot
  • Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust
  • Sprach- oder Bewegungsverlust

Weitere seltener auftretende Symptome:

  • Halsschmerzen
  • Schmerzen und Ziehen
  • Durchfall und Verstopfung
  • Bindehautentzündung
  • Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns
  • Spannungskopfschmerz
  • Hautausschlag oder Verfärbung an Finger- oder Zehenspitzen

Zur Vorbeugung von Covid-19 und viralen Grippeinfektionen sind folgende Punkte am wichtigsten;

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung mit frischen Bio-Lebensmitteln
  • Bewegung an frischer Luft
  • Reichlich sauberes Wasser trinken (Wasser aus Glasflaschen oder sauberes Leitungswasser)
  • Ausgleich fehlender Mikronährstoffe

Eine gesunde Darmflora ist wichtig für das Immunsystem!

  • Die wichtigsten Mikronährstoffe für das Immunsystem sind Zink und Vitamin C. Bei einer Infektion benötigen wir von beiden große Mengen. Sie können diese auch in Zeiten erhöhten Infektionsrisikos vorbeugend für kurze Zeit einnehmen.
  • Besonders bei Infektionen (Grippe, Corona) sollten Sie darauf achten, dass Ihre Füße warm bleiben.
  • Für ein gesundes Immunsystem ist die Pflege des Darms wichtig.
  • 90 % des Immunsystems befinden sich im Darm. Nährstoffe können von einem nicht richtig funktionierenden Darm nicht ordnungsgemäß aufgenommen werden. In diesem Fall ist unsere Abwehr gegen Infektionen geschwächt.

Behandlung gegen Viren

Antibiotika töten Viren nicht ab. Dennoch werden sie bei einer Virusinfektion häufig verabreicht, um mögliche bakterielle Superinfektionen zu verhindern. Ich habe beobachtet, dass Patienten, die die im Folgenden vorgestellten Behandlungen anwenden, fast immer ohne Antibiotika auskommen. Antibiotika belasten den Darm unnötig.

Orthomolekularmedizinische biologische Substanzen, die gegen Schnupfen und Erkältungskrankheiten wirksam sind:

  • Vitamine (z. B. A, C, E, D, B-Komplex)
  • Mineralstoffe (z. B. Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium)
  • Spurenelemente (z. B. Selen, Zink, Kupfer, Mangan, Eisen, Chrom)
  • Bestimmte Proteine und Aminosäuren (z. B. Arginin, Methionin, Cystein, Glutamat)
  • Phytochemikalien (z. B. Flavonoide, Indole, Saponine)
  • Coenzyme (z. B. NADH, Q10)
  • Fettsäuren (z. B. Omega-3-Fettsäuren)
  • Weitere Nahrungsergänzungsmittel; Cholin, Ginkgo biloba, Ginseng, Lecithin, Propolis, Algen, Chlorella, Spirulina u. a.

Vitamin C: stärkt das Immunsystem und unterstützt den Körper im Kampf gegen eindringende Fremdstoffe. Es macht die Killerzellen des Immunsystems aggressiver und beweglicher. Zudem erhöht Vitamin C die Menge an Immunglobulinen, die gegen Erkältungserreger wirksam sind.

Wird Ascorbinsäure in ausreichender Menge mit Bioflavonoiden kombiniert, verzehnfacht sich ihre Wirkung. Eine ideale Kombination aus Bioflavonoiden und Vitamin C findet sich in Lebensmitteln wie Brokkoli, Grünkohl, Karotten, Knoblauch, Tomaten, Aprikosen, Zitronen und Zwiebeln. Grünkohl und Brokkoli sind aufgrund des erforderlichen Kochens die zweite Wahl, da beim Kochen ein Großteil des Vitamin C verloren geht.

Vitamin E: stärkt wie Vitamin C das Immunsystem. Es findet sich besonders in Pflanzenölen, Vollkornprodukten, Kürbis, Spargel, Grünkohl und Avocado, wird jedoch durch Hitze und Licht in großem Umfang zerstört.

Vitamin D: Vitamin D3 stärkt wie Vitamin C das Immunsystem und schützt so vor Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Herzinsuffizienz und Krebs. Die Auswirkungen von Vitamin D3 auf das Immunsystem, das kardiovaskuläre System und das Zellwachstum sind sehr bedeutend. Vitamin D3 stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionen.

Vitamin D ist ein bedeutsames Unterstützungsmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Grippewellen.  Vitamin D3 kann auch das Grippe-Risiko verringern. So regt es beispielsweise die Produktion antimikrobieller Substanzen an. Es verringert die Ansteckungsfähigkeit von Viren. Vitamin D3 stärkt dadurch das Immunsystem und hemmt Entzündungsprozesse.

Ein Vitamin-D-Mangel schwächt das Immunsystem und macht uns anfälliger für Atemwegserkrankungen, Lungeninfektionen, Atemwegsinfektionen und grippeähnliche Infektionen.

Personen mit Allergien, Bronchialasthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sollten einen Vitamin-D-Mangel unbedingt vermeiden. Der Grund dafür ist, dass das Risiko von Atemwegsinfektionen infolge eines solchen Vitamin-D-Mangels bis zu fünfmal höher ist.

Vitamin D reguliert außerdem die Elastizität der Blutgefäße und damit auch, mit entsprechender Wirkung auf Herz und Kreislauf, die Amplitude des Blutdrucks.

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht zudem die Steifigkeit der Blutgefäße. Studien haben die negative Auswirkung eines Vitamin-D-Mangels auf die Elastizität der Blutgefäße gezeigt. Die Steifigkeit der Blutgefäße nimmt auch mit dem Alter zu. Deshalb steigt im Laufe des Lebens die Amplitude des Blutdrucks, was zu strukturellen Veränderungen in der Aorta führt. Die Elastizität wird beeinträchtigt. Ein langanhaltender Vitamin-D-Mangel kann diesen Prozess beschleunigen.

Nur Geduld!

Die Genesung von einer Erkältung braucht Zeit. Um die schwierigste Phase zu überstehen, sind 3-4 Tage nötig. Zeigt sich nach dem achten Tag noch immer kein Anzeichen einer Besserung, sollte zur Absicherung der Diagnose ein Arzt aufgesucht werden.