Was ist Detoxifikation (Detox)? Wie wird sie durchgeführt und bei wem wird sie angewendet?…

Die Anwendung entgiftender Verfahren (Detox-Kuren) und Hilfsmittel, die aus welchem Grund auch immer in unserem Körper angesammelte Umweltgifte beseitigen, ist für ein gesundes und langes Leben notwendig. Diese körperschädigenden Stoffe sind die Hauptfeinde unserer Gewebe, Organe, Zellen und Zellorganellen.
Wenn unsere körpereigenen Entgiftungssysteme den von unserer Umwelt und unserem Körper selbst produzierten Toxinen gegenüber nicht mehr ausreichen, steigt unsere Toxinbelastung. Die Folge sind zahlreiche gesundheitliche Beschwerden wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Erschöpfung, allgemeines Unwohlsein, übermäßiger Schlaf oder Schlaflosigkeit, Verspannungen in Muskeln und Gelenken, Schmerzen und Schwäche, Reizbarkeit sowie ein Gefühl der Bedrängnis.
Neben den toxischen Produkten, die durch die normalen Stoffwechselvorgänge unseres Körpers entstehen, werden auch die schädlichen Abfallstoffe, die durch verschiedene seelische und körperliche Belastungen sowie durch die Abwehr diverser Infektionen entstehen, durch das Zusammenspiel zahlreicher Organe wie Nieren, Leber, Lunge und Haut aus dem Körper entfernt.
Jedes Jahr sind Menschen den Auswirkungen tausender chemischer und physikalischer toxischer Stoffe ausgesetzt, die sie über den Boden, das Wasser, die Atemluft und die Nahrung aufnehmen. Diese Giftstoffe äußern sich im menschlichen Organismus durch vielfältige und unterschiedliche Symptome, wie eine verminderte oder völlig verlorene körperliche Widerstandskraft, hormonelle Ungleichgewichte, Störungen oder einen Verlust der Belastbarkeit des Nervensystems, physiologische Ungleichgewichte und sogar irreversible Erkrankungen (Krebs).
Obwohl wir uns dessen bewusst sind, konsumieren wir häufig mehr tierisches Eiweiß, als es mit etwa 10 % unserer täglichen Nahrungsaufnahme angemessen wäre. Zudem können uns der übermäßige Konsum von Koffein, Alkohol, Fetten, unkontrolliert eingenommenen Medikamenten – insbesondere Antibiotika – sowie anderen dem Körper von außen zugeführten ungesunden Produkten in späteren Lebensjahren mit zahlreichen schwer zu bewältigenden Problemen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Übergewicht und Diabetes konfrontieren. Von diesen hier nur beispielhaft aufgeführten Schäden ist bekannt, dass sie die Zellfunktionen im Organismus verlangsamen oder sogar vollständig zum Erliegen bringen.
Mit der Entgiftung des Körpers wird in erster Linie das Ziel verfolgt, die Zellgesundheit wiederherzustellen. Die Nährstoffe, die wir seit Jahren zu uns nehmen, lagern sich in unserem Darm ab. Die oben beschriebenen toxischen Substanzen schädigen dabei unsere Darmflora und führen dazu, dass unser Darm seine normale Funktion nicht mehr erfüllen kann.
Neben den toxischen Substanzen, die wir sowohl über die Luft als auch über Nahrung und Getränke aufnehmen, dürfen wir auch die Abfälle sämtlicher Erdölprodukte sowie im Haushalt verwendete Reinigungsmittel und chemische Reinigungsmittel (Trockenreinigung) nicht vergessen.
Je mehr unsere Welt verschmutzt, desto mehr filtert unser Körper diese Verschmutzungen wie ein Filter heraus, und diese Toxine stören unsere physiologischen Funktionen. Sowohl die Chemikalien in unserer Nahrung als auch die Schadstoffe in unserem Trinkwasser sowie die elektronischen und chemischen Toxine in unseren Innen- und Außenräumen werden fortlaufend in unserem Körper herausgefiltert und lagern sich dort an.
Eine heute bekannte Tatsache ist, dass diese Bioakkumulation (die in unserem Körper angesammelten Fremdstoffe) unsere physiologische wie auch psychologische Gesundheit ernsthaft bedroht.
Jahrelange Forschungen zu diesem Thema haben gezeigt, dass ein gesundes Immunsystem zusammen mit einwandfrei funktionierenden Ausscheidungssystemen den Menschen – sowohl nervlich als auch physiologisch und psychologisch – widerstandsfähiger gegen diese von außen einwirkenden Toxine macht.
Deshalb ist es für ein gesundes und vitales Leben notwendig, dem Körper bewusst von außen zu helfen und die Ausscheidung der Toxine aus dem Organismus zu unterstützen.
Wie wird die Detoxifikation durchgeführt?
Behalten Sie stets im Hinterkopf, dass die eigentliche Ursache chronischer Beschwerden ein nicht richtig funktionierendes vegetatives (autonomes) Nervensystem sowie im Bindegewebe angesammelte Toxine sind. Andererseits hilft eine gemeinsam mit der Neuraltherapie durchgeführte Behandlung, die im Bindegewebe abgelagerten Toxine zu mobilisieren und aus dem Körper zu entfernen. Auf diese Weise unterstützt sie den Körper dabei, sich selbst besser zu regulieren.
Auch wenn der Entgiftungsprozess des Körpers mindestens sechs Monate dauert, ist es für ein gesundes Leben wichtig, den Körper auch danach ein Leben lang im Rahmen seines natürlichen Prozesses mit den oben genannten Methoden zu unterstützen.
Da jeder Mensch eine andere Konstitution hat, können Menschen ebenso, wie sie unterschiedlich auf Krankheiten und andere äußere Einflüsse reagieren, auch unterschiedlich auf Toxine reagieren.
Während der Körper mancher Menschen Toxine leichter eliminieren kann, zeigt der Stoffwechsel anderer nicht die gewünschte Empfindlichkeit bei der Erfüllung dieser Funktionen. (Ein gesundes vegetatives Nervensystem und ein intaktes Grundsystem sind Voraussetzung dafür). Die wirksamste Behandlungsmethode zur Elimination von Toxinen aus dem Bindegewebe zusammen mit dem vegetativen Nervensystem ist die Neuraltherapie. Ein Detoxifikationsprogramm ohne Neuraltherapie steht auf einem wackligen Bein. Dennoch sollte statt einer Monotherapie stets eine individuell auf die Person abgestimmte Kombinationsbehandlung angestrebt werden.
Aus diesen Gründen hängt es vom Stoffwechsel der jeweiligen Person ab, wann eine Entgiftung des Körpers notwendig ist.
Dieser als Detoxifikation bezeichnete Vorgang sollte unter mehreren Aspekten betrachtet werden.
Dazu gehören;
- Regulation des vegetativen Nervensystems sowie der Grundsubstanz und des Grundsystems mittels
Neuraltherapie - Entgiftung des Körpers nach vorheriger Durchführung eines Nahrungsmittelunverträglichkeitstests mittels spezieller Diäten
- Regulierung des körperlichen Säure-Basen-Gleichgewichts in bestimmten Zeiträumen unter ärztlicher Kontrolle
- Mikrobiologische Unterstützungstherapien zur Regulierung der Darmflora nach individueller Darmflora-Analyse
- Reviquant - Magnetfeldtherapie
- Individuelle Vitamin-, Mineralstoff-, Antioxidantien- und Spurenelementsupplementierung nach dem Ansatz der Orthomolekularen Medizin
- Gemüse- und Obstsaftkuren
- Biophotonentherapie
- Individuell abgestimmte Kräutertees und Pflanzenkuren
- Individuelle Chelattherapien bei nachgewiesener Schwermetallbelastung im Körper
- Darmreinigung (Kolon-Hydrotherapie)
- Bei Bedarf begleitende homöopathische Behandlungen
- Ozonanwendungen
- Algenbäder
- Sauna, Hamam, Thermalbad oder hyperthermische Sitzungen (Schwitzen)
Bei wem wird Detox angewendet?
Abgesehen natürlich von entsprechenden Laborwerten kann sich der Entgiftungsbedarf des Körpers auch durch klinische Anzeichen zeigen, wie plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftretende Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen, allergische Symptome, Schlaflosigkeit, Verhaltensveränderungen, Gelenkschmerzen, ständig wiederkehrende Atemwegsprobleme und allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel.
Andererseits wird heute auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Erkrankungen wie Arthritis, anhaltende Verstopfung, Hämorrhoidenbeschwerden, Geschwüre des Verdauungssystems, Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Hautprobleme wie Ekzeme und Schuppenflechte eine Indikation für eine Detoxifikation darstellen.
Wenn eine Person sich unwohl fühlt und mit derartigen Beschwerden ihren Arzt aufsucht, ist es aus Sicht einer gesunden Anwendung sehr sinnvoll, zunächst Laboruntersuchungen (Blut, Urin, Stuhl, Haaranalysen, Leberfunktionstests usw.) durchzuführen und anschließend die Detoxifikationsmaßnahmen unter ärztlicher Aufsicht vorzunehmen.
Detoxifikation bedeutet die Reinigung des Organismus von für ihn schädlichen Giftstoffen.
Die Anwendung entgiftender Verfahren (Detox-Kuren) und Hilfsmittel, die auf die eine oder andere Weise unseren Körper belastende Umweltgifte beseitigen, ist für ein gesundes und langes Leben notwendig. Worauf sollten wir also bei einer Detox-Kur achten?
Worauf Sie bei einer Detox-Kur achten sollten!
- Beginnen Sie den Tag mit einem Glas lauwarmem Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone.
- Vernachlässigen Sie nicht die Hautentgiftung; nutzen Sie Dampfbäder, Sauna, Hamam und Massagen.
- Bevorzugen Sie Lebensmittel aus ökologischem Anbau.
- Nehmen Sie keine Medikamente (Schmerzmittel, entblähende Mittel, Säureblocker), außer wenn unbedingt nötig.
Verzichten Sie auf Alkohol, Zigaretten und übermäßigen Kaffeekonsum.- Trinken Sie täglich mindestens 2 bis 2,5 Liter Wasser, genauer gesagt 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht.
- Achten Sie darauf, mindestens 3 Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Nützlicher ist es jedoch, statt drei Mahlzeiten fünf kleinere zu sich zu nehmen. Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten, verringern Sie aber die jeweilige Portionsgröße.
- Achten Sie darauf, täglich 5 Portionen Gemüse und Obst zu verzehren.
- Meiden Sie Elektrosmog oder verwenden Sie ein Gerät, das ihn neutralisiert.
- Vernachlässigen Sie nicht die körperliche Aktivität; streben Sie einen wöchentlichen Kalorienverbrauch von 1500 Kilokalorien durch Bewegung an.
- Nutzen Sie Gemüse- und Obstsaftmischungen. Achten Sie darauf, dass diese Mischungen Karotten, Steckrüben oder rote Bete, Apfel, Papaya, Melone und Kiwi enthalten.
- Trinken Sie während der Detox-Kur täglich etwa 2 Tassen Fenchel- oder Löwenzahntee.
- Geben Sie kurz vor dem Schlafengehen 1 Teelöffel frischen Honig in 1 Tasse lauwarmes Wasser oder Milch und trinken Sie es langsam. Sie werden feststellen, dass dies hilft, nächtlichen Hunger zu kontrollieren. Wenn Sie möchten, können Sie auch ein Stück Schokolade essen.
- Decken Sie Ihren Bedarf an tierischem Eiweiß bevorzugt mit Fisch und tierischen Lebensmitteln aus artgerechter Haltung.
- Duschen Sie regelmäßig abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser.
- Seien Sie positiv eingestellt! Achten Sie darauf, Zeit mit Ihren Liebsten in einer Umgebung zu verbringen, die Sie zum Lachen oder Lächeln bringt.
- Nehmen Sie sich Zeit, um sich auszuruhen.
- Besuchen Sie Freunde und ältere Familienmitglieder. Schaffen Sie Gelegenheiten, mehr Zeit mit Ihrem Partner und Ihren Kindern zu verbringen.
- Vernachlässigen Sie das Vergnügen nicht.
- Achten Sie auf Ihre Zahnhygiene und meiden Sie Füllungs- und Prothesenmaterialien, die allein aus ästhetischen Gründen Ihre körperliche Gesundheit beeinträchtigen könnten. Lassen Sie Amalgamfüllungen unter fachkundiger Aufsicht entfernen.
Dr. Hüseyin NAZLIKUL
IFMANT = Präsident der Internationalen Neuraltherapie-Föderation
Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsmedizin
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie-Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
• James W. NcNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L et al: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie