Die Ursache, die den Zivilisationskrankheiten zugrunde liegt: Die latente Azidose Ein Zustand, der…

Ein Zustand, den wir eigentlich sehr gut kennen, aber mit der Zeit außer Acht lassen; der bei nahezu allen chronischen Erkrankungen vorhanden ist; der oft für die Therapieresistenz verantwortlich ist; den die betroffene Person selbst zwar spürt, aber nicht benennen kann; der bei Jung und Alt gleichermaßen auftreten kann; ein Zustand, der durch unsere Lebensweise geprägt wird und unsere Lebensqualität beeinflusst: DIE LATENTE AZIDOSE
WIR KÖNNEN DIE AZIDOSE IN 4 TYPEN EINTEILEN:
1- Säure-Basen-Gleichgewichtsstörung
2- Akute latente Azidose
3- Chronische latente Azidose
4- Metabolische Azidose
URSACHEN DER LATENTEN AZIDOSE
• Unkontrollierte Medikamenteneinnahme (NSAR, Antibiotika, Kortison- und Hormonpräparate…)
• Dysbiose
• Chronische Verstopfung
• Unzureichende Wasseraufnahme
• Ernährungsfehler
• Bewegungsmangel
• Schlechte Mundflora
• Stress und chronische Erschöpfung
• Chronische systemische Erkrankungen
AKUTE UND CHRONISCHE LATENTE AZIDOSE
Setzt sich die Säure-Basen-Gleichgewichtsstörung fort, entsteht das Krankheitsbild der latenten Azidose. Je nach Dauer der latenten Azidose unterscheidet man, wie bei allen Erkrankungen, zwei klinische Verlaufsformen: akut und chronisch.
KLINIK DER LATENTEN AZIDOSE
Die chronische latente Azidose ist an der Ätiopathogenese nahezu aller chronischen Systemerkrankungen des Körpers beteiligt. Der latenten Azidose liegen primär angesammelte Abbauprodukte zugrunde, wie etwa „im Bindegewebe abgelagerte Toxine, die vom Körper nicht ausgeschieden werden können“. In der Regulationsmedizin gilt: Gleich welcher Art die Beschwerde des Patienten ist – können diese Toxine nicht aus dem Körper entfernt und die tatsächlich notwendige Regulation des Körpers nicht hergestellt werden, entstehen in einem nächsten Schritt funktionelle Störungen in Organen und Geweben, später siedeln sich chronische Krankheiten an, und es entstehen strukturelle Schäden. Betrachten wir nun den Zusammenhang zwischen diesem System, den jeweiligen Erkrankungen und der latenten Azidose.
1- Azidose und Gelenke: Bei Personen mit übermäßigem Konsum tierischen Proteins entstehende Harnsäure wird in Harnsäurekristalle umgewandelt und gespeichert. Die Nieren scheiden eine bestimmte Menge Harnsäure über den Urin aus. Wird die Proteinzufuhr, insbesondere durch tierische Lebensmittel, fortgesetzt, können die Nieren diese Kristalle nicht mehr ausscheiden. Diese nicht ausgeschiedenen Ablagerungen werden in Harnsäuresalz umgewandelt und gespeichert. Diese Kristalle lagern sich zunächst im Bindegewebe und im Knorpelgewebe ab und verursachen rheumatische Schmerzen in Gelenken und Weichteilen. Bei bestehender latenter Azidose bereiten die im Bindegewebe angesammelten sauren Stoffwechselprodukte auf diese Weise den Boden für die Entstehung zahlreicher chronischer Gelenk- und gelenknaher Erkrankungen;
2- Azidose und Herzgewebe: Der pH-Wert des Herzmuskels sollte bei 6,9 liegen, also nur sehr leicht sauer sein. Fällt er unter 6,5, kann es zu Funktionsstörungen des Herzens kommen. Eine erhöhte Säurekonzentration im Blut und zwischen den Zellen schädigt den Herzmuskel und kann Herzinfarkt, Hirnblutung, verschiedene Anomalien der Durchblutung und nicht heilende Wunden verursachen.
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Latente Azidose und Magen: Ein weiterer Faktor, der zur Übersäuerung des Körpers beiträgt, ist die Magensäure. Die Bauchspeicheldrüse neutralisiert die Magensäure mit dem von ihr ausgeschütteten Natriumbikarbonat. Liegt eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse vor, können nicht ausreichend Enzyme gebildet werden, und das Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut kann gestört werden.
4- Azidose und Darm. Der pH-Wert des Darms sollte bei 5-7 liegen, das Milieu also leicht sauer sein. Denn Milchsäurebakterien, eine der wichtigsten und nützlichsten Bakterienarten der Darmflora, können nur in diesem Milieu überleben. Werden aufgrund einer Störung oder Veränderung der Darmflora toxische Gase im Darm nicht ausgeschieden, kommt es zu einer Vergiftung. Hier liegt die eigentliche Ursache der Toxinanhäufung im Körper. Die durch erhöhte Säurewerte im Körper entstehende Azidose bereitet zudem den Nährboden für die Vermehrung von Pilzen, insbesondere von Darmpilzen.
5- Azidose und Lymphsystem: Das Bindegewebe, der periphere Blutkreislauf und der Lymphkreislauf sind die von der Azidose am stärksten betroffenen Gewebe. Krampfadern, Cellulite, Gelosen, Triggerpunkte, Hautausschläge, Akne, zyanotisches Hautbild, pletorisches Hautbild.
6- Azidose und Dyspnoe: Mit der Azidose führt der Überschuss an Stoffwechselendprodukten zu einer Verdickung des Blutes, die Fließeigenschaft des Blutes verlangsamt sich, und in der Folge wird die Sauerstoffversorgung auf Organ- und Zellebene beeinträchtigt. Auch Atemnot tritt auf, da die Erythrozyten Schwierigkeiten beim Sauerstofftransport bekommen und die Kapillargefäße ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen können.
7- Azidose und Keratingewebe: Da die für die Neutralisierung von Toxinen verbrauchten Mineralstoffe aus Haaren, Nägeln und Knochen entnommen werden, nimmt die Knochendichte ab, Nägel werden brüchig, und Haare fallen aus.
8- Übersäuerung und erhöhter Cholesterinspiegel: Die im Körper angesammelten Toxine sind sauer und binden Kalzium. Finden sie im Blut und im Bindegewebe nicht ausreichend Kalzium, entnehmen sie es der Innenwand der Blutgefäße; finden sie es auch dort nicht, entnehmen sie es den Knochen. An die Stelle des aus der Gefäßinnenwand entnommenen Kalziums tritt Cholesterin. Die Gefäße verhärten sich, und es entsteht eine Arteriosklerose. Ein erhöhter Blutdruck verstärkt die Arteriosklerose. Die Verfettung und Verhärtung der Gefäße bedeutet, dass Organe wie Gehirn, Herz, Penis und Vagina nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Dies führt zu Schlaganfall, Hirnblutung, Bluthochdruck, Impotenz bei Männern und sexueller Unlust bei Frauen.
9- Azidose und Erschöpfung: Tierische Nahrungsmittel wie Käse, Fleisch und Fleischprodukte führen zu einem Anstieg der H+- und C+-Ionen in unserem Körper. Um dies zu neutralisieren, sind O2-Ionen erforderlich, wodurch letztlich H2CO3 entsteht. Ein übermäßiger Anstieg von H2CO3 bedeutet eine Übersäuerung des Blutes. Das entstandene H2CO3 wird als H2O, also über die Harnwege, ausgeschieden; CO2 hingegen über die Atemwege. Fleisch selbst ist an sich nicht besonders sauer, aber der Körper verarbeitet es unter Säurebildung, und während dieses Prozesses beginnt sich Säure im Körper anzusammeln. Um die Übersäuerung zu stoppen, weist das Gehirn die Lunge an, die Sauerstoffaufnahme zu verlangsamen. Durch die verlangsamte Sauerstoffaufnahme werden die Zellen nicht mehr ausreichend versorgt, und die Person ermüdet schnell. Diese Erschöpfung verschwindet nicht durch Schlaf.
BEHANDLUNG DER LATENTEN AZIDOSE
Unser Ansatz zielt weniger darauf ab, die Erkrankung eines einzelnen Organs in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr darauf, das Ganze zu regulieren. Behandlungen, die sich gezielt an chronisch gewordene und degenerierte Organe und Gewebe richten, können zwar zu einer Linderung der Beschwerden des Patienten führen, lösen das Problem aber nicht an der Wurzel. Der Grund für diese fehlende Lösung liegt in der im Bindegewebe angesammelten toxischen Belastung, mit anderen Worten in der latenten Azidose. Deshalb lässt sich die Wirksamkeit der Behandlungen erst nach längerer Beobachtung erkennen. In diesem Sinne ist es kaum möglich, Menschen mit chronischen Beschwerden wieder zu voller Gesundheit zu verhelfen, ohne die Regulation des neurovegetativen Nervensystems und die Reinigung des Bindegewebes korrekt durchzuführen. Hierfür können auch Forschung und unterschiedliche Behandlungsmethoden (bei Bedarf einschließlich konventioneller medizinischer Kenntnisse und Verfahren) erforderlich sein.
So wie kein Patient dem anderen gleicht, wissen wir auch, dass sich Beschwerden zwar ähnlich sein können, ihre Entstehung jedoch unterschiedlich verläuft. Deshalb verfolgen wir in unserer Klinik nicht den Ansatz, ein einzelnes Symptom oder eine einzelne Krankheit zu behandeln, sondern einen ganzheitlichen Ansatz für die vollständige und dauerhafte Gesundheit des Menschen. Im Anschluss an diese kurze Betrachtung möchte ich mit Ihnen teilen, was wir in unserer Klinik bei latenter Azidose tun und worauf sich dies stützt:
• Regulierung der Ernährung
• Vermittlung einer gesunden Trinkgewohnheit
• Regulierung der Darmflora
• Basenpräparate
• Basische Lebensmittel
• Procain-Basen-Infusion
• Ganzheitlicher Ansatz
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie-Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
• James W. NcNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L et al: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie