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Der Fersensporn (Plantarfasziitis) – Lösung mit Neuraltherapie Der Fersensporn tritt meist bei…

Dr. Hüseyin Nazlikul
Dr. Hüseyin Nazlikul 06.02.2022 2 min read
Der Fersensporn (Plantarfasziitis) – Lösung mit Neuraltherapie Der Fersensporn tritt meist bei jüngeren Menschen in Phasen erhöhter Aktivität mit Schmerzen an der Fußsohle auf.
Der Fersensporn tritt meist bei jüngeren Menschen in Phasen erhöhter Aktivität mit Schmerzen an der Fußsohle auf.

Charakteristisch ist der Schmerz an der Plantarfläche des Fußes, an der Innenseite der Ferse. Beim Aufstehen aus dem Bett am Morgen oder beim Aufstehen aus dem Sitzen treten bei den ersten Schritten starke Schmerzen auf. Der Schmerz lässt beim Gehen nach. Er verstärkt sich bei längerem Stehen und übermäßigem Gehen.

Er wird häufig mit Achillessehnenentzündung, retrokalkanearer Bursitis, Stressfraktur des Fersenbeins, Arthritis des unteren Sprunggelenks, Reiter-Syndrom und seronegativen reaktiven Arthropathien verwechselt.

NEURALTHERAPIE

Lokale Behandlung: Wichtig ist die Applikation von 1%igem Lidocain, 1 cc, am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein sowie an den Ansatzstellen der Mittelfußknochen, sowie die Suche nach Triggerpunkten in der Fußsohlenmuskulatur. Liegen Triggerpunkte im Abductor hallucis brevis, im Abductor digiti minimi, im Quadratus plantae oder im Flexor digitorum brevis vor, führt dies mit der Zeit zu einer Verhärtung der Plantarfaszie und zu Schmerzen. Die Behandlung der Triggerpunkte leistet einen wichtigen Beitrag zur Therapie der Plantarfasziitis.

Segmentale Behandlung: In der klassischen Schulmedizin sind unsere medizinischen Maßnahmen bei lokalen Problemen meist ebenfalls lokal begrenzt. Mit diesem Ansatz sind die Erfolgsraten jedoch nicht sehr hoch. Alle lokalen Erscheinungen stellen letztlich den Endpunkt von Störungen im Gesamtsystem dar. Es ist für die Behandlung wichtig, nach der lokalen Anwendung eine segmentale Behandlung durchzuführen, um diese lokale Wirkung mit dem Gesamtsystem zu verbinden. Zwischen L1 und S5 werden Quaddeln gesetzt. Es erfolgt eine L2-Blockade und/oder eine Anwendung im Canalis sacralis.

Störfeldbehandlung: Bei lokalen, nur eine Extremität betreffenden Erscheinungen liegt häufig ein bedeutendes Störfeld mit chronischer Irritation vor. Bei der Suche nach dem Störfeld ist der kinesiologische Ansatz von Bedeutung. Ob eine Narbe, eine Frakturfolge oder eine organische Pathologie als Störfeld wirkt, lässt sich sowohl mittels kinesiologischer Tests als auch anhand der nach einer neuraltherapeutischen Behandlung auftretenden Phänomene feststellen.

Kombination: Zeigt sich bei Patienten dennoch kein Ansprechen, werden Manuelle Therapie, Magnetfeldtherapie, Akupunktur und homöopathische Unterstützung eingesetzt.

Ozonanwendungen können lokal oder in Form der Beutelmethode erfolgen. Persönlich konnte ich bei der Ozontherapie die erwartete Wirkung nicht beobachten. In diesem Fall sind für die wirksamste Therapie eine verbesserte Durchblutung des betroffenen Bereichs sowie die Beseitigung der dort entstandenen Abbauprodukte von großer Bedeutung.

Verwendete Quellen:

•    Nazlikul, H: Neuraltherapie-Lehrbuch 
•    Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
•    H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas 
•    L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
•    James W. NcNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
•    Weinschenk, S: Neuraltherapie 
•    Fischer, L et al: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie