Fibromyalgie – Neuraltherapie als wirksame Lösung Befreien Sie sich mit Neuraltherapie von der Fibromyalgie

Aus Sicht der Regulationsmedizin erkennen wir eine Reihe unterschiedlicher Ursachen an, die zur Entwicklung einer Fibromyalgie führen können.
Die im Vordergrund stehende Beschwerde bei der Fibromyalgie ist der weitverbreitete Schmerz. Die Beschwerden jedes Patienten sind unterschiedlich. Neben dem weitverbreiteten Schmerz treten bei der Fibromyalgie auch Schlafstörungen, Angstzustände und ernsthafte Verdauungsprobleme auf. Trotz der Fortschritte der modernen Medizin und der verfügbaren Medikamente lässt sich nicht sagen, dass die Fibromyalgie erfolgreich behandelt werden kann.
Die meisten Fibromyalgie-Patienten suchen zahlreiche Ärzte und Kliniken auf. Im Ansatz der modernen Medizin gibt es für Patienten noch immer keine wirklich hilfreiche Behandlung. Die Regulationsmedizin, die Neuraltherapie und der ganzheitliche Ansatz hingegen bieten viele konkrete Optionen, um den Patienten zu heilen.
Früher wurde angenommen, dass das Fibromyalgiesyndrom nur 1-2 % der Bevölkerung betrifft. Heute weiß man, dass wesentlich mehr Menschen mit dieser verbreiteten und oft verwirrenden Erkrankung leben müssen.
Fibromyalgie tritt bei Frauen häufiger auf. Sie geht häufig mit dem einher, was wir als chronisches Erschöpfungssyndrom bzw. Fatigue-Syndrom, also einem Burnout-Syndrom, bezeichnen.
GEFÜHLE BESTIMMEN UNSER LEBEN
Was geschieht wirklich in unserem Geist, wenn wir unser emotionales Gleichgewicht verlieren und Stress unser Leben beherrscht? Der bekannte französische Psychiater David Servan-Schreiber (1961-2011) stellte in seinem Buch „Die neue Medizin der Emotionen“ fest, dass das Leben ohne Gefühle keinen Sinn hat.
Die Gefühle des Menschen sind von vitaler Bedeutung, doch ein Ungleichgewicht der Gefühle kann das Leben eines Menschen auch in einen Albtraum verwandeln. Besonders beim Krankheitsbild der Fibromyalgie, dessen Häufigkeit in den letzten Jahren stark zugenommen hat, muss man sich mit den Gefühlen und der Stressbelastung des Einzelnen befassen.
UNSERE GEFÜHLE STEUERN UNSEREN KÖRPER
Das limbische System, also unser „emotionales Gehirn“, kontrolliert die Gefühle und die Körperphysiologie. Das limbische System ist mit dem autonomen Nervensystem verbunden, das größtenteils aus dem gegensätzlich arbeitenden Sympathikus und Parasympathikus besteht.
Während der denkende Teil des Gehirns aus dem NEOKORTEX besteht, bildet den emotionalen Teil das LIMBISCHE System.
Das limbische System beherbergt neben den Zentren für Hunger, Angst, Wut und Sexualität auch die Funktionen von Lernen und Gedächtnis.
Die Persönlichkeit eines Menschen wird von Kindheit an gemeinsam vom limbischen System und dem Neokortex geformt.
Es ist die Dominanz des limbischen Systems, die alle unsere Gewohnheiten – ob gut oder schlecht – bestimmt.
Symptome wie Schuldgefühle, das Gefühl der Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, mangelndes Selbstvertrauen, Reizbarkeit, Energieverlust, Appetitlosigkeit, Verlust des sexuellen Verlangens, Kopfschmerzen und Schlafstörungen können im limbischen System begründet sein.
Es ist möglich, die entstandenen unterdrückten Probleme durch die Behandlung des limbischen Systems mittels Psychokinesiologie, tiefenpsychologischer Analyse und Neuraltherapie zu korrigieren.
Das autonome Nervensystem kontrolliert sich selbst entsprechend den täglichen Anforderungen.
Der Teil, der Kraft und Leistungsfähigkeit steigert, ist der Sympathikus. Er ermöglicht es, in Gefahrensituationen sämtliche Energiereserven zu mobilisieren, Gefahren mit hoher Konzentration zu erkennen und innerhalb von Sekunden zu handeln.
Der Parasympathikus hingegen sorgt für Regeneration und Entspannung. Beim Menschen des 21. Jahrhunderts hat der Parasympathikus kaum noch Gelegenheit zu wirken. Denn wir stehen ständig unter Stress.
Chronischer Stress bringt unser Leben durcheinander!
Wir sprechen von Stress, wenn eine Person eine Situation als positiv, herausfordernd, neu und hoffnungsvoll oder aber als negativ, ungewiss, unvorhersehbar und unkontrollierbar erlebt.
Das Ungleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus beginnt damit, dass die Regeneration nicht mehr stattfindet und sich unser System an dieses hohe Stressniveau anpasst. Dieser Zustand hat bestimmte Folgen: Bluthochdruck, Erschöpfung, Depression, chronische Schmerzen.
FIBROMYALGIE – ZUSAMMENHANG MIT DEM VEGETATIVEN NERVENSYSTEM
Betrachtet man das vegetative bzw. autonome Nervensystem, so zeigen sich bestimmte Dysbalancen. Der Körper kann sich in Ruhephasen nicht mehr entspannen und sich folglich nicht ausreichend regenerieren. Die anhaltende Anspannung der Skelettmuskulatur führt zu einer Mikrozirkulationsstörung und damit zu unzureichender Sauerstoffversorgung. Das Organ verfügt nicht mehr über ausreichende Regulationskapazität. Das Schmerzsignal wird aktiviert, und das System übersäuert.
Fibromyalgie kann außerdem Ausdruck einer Nebennierenerschöpfung, also eines Hypokortisolismus, sein. Wenn sich die Nebennieren dauerhaft an Stress anpassen müssen und die Hormonproduktion übermäßig aktiv wird, kann ein Mangel an Stresshormonen, insbesondere an Kortisol und Adrenalin, entstehen.
Eine normale Funktion der Kortisolachse ist notwendig, damit sich der menschliche Organismus an Stresssituationen anpassen kann. Menschen mit geringem Selbstvertrauen und Neigung zu Depressionen zeigen infolge verminderter Hormonproduktion eine dauerhafte Aktivierung der Kortisolachse. Weil der Körper diesen Zustand nicht mehr kompensieren kann, wird sogar eine kleine Entzündung groß.
DIE ECHTE LÖSUNG BEI FIBROMYALGIE WIRD NUR DURCH REGULATIONSMEDIZIN, GANZHEITLICHE MEDIZIN UND NEURALTHERAPIE ERREICHT
Die ganzheitliche Behandlung der Fibromyalgie verfolgt verschiedene Ziele. Geht man davon aus, dass die erhöhte Sensibilität des autonomen Nervensystems die Hauptursache ist, besteht eines der Ziele darin, diese erhöhte Sensibilität zu verringern, die Schmerzschwelle anzuheben und die Schmerzwahrnehmung zu reduzieren.
Dieser Zustand kann jedoch nicht kurzfristig erreicht werden. Deshalb ist es notwendig, die Symptome der Fibromyalgie aus einer ganzheitlichen Perspektive zu behandeln.
Die Regulationsmedizin – Neuraltherapie – verfolgt bei Fibromyalgie daher folgende Ziele:
Stärkung des Körpers,
Linderung oder Beseitigung der bestehenden Beschwerden (Maßnahmen im Zusammenhang mit Reizdarmsyndrom, Unverträglichkeiten, Schlafstörungen, Depression usw. finden Sie unter den entsprechenden Suchbegriffen auf unserer Website)
Langfristige Verringerung der erhöhten Sensibilität des Nervensystems.
Alle drei Ziele können mit folgenden Maßnahmen langsam, aber sicher erreicht werden:
1. Vitamin D
Ernährungs- und Vitalstoffmängel schwächen den Organismus nicht nur, sondern führen dadurch auch zur Entwicklung weiterer Symptome und Beschwerden.
Mängel beschleunigen häufig in erster Linie die Entwicklung der Fibromyalgie.
Studien haben gezeigt, dass die Vitamin-D-Spiegel bei Fibromyalgie-Patienten nicht nur niedriger sind als bei gesunden Personen, sondern auch niedriger als bei Arthritis-Patienten, bei denen ein Vitamin-D-Mangel häufig vorkommt.
Eine in Wien durchgeführte Studie zeigte, dass eine Vitamin-D-Supplementierung Schmerzen und Erschöpfung bei Fibromyalgie deutlich reduziert. Eine weitere in der Türkei durchgeführte Untersuchung zeigte ebenfalls, dass sich die Schmerzintensität bei Fibromyalgie-Patienten mit sinkendem Vitamin-D-Spiegel verstärkt.
2. Magnesium
Magnesium ist ein bei Fibromyalgie benötigtes Mineral; da ein Magnesiummangel den Schmerz verstärkt, muss er ausgeglichen werden.
3. Kalzium, Eisen, Mangan
Auch andere Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Mangan sind bei Fibromyalgie-Patienten häufig vermindert.
Wenn Sie einen Mangel vermuten oder eine Blutuntersuchung einen Mangel aufzeigt, können Sie Ihre Ernährung entsprechend anpassen oder den fehlenden Mineralstoff durch Nahrungsergänzungsmittel zuführen.
4. Vitamin B12
Bei Fibromyalgie wird besonderer Wert auf B-Vitamine, insbesondere Vitamin B12, gelegt. B-Vitamine regulieren die Funktionen des Nervensystems, weshalb bei einem Mangel Stressanfälligkeit, Traurigkeit, Reizbarkeit und eine Neigung zu Depression auftreten können.
Die Einnahme eines B-Vitamin-Komplexes wird bei Fibromyalgie empfohlen.
Eine 2015 in Schweden durchgeführte Studie zeigte, dass sich bei Fibromyalgie-Patienten mit zunehmender Dauer und Dosis der Einnahme von Vitamin B12 (zusammen mit Folsäure) die Schilddrüsenfunktion verbesserte und der Einsatz von Schmerzmitteln zurückging.
5. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist hilfreich
Eine gesunde Ernährung sollte keinen Zucker enthalten. Denn dieser kann die Fibromyalgie häufig verschlimmern.
Ernährungsempfehlungen bei Fibromyalgie sollten individuell sein. Eine individuell abgestimmte Ernährung, die auf einer Darmfloraanalyse und der Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten basiert, bringt großen Nutzen.
Manche Menschen fühlen sich besser, wenn sie so wenig Fruktose wie möglich zu sich nehmen. Andere fühlen sich besser, wenn sie Vollkornprodukte reduzieren und Weizen meiden.
Selbstverständlich sollten die Grundregeln einer gesunden Ernährung befolgt werden, wie das Meiden von Fertiggerichten, Alkohol und Zucker, ausreichendes Trinken sowie die Auswahl hochwertiger Lebensmittel (kaltgepresste flüssige und feste Fette, frisches statt konserviertes Gemüse, Dämpfen statt Braten usw.).
Studien haben bestätigt, dass die Ernährung einen sehr großen Einfluss auf die Fibromyalgie hat. Auch eine kohlenhydratarme oder glutenfreie Ernährung bringt den Patienten großen Nutzen.
Ein sicherer Weg zur Vorbeugung von Fibromyalgie ist nicht bekannt. Doch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, der Verzicht auf säurebildende tierische Lebensmittel und ausreichende Erholung, die vor nahezu jeder Krankheit schützen können, sind die wirksamsten Vorbeugemaßnahmen.
6. Regelmäßige Bewegung
Bewegung ist die wichtigste Behandlungs- und Präventionsmethode bei dieser Erkrankung. Besonders empfohlen werden Entspannungsübungen, Dehnübungen, ein kardiovaskuläres Konditionsprogramm, Gehen, Schwimmen und Radfahren.
Bewegung und physiotherapeutische Anwendungen sind sehr wirksam bei der Reduktion von Schmerz und Muskelverspannungen. Massage, myofasziale Entspannungstechniken und Manuelle Therapie haben positive Effekte bei der Reduktion von Muskelverspannungen.
Den Patienten wird zudem empfohlen, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen und während intensiver Arbeitsphasen häufig Pausen einzulegen.
7. Neuraltherapie
Auch wenn eine eindeutige Diagnose nicht immer möglich ist, sind die für die Neuraltherapie spezifische Anamnese und Untersuchung sehr wichtig, um die Faktoren zu identifizieren, die den Schmerz verursachen oder dazu beitragen. Wie beim Fibromyalgieschmerz ist es auch bei den meisten chronischen Schmerzen schwierig, die ätiologische Ursache zu finden. Dennoch sind mechanische und muskuloskelettale Faktoren häufige Ursachen des Fibromyalgieschmerzes. Kann eine solche Ursache gefunden werden, sollte diese vorrangig behandelt werden.
Bei den Patienten kann eine Kombination aus organischer Erkrankung, psychopathologischer Störung und erlerntem Schmerzverhalten vorliegen. Je chronischer das Problem geworden ist, desto größer wird die Rolle nicht-organischer Faktoren.
Die Regulation des neurovegetativen Systems durch Neuraltherapie, die Reinigung des Bindegewebes, die Regulation der Darmflora und der Ausgleich fehlender Metabolite bilden im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes die Grundlinien der Behandlung.
Die Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie. An bestimmten Punkten oder Bereichen des Körpers wird mit Lokalanästhetika ein Reiz gesetzt, auf den der Körper mit einer segmentalen oder segmentübergreifenden Antwort reagiert. Diese Reaktion liefert uns sowohl für die Diagnosestellung als auch für die Behandlung eine Orientierung.
Neuraltherapeutische Anwendungen und Triggerpunkt-Injektionen, die von einem erfahrenen Neuraltherapeuten durchgeführt werden, sind bei Fibromyalgie recht wirksam. Triggerpunkt-Injektionen allein reichen dabei nicht aus. Neben den Triggerpunkt-Injektionen müssen auch die Funktionsstörungen der betroffenen Region behoben werden.
Verwendete Quellen:
• Nazlikul, H: Neuraltherapie Lehrbuch
• Nazlikul, H: Neuraltherapie – Eine andere Behandlung ist möglich
• H. Barop (Übersetzer H. Nazlikul), Neuraltherapie-Atlas
• L. Fischer (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Neuraltherapie-Buch
• James W. McNabb (Übersetzer H. Nazlikul und Y. Tamam), Gelenk- und Weichteilinjektionen
• Weinschenk, S: Neuraltherapie
• Fischer, L. et al.: Lehrbuch Integrative Schmerztherapie